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Sonntag, 25. März 2012

Zerbrechlichkeit und Austauschbartkeit von Beziehungen

Wir sind wie Menschen, die unter Beruhigungsmittel stehen: Durch die Droge "Unverbindlichkeit" schützen wir uns vor Enttäuschungen und Abstürzen, aber auch vor der emotionalen Intensität, die das Leben doch erst lebenswert machen. 
Eva Illouz

Irgendwann kommt der Moment der realen Begegnung, mit all den Regeln, die das Spiel zwischen Verliebten so mühselig und süss machen, und mit all der Regellosigkeit. 
David Signer in der NZZaS vom 18.3.12, Seite 68f.

Donnerstag, 13. Oktober 2011

Gender Stereotypen


Mann
Mit seiner Aggressivität gefährdet er das Zusammenleben, zettelt Kriege an, errichtet gläserne Decken gegen den beruflichen Aufstieg von Frauen, verwüstet die Umwelt und liefert sich von morgens bis abends Weitpinkelwettbewerbe, etc.

Frau
Sozial komptetenter, teamfähiger, empathischer, emotional intelligenter, nachhaltig
Michael Klonovsky in der WeWo38.11, Seite 46f.

Freitag, 29. April 2011

Weinen

Fakten zum Weinen
...dass Frauen viel ­öfter weinen, nämlich zwei bis fünf Mal pro Monat. Männer dagegen bringen es im gesamten Jahr nur auf sechs bis siebzehn Mal. Je gleichberechtigter Männer und Frauen in ­einem Land sind, desto grösser die Unter­schiede bei der Weinhäufigkeit. Auch stellte der Niederländer fest, dass wir meistens zwischen 18 und 23 Uhr weinen und am liebsten dann, wenn wir alleine sind. Dass Menschen aus kälteren, nördlichen Ländern häufiger weinen als diejenigen in wärmeren Ländern. Dass wir am häufigsten wegen eines Verlustes weinen. Und: dass Knaben und Mädchen gleich häufig weinen, bis sie dreizehnjährig sind.
Geschlechts-, bzw. hormonbedingte Unterschiede
Erst danach teilt sich die Welt in zwei Kategorien: die Weinenden und die Nichtweinenden. Zur ersten Gruppe gehören fast nur Frauen, zur zweiten viel mehr Männer. Vingerhoets vermutet, die Hormone könnten ein Grund dafür sein. So scheint Testosteron das Weinen zu hemmen, während das weibliche Hormon Prolaktin die Heul-Hemmschwelle offenbar senkt. Zudem sind Frauen empathischer, fühlen sich schneller hilflos, etwa in Konflikten, und weinen deshalb öfter.
Hauptsächlicher Zweck des Weinens
Trost oder Mitleid erwecken.
Vorteil eines klaren Geistes
Es ist ein Vorteil, wenn ein Mann Gefühle unterdrücken kann. Klar, ­jeder Mensch braucht Kanäle, um Emotionen wie Aggressionen abführen zu können. Doch genauso wichtig ist es, Gefühle kontrollieren zu können und nicht von ihnen überwältigt zu werden. Ansonsten drohen Chaos und ­Realitätsverlust.
Heidi Aeschlimann, Zürcher Notfallpsychologin
manipulatives Weinen
Für sich selber aber nehmen Frauen in Anspruch, Tränen vergiessen zu dürfen. Notfalls sogar manipulativ. «Es gibt kaum ein wirkungsvolleres Mittel als einen guten Tränenausbruch», stellte auch die DOG-Sammelstudie fest, um gleich anzufügen, dass vor allem Frauen diese Kunst zu beherrschen scheinen.

