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Donnerstag, 30. August 2012

Linke Illusionen und ökonomische Realität

Das Problem vieler Linken ist, dass ihre wirtschaftspolitischen Ideen auf ideologischen Vorstellungen und nicht auf ökonomischen Kenntnissen beruhen.
Kurt Schiltknecht in der WeWo34.12, Seite 14.

Freitag, 25. Mai 2012

Regierung kassiert mit verfehlten Visionen

Die Regierung hat eine ­Vision. Die Wirklichkeit sieht aber ganz anders aus. Vorsichtshalber stellt die Regierung alles, was nicht der Vision entspricht, unter Strafe. Je weiter nun die Realität von der Vision abweicht, desto mehr Bussen kann die Regierung verteilen. Sie nimmt durch die Bestrafung der Bürger ganz viel Geld ein, was sie dazu veranlasst, die Vision als grossen Erfolg zu feiern.
Andreas Thiel in der WeWo21.12

Samstag, 14. April 2012

Die Weltwoche und die Roma

Wie weit darf eine Zeitung unerfreuliche, mit Tabus behaftete Realitäten abbilden? Wieweit ist es erlaubt, politisch unkorrekte oder politisch unerwünschte Missstände aufzu­decken? Es ist eine Tatsache, dass die Roma-Kriminalität in der Schweiz auf einem hohen Niveau weiter stark zunimmt. Es ist zudem ­eine Tatsache, dass für die kriminellen Akti­vitäten gezielt Roma-Kinder missbraucht ­werden. Darüber berichtete differenziert auf mehreren Seiten die letzte Weltwoche. Man kommt diesen Problemen nicht durch Klagen und Maulkörbe gegen Journalisten bei. 
Es heisst, die Darstellung solcher Miss­stände sei «rassistisch». Diesen Vorwurf ­weisen wir mit aller Entschiedenheit zurück. Rassismus entsteht dort, wo die negativen Begleiterscheinungen von Migration tabuisiert und verschwiegen werden. Es muss gestattet sein, die Abgründe des freien Personenverkehrs in Europa auszuleuchten. Die Schweiz ist beileibe nicht das einzige Land, das unter den ­Roma-Banden leidet. Die gereizte bis ­hysterische Reaktion auf unseren Artikel beweist allerdings, dass man die offene Diskus­sion dar­über scheut und verhindern will. Die Welt­woche wird sich weiterhin dafür einsetzen, dass echte Missstände ans Licht kommen, damit sie diskutiert und schliesslich behoben werden können.
 Roger Köppel in der WeWo15.12, Seite 5

Samstag, 7. Januar 2012

Divergenz zwischen Wirtschaft (Realität) und Politik (Vision)

Anscheinend bemühen sich auch Linke darum, die Schere zwischen Politik und Wirtschaft zu schliessen. Sie proklamieren die Überwindung des Kapitalismus und entscheiden sich für mehr Demokratie in der Wirtschaft. Ich plädiere bekanntlich für das Gegenteil: Kapitalistische Prinzipien für die Politik. Mit "Wer zahlt, befiehlt" wird moral hazard verhindert

Mit beiden Absichten gleicht sich die Politik der Wirtschaft an (oder umgekehrt). Vision und Realität divergieren weniger fest. Dabei gilt entscheidend festzuhalten, dass sich Linke eher in gutgemeinte Traumideale verirren, wobei sich Rechte an der harten Realität orientieren. Und das macht Linke verantwortlich für die Missstände.

Was passiert, wenn man über (wirtschaftliche) Realitäten hinweg politisiert?

  • Wir können Kernkraftwerke abgeschalten, aber die neuen Energien können wir nicht gegen die physikalischen und ökonomischen Gesetze herbeizaubern --> Energie gibts weniger und sie wird teurer.
  • Wir können die Überalterung negieren, das Pensionsalter und den Umwandlungssatz lassen wie er ist --> Die AHV wird trotzdem unfinanzierbar und damit beerdigt.
  • Wir können uns und unsere Staaten weiter verschulden, uns demokratisch gegen Sparprogramme wehren, doch eines Tages werden es die Anleger/Investoren/Gläubiger nicht mehr mittragen.
  • Wir können Mindestlöhne per Volksabstimmung auf das Doppelte der europäischen Länder katapultieren. Der Arbeitsmarkt wird sich rächen.
  • Wir können Leerverkäufe und Finanztransaktionen mit Futures auf Nahrungsmittel verbieten. Damit bleiben die zugrunde liegenden Probleme der Überbevölkerung ungelöst.

Silvio Borner in der WeWo1.12, Seite 16.

Freitag, 11. November 2011

Überflüssige grüne Politik in der Schweiz

Die grüne und grünliberale Politik feiert Erfolge. Es ist chic, grün zu sein. Schliesslich hat man ja gute Absichten, meint es gut mit der Umwelt (Das Gegenteil von gut ist übrigens gut gemeint.), man folgt höchsten moralischen Standards, verfügt über die edelsten Absichten, zelebriert sich als Retter der (Um-)Welt - und setzt sich folglich gegen böse Atomkraftwerke zur Wehr, stimmt dagegen.
30 Länder betreiben zuzeit 432 Kernreaktoren; 62 neue AKW befinden sich derzeit im Bau, 151 weitere in Planung.
In einem globalen Vergleich wird ersichtlich, wie sehr diese Haltung der eigenen Befriedigung dient und wie nichtig diese Beschlüsse und Absichten für weltweite Entwicklungen sind. Es ist anmassend, in der Schweiz grüner Politik Priorität einzuräumen. Wer grün auf den Wahlzettel schreibt, verkennt die wirklichen Probleme, lebt an der Realität vorbei.

Montag, 2. Mai 2011

Quoten für Minderheiten sind institutionalisierter Rassismus

Republikaner, allen voran Donald Trump, haben die These von Hilary Clintons Wahlkämpfern um die Präsidentschaft übernommen, wonach Obama nicht Präsident sein dürfe, weil dieser nicht in den Staaten geboren worden sei, worauf Obama nun die entsprechende Urkunde veröffentlichte. Trump trumpft mit einer neuen Kritik auf: Obama sei mit schlechten Noten trotzdem zur Harvard Law School zugelassen worden, weil er schwarz ist. Er kritisiert damit die in den USA breit akzeptierten Quoten für Minderheiten.
Parteistratege Karl Rove, Obama habe mit seiner Reaktion auf die «Birther» zwar die Würde seines Amtes verletzt. Aber wer jetzt noch an seiner Herkunft zweifle, spiele dem Präsidenten in die Hand, da moderate Wähler für Rassisten und Verschwörungstheoretiker keinerlei Sympathie empfänden.
Max Borowski in der NZZaS vom 01.05.2011, Seite 5.
Schade schade. Wieder mal ein Beweis dafür, dass objektive Realität der politischen Korrektheit unterliegt: Eine gesetzlich festgeschriebene Ungleichbehandlung von einzelnen Menschengruppen ist institutioneller Rassismus.

Freitag, 29. April 2011

Weinen

Fakten zum Weinen
...dass Frauen viel ­öfter weinen, nämlich zwei bis fünf Mal pro Monat. Männer dagegen bringen es im gesamten Jahr nur auf sechs bis siebzehn Mal. Je gleichberechtigter Männer und Frauen in ­einem Land sind, desto grösser die Unter­schiede bei der Weinhäufigkeit. Auch stellte der Niederländer fest, dass wir meistens zwischen 18 und 23 Uhr weinen und am liebsten dann, wenn wir alleine sind. Dass Menschen aus kälteren, nördlichen Ländern häufiger weinen als diejenigen in wärmeren Ländern. Dass wir am häufigsten wegen eines Verlustes weinen. Und: dass Knaben und Mädchen gleich häufig weinen, bis sie dreizehnjährig sind.
Geschlechts-, bzw. hormonbedingte Unterschiede
Erst danach teilt sich die Welt in zwei Kategorien: die Weinenden und die Nichtweinenden. Zur ersten Gruppe gehören fast nur Frauen, zur zweiten viel mehr Männer. Vingerhoets vermutet, die Hormone könnten ein Grund dafür sein. So scheint Testosteron das Weinen zu hemmen, während das weibliche Hormon Prolaktin die Heul-Hemmschwelle offenbar senkt. Zudem sind Frauen empathischer, fühlen sich schneller hilflos, etwa in Konflikten, und weinen deshalb öfter.
Hauptsächlicher Zweck des Weinens
Trost oder Mitleid erwecken.
Vorteil eines klaren Geistes
Es ist ein Vorteil, wenn ein Mann Gefühle unterdrücken kann. Klar, ­jeder Mensch braucht Kanäle, um Emotionen wie Aggressionen abführen zu können. Doch genauso wichtig ist es, Gefühle kontrollieren zu können und nicht von ihnen überwältigt zu werden. Ansonsten drohen Chaos und ­Realitätsverlust.
Heidi Aeschlimann, Zürcher Notfallpsychologin
manipulatives Weinen
Für sich selber aber nehmen Frauen in Anspruch, Tränen vergiessen zu dürfen. Notfalls sogar manipulativ. «Es gibt kaum ein wirkungsvolleres Mittel als einen guten Tränenausbruch», stellte auch die DOG-Sammelstudie fest, um gleich anzufügen, dass vor allem Frauen diese Kunst zu beherrschen scheinen.

Ob bewusst eingesetzt oder nicht: Frauentränen sind tatsächlich wirkungsvoll.
...um männliche Schuldgefühle hervorzurufen
In einer Streitsituation ist es häufig so, dass die Frau am Ende weint. Selbst wenn der Mann davon überzeugt ist, dass er vollkommen im Recht ist, ruft das bei ihm reflexartig Schuldgefühle hervor. Umgekehrt ist dies jedoch nicht der Fall.
Henri Guttmann, Winterthurer Paartherapeut

Denise Jeitziner rezessiert das neue Buch von Ad Vinger­hoets, klinischer Psychologe, Universität Tilburg, NL: «Tranen. Waarom mensen huilen»

Mittwoch, 16. Dezember 2009

Radikale, muslimische Unterschicht in Europa

In den Niederlanden hat sich eine neue Unterschicht herausgebildet, bestehend aus jungen Muslimen, die nicht am gesellschaftlichen Leben teilnehmen. Der niederländische Geheimdienst schätzt die Zahl der jungen Muslime, die in einem gefährlichen Mass radikal sind auf 2500.

Die politisch-korrekten Eliten haben jahrelang so getan, als sei die nichts los, als sei die Immigration von Hunderttausenden oder Millionen von Menschen aus nichtwestlichen Kulturen eine nette Bereicherung der Gesellschaft und als sei jede Kritik an dieser Illusion eine Form von rechtradikalem Rassenhass.
Leon de Winter in der NZZaS vom 6.12.09, Seite 24f.

Mittwoch, 14. Oktober 2009

Irving Kristol

Der ideologische Vater der Neocons in den USA ist gestorben.

Um seine geistig Entwicklung zu charakterisieren, hat sich Krisol einmal als Liberalen bezeichnet, den die Realitäten aufgeweckt hätten.

Mittwoch, 2. September 2009

Realitätsfremde, linke Politik ist Fiktion

Die linken in Deutschland versprechen ihren Wählern 4 Millionen Arbeitsplätze zu schaffen, die Steuern trotz der Krise spürbar zu senke, oder verheissen gleich Reichtum für alle. Das Linke Wunschdenken überschreitet damit immer deutlicher die Grenze zwischen Wirklichkeit und Fiktion. Die Parteizentralen bestätigen damit ihr Bild des beschränkten, naiven, (linken) Bürgers, für den der Wahlakt nur noch Jux und Amüsement ist. Demokratie funktioniert nur mit mündigen Bürgern. Eine Hartz-IV-Gesellschaft entmündigter Bürger kann nur in absolutistischen Regierungsformen münden, welche in ihrer staatlichen Allmacht umfassend ihre Schäfchen versorgen.
In Anlehnung an Heribert Seifert in der NZZaS vom 30.08.09, Seite 51.

Donnerstag, 13. August 2009

Wunsch moderner Frauen: Mutter und Topmanagerin

Alles in ihnen [den modernen Frauen] drängt danach, ihre Fähigkeiten in anderen Berufsbereichen einzubringen, sie möchten Aufgaben übernehmen, wo sie Verantwortung für die Gestaltung in Politik, Gesellschaft, Wirtschaft und Kultur tragen! Sie möchten dort ihre Kompetenzen einsetzen, wo sie auch etwas zu bieten haben! Aber sie wünschen sich gleichzeitig auch eine Familie mit Kindern. Was ist daran so verwerflich?
Julia Onken in der WW30.09, Seite 12f.
Nichts ist daran verwerflich. Frau darf sich beides wünschen. Wenn man davon ausgeht, dass Mutter ein 150% Job ist und im höchsten Kader etwas mehr gearbeitet wird als 42 Stunden die Woche, dann wird’s dann etwas knapp mit der verfügbaren Zeit. Aber niemand verlangt, dass Wünsche auch realistisch sein müssen.

Mittwoch, 24. Juni 2009

Eingeholt von der Realität

Lee von „Tic Tac Toe" (verkauften über 5 Mio. CDs) arbeitet als Kasssiererin beim Kölner Zoo und Ed Fagan ("verdiente" über 6 Mio. USD aus verschiedenen Vergleichen) hat über 15 Mio. USD Schulden und seine Anwaltslizent wurde ihm unwiderruflich entzogen.

Nachtrag: Christoph Meili bezieht Arbeitslosenversicherung.

Sonntag, 24. Mai 2009

Betriebskultur im Sozialamt

Beim Sozialamt herrscht ein eklatantes Desinteresse, den grassierenden Missbrauch zu bekämpfen.

Die Missstände im Sozialwesen wurden von Monika Stocker stets ignoriert, dementiert oder schöngeredet.

Die Betriebskultur sorgt dafür, dass Missstände tabuisiert, Realitäten ignoriert, bestehende Kontrollsysteme nicht umgesetzt und Kritiker diskriminiert und kaltgestellt werden.
In Anlehnung an Ester Wyler in der WW20.09, Seite 14.

Mittwoch, 29. April 2009

welch' Einsicht!

Selbst wenn das einige derzeit nicht wahrhaben wollen: Auch die Mittel des Staates sind endlich.
Karl-Theodor Maria Nikolaus Johann Jacob Philipp Franz Joseph Sylvester Freiherr von und zu Guttenberg, deutscher Wirtschaftsminister, Dr. iur. summa cum laude über "Verfassung und Verfassungsvertrag: konstitutionelle Entwicklungsstufe in den USA und der EU"

Mittwoch, 26. November 2008

Anstand: Zufluchtsort der Kritikunfähigen

Wer Kritik äussert, verstösst gegen die vorherrschende Gesinnung
Besonders beliebt ist, die Gesinnung unter den Begriffen Menschenrechte und Völkerrecht – wohl zwei ehrenwerte Sachen – zu überwachen. Noch schicker ist es, einem anders Gesinnten eine Klage wegen Verletzung der Rassismusstrafnorm anzuhängen.
Oder man übergeht Kritik durch das Pochen auf Anstand:
Man will den Inhalt der Forderungen, die politische Botschaft und die Kritik ersticken mit dem Vorwurf von Stil, Unanständigkeit und Minderwertigkeit!

Das heutige deutsche Wort "Anstand" ist abgeleitet vom Verb "anstehen", "stehen bleiben".

Das Warten geschieht nicht immer aus "anständiger" Rücksicht. Es kann seinen Grund auch in Unentschlossenheit haben, in Bequemlichkeit, "Feigheit vor dem Feind" – oder auch im mehr oder weniger bösartigen Bestreben, den Anderen warten zu lassen.

[Mit der political correctness, der] Doppelzüngigkeit der politischen Sprache kann man die systematische Vernebelung der Motive des politischen Handelns besonders gut verdecken. Zur Eigenart des verkommenen Politikers gehört es, im Kostüm des Biedermannes und des "Gutmenschen mit ethischem Niveau" zu erscheinen, der um seines Nächsten willen zurückstehen, abwarten, eben "anstehen" kann und darum immerzu "Anstand" bewahrt,

Ich habe in meinem Leben oft mehr unter der salonfähigen Verlogenheit – die jedermann als anständig empfand – als unter dem direkten Wort gelitten. Der englische Dramatiker George Bernhard Shaw sagte nicht ganz zu Unrecht: „Anständigkeit ist die Verschwörung der Unanständigen mit dem Schweigen.“

Aber zu oft verschanzt man sich hinter Anstandsfragen, um nicht auf berechtigte Anliegen eingehen zu müssen. Man vermeidet aus Anstand zutreffende Kritik oder das Ansprechen von Unangenehmem. Um vermeintlich anständig zu sein, lässt man dem Unrecht seinen Lauf. Die schonungslose Darstellung der Realität, der Lebenswirklichkeit wäre die wohl wichtigste Aufgabe der Politik.

Die Erinnerung an den Ustertag sollte uns alljährlich aufzeigen, wie gross die Gefahr einer Kluft zwischen Regierenden und Regierten werden kann. Und die Politiker aller Zeiten sind aufgefordert, sich den Bedürfnissen der Allgemeinheit nicht mit Stil- und Anstandsvorwürfen zu entziehen, sondern sich der Lebenswirklichkeit zu stellen.
Christoph Blocher anlässlich der Ustertagsfeier vom 23. November 2008 in der Kirche Uster

Mittwoch, 5. November 2008

Zürcher Sozialhilfe

Bericht der Universität St. Gallen: Analyse Sozialdepartement/Sozialbehörde - Organisation- und Führungskonzept:
Die Organisation des Zürcher Sozialwesens laufe zwar "gesetzes- und verordnungskonform" ab, sie sei aber "ineffizient" Und "intransparent" und berge "hohe Risiken".

Der Kern der Kritik betrifft die mangelhafte Kontrolle.

Die Kontrollen sagen jedoch, wie Bericht-Mitautorin Prof. Isabelle Häner erklärte, nichts darüber aus, "ob die Dosiers auch mit der Realität übereinstimmen."
Philipp Gut in der WW44.08, Seite 11
Das haben die Weltwoche und ich ja schon lange gewusst: Wo träumerische Linke walten, geht der Bezug zur Realität verloren - und je mehr Macht diese haben, desto mehr kostet dies die öffentliche Hand.
q.e.d.

Donnerstag, 16. Oktober 2008

Krise der europäischen Linken

...leaving behind the left's traditional laissez-faire multiculturalism that has failed in the past.

But the biggest dilemma is that most parties on the left have not figured out how to adapt their old welfare-statist ideologies to modern economic realities—while appealing to voters who see modern reform as a betrayal of their parties' traditional socialist ideals, and who often have more-extreme left-wing parties to turn to.

Their inheritance as class-based parties has kept alive a powerful myth of class treachery and betrayal if they try to cooperate with the right.

[They have to accept] a certain reality about the way the world works...

the SPD, like France's Socialists or Italy's leftist parties, "never made its peace with capitalism and the market economy, nor the competition and inequalities that go with it." That's why for the SPD, national government has always ended in disaster, producing self-destructive party schisms whenever holding power confronted it with the uncomfortable reality that much of what it had promised voters was not only unaffordable, but destructive to the economy as well.

Newsweek Jacopo Barigazzi in Milan, Tracy McNicoll in Paris and William Underhill in London

Montag, 21. Januar 2008

sexuelle Belästigung

Was wird doch heute schon alles als sexuelle Belästigung definiert!
  • abwertende Sprüche über Frauen
  • oder Männer
  • oder "Homosexuelle", Wortlaut Fragebogen, klar Abstand nehmend zu "Frauen" und "Männern im Allgemeinen" :-P
  • obszöne Witze
  • Blicke, die länger als 3 Sekunden dauern
  • etc.
Dass nur 11.3 Prozent der Befragten das in der Studie als sexuell belästigend definierte Verhalten als solches empfanden, ist positiv. Die Leute sind offenbar toleranter als die Beamten und Gesetzgeber.


Wieder einmal stimmt die gesellschaftliche Realität nicht mit den regelnden Gesetzten überein - gleich wie beim SozialhilfeGEbrauch oder dem Antirassismusgesetz. Die Definition von sexueller Belästigung muss geändert werden.
"Sexuelle Belästigung ist echt ein Problem", sagte eine Kollegin, "ich möchte auch mal sexuell belästigt werden", ein Kollege.

Um jedes Risiko einer sexuellen Belästigung am Arbeitsplatz auszuschliessen, müsste man Menschen mit Scheuklappen, Maulkorb und Uniform ausstatten und fesseln. Auch das würden manche als sexuelle Belästigung empfinden.
Michael Lütscher in der SonntagsZeitung vom 20.2.08, Seite 19

Samstag, 17. November 2007

Müntes Realismus

...findet man bei Schweizer Sozialdemokraten nicht.
Müntefering wurde gefragt, ob er es für gerechtfertigt halte, angesichts von Überversorgung, Sozialmissbrauch und falschen Anreizen von "Dekadenz im Sozialstaat" zu sprechen.
Müntefering: "Ja, keine Frage."
Roger Köppel in der Weltwoche 46.07, Seite 82.

Montag, 12. November 2007

Wieso links?

Die Schweizer Frauen drifteten massiv nach links, vor allem in begüterten und gutausgebildeten Kreisen (...) Warum sind Frauen so links?
Wenn das Sein tatsächlich das Bewusstsein bestimmt, muss