Ob bewusst eingesetzt oder nicht: Frauentränen sind tatsächlich wirkungsvoll.
...um männliche Schuldgefühle hervorzurufen
In einer Streitsituation ist es häufig so, dass die Frau am Ende weint. Selbst wenn der Mann davon überzeugt ist, dass er vollkommen im Recht ist, ruft das bei ihm reflexartig Schuldgefühle hervor. Umgekehrt ist dies jedoch nicht der Fall.
Henri Guttmann, Winterthurer Paartherapeut

Denise Jeitziner rezessiert das neue Buch von Ad Vinger­hoets, klinischer Psychologe, Universität Tilburg, NL: «Tranen. Waarom mensen huilen»

Mittwoch, 20. April 2011

überragendes Frauenbild zerbricht an Realität

Frauen stehen auf jene Männer, auf die alle andern auch stehen. Sie kürzen so ihr Auswahlverfahren ab.

Ich weigere mich, meine Wünsche zu verleugnen, um den Ansprüchen einer Frau zu genügen. Frauen mögen das, weil sich darin Stärke zeigt. Sie können dir erzählen, was sie wollen, unbewusst suchen sie den Höhlenmenschen und Abenteurer. Er soll zwar auch intelligent sein und Gefühle zeigen, aber sein Verhalten soll dominant sein und der Frau zeigen, dass er ebenso gut auf sie verzichten kann.

Eine Frau hat zwischen 20 und 35 die besten Chancen, den Mann zu finden, den sie heiratet, danach wird es schwieriger. Für uns ist das Alter egal. Manche kommen mit 40 zu mir, geben nochmals Gas und schreiben mir danach, sie hätten jetzt eine 28-jährige Freundin. Die Zeit ist auf der Seite der Männer. Trotzdem benehmen sich viele, als sei es umgekehrt.

Wenn bei [den Männern] die Triebe nachlassen, sitzen sie wie die Griechen im Strassencafé und spielen Backgammon. Frauen hingegen können nicht darauf verzichten, geliebt zu werden. Wenn sie zusammensitzen, reden sie über uns. Und warum laufen sie bei Minus-Temperaturen schlotternd im Mini und in hochhackigen Schuhen herum? Um uns zu gefallen. Aber wehe, du reagierst nicht darauf! Würden wir Männer einmal in einen Flirtstreik treten, wäre es schnell vorbei mit der weiblichen Arroganz.

Tatsächlich staune ich, wie auch wenig attraktive Frauen an Männern herumnörgeln. Kein Wunder, halten sich Frauen für die Krone der Schöpfung, wenn sie die Männer so behandeln können! Es ist eine Folge des Feminismus, dass die Medien sie in ihrer Zuversicht bestärken. Sie sind Alpha-Mädchen, weibliche Super-Singles. Sie sind die besseren Ärzte, die besseren Aktienstrategen, die besseren Chefs, die besseren Lügner.

Schauen Sie sich in einer Buchhandlung die Titel in der Abteilung «Freche Frauen» an. Männer sind Scheisskerle, Männer sind Schweine, usw. Ersetzten Sie das Wort Mann durch das Wort Neger, Jude oder eben auch durch Frau, und Sie sehen, wie rassistisch das ist.

Nur sexuell [sind Männer untreuer]. In der Liebe sind sie treuer. Sie verlieben sich weniger oft als die Frauen, dafür verlieben sie sich tiefer. Die meisten Scheidungen werden bekanntlich von Frauen eingereicht. Bei ihnen sind die Emotionen wechselhafter, sie überwinden Trennungen leichter. Das ist biologisch erklärbar. Wenn ihnen der Ehemann starb, war es für sie früher überlebenswichtig, sich schnell neu zu orientieren.

Maximilian Pütz, Flirt-Berater im Interview mit Martin Helg in der NZZaS vom 20.03.2011, Seite 79.

Donnerstag, 31. Dezember 2009

Manager und Gefühle

Kein Manager, den ich kennengelernt habe, war dumm. Manche waren durchaus sympathisch. Aber bei allen hatte ich das Gefühl einer emotional schmalen Bandbreite, gerade bei den "erfolgreich" agierenden. Die Gefühle der Manager wirkten auf mich immer begrenzt und zielgerichtet. Seltsam kanalisiert. (...) Es werden aussschliesslich Gefühle zugelassen oder gefördert, die ökonomischen Nutzen bringen.
Urs Widmer im Interviewvon Gabriela Weiss und Daniel Hug in der NZZaS vom 27.12.09, Seite 33f.

Samstag, 26. Dezember 2009

Männer und Frauen sind nicht gleich

Die Polygamie ist die natürlichste aller Lebensarten, sie ist universell und findet sich in allen Kulturen und Religionen – auch in der jüdisch-christlichen, im Alten wie im Neuen Testament.

Es gibt in der Natur Unisex-Kulturen – etwa jene der Amöben auf der untersten Stufe der Evolution. Alle höheren Lebewesen, namentlich Säuger, kennen eine klare Rollenteilung nach Geschlecht. Wenn wir den Unterschied zwischen den Geschlechtern aufgeben, regredieren wir auf die Stufe der Insekten.

Ich kenne das aus meiner Beratungspraxis. Die Ehe ist heute der sicherste Weg zur sexuellen Abstinenz – sobald der Mann den Vertrag unterschrieben hat, der die Frau übervorteilt, beginnt die Erpressung.

Der Mann muss eine klare Führungsrolle übernehmen. Sonst werden die Frauen zuerst unter sich streiten, am Ende verbünden sie sich noch gegen den Mann.

Frauen erobern nicht, sie wollen erobert und beschützt werden, das ist die Natur. Wenn ein Mann sechs Frauen hat, ist er der Macho, der Beschützer, und sie sind sein Harem. Wenn eine Frau sechs Männer hat, dann sind das ihre Kücken – und sie ist die Mama. Sobald ein echter Macho auftaucht, wird sie sich mit ihm aus dem Staub machen. Doch es fehlt zusehends an intakten Männern, die eine Frau zu nehmen wissen. Von der Wiege auf und in Abwesenheit ihrer Väter werden die Knaben heute zu metrosexuellen Kastraten erzogen.

Alle reden heute von Ökologie, also vom Natürlichen – aber sie respektieren nicht einmal die fundamentalsten Gesetze der Natur. Männer und Frauen sind nicht gleich, sondern komplementär. Die Frau handelt intuitiv, der Mann rational, das lässt sich auch an der Physiognomie des Hirns nachweisen. Mann und Frau haben völlig verschiedene Körper. Der Metrosexuelle – in Wirklichkeit ein Homosexueller – sagt sich: «Ach, ich entwickle den weiblichen Teil in mir weiter.» Am Ende ist er von allem ein wenig, also nichts richtig. Das ist zwar möglich, aber es macht keinen Sinn. Schon Sigmund Freud hat herausgefunden, dass eine Disfunktionalität der geschlechtlichen Identität die Quelle jeder Neurose ist.



Der Kapitalismus brauchte die Frau als billige Arbeitskraft in den Fabriken. Also definierte man ihre Rolle in der Gesellschaft neu, führte das Schulobligatorium ein und beraubte die Frau ihrer wichtigsten Funktion, der Erziehung der Kinder. Heute sind die Kinder von der Krippe auf verstaatlicht.



Zum Zauber mit der "emotionalen Intelligenz": ein totaler Unsinn. Intelligenz und Emotion sind zwei völlig verschiedene Dinge.

Mittwoch, 2. September 2009

Erfolgreiche Politwerbung

Menschliche Gefühle und Bedürfnisse ansprechen, mit Klischees arbeiten und auf keinen Fall versuchen, rational zu argumentieren. «Wer das tut, setzt voraus, dass sich die Wähler rational mit politischer Werbung auseinandersetzen. - Doch das tun sie nicht.» Nur ein bis zwei Sekunden wird ein Werbeplakat im Schnitt betrachtet. Segert hält sich darum ans Prinzip KISS - «Keep it simple and stupid», wobei Vereinfachung nichts mit Dummheit zu tun habe. Vereinfachung sei eine intellektuelle Leistung.
Alexander Segert, Werber (u.a. von der SVP), aus Hamburg, 46jährig, geschildert von Michael Furger in der NZZaS vom 30.08.09, Seite 15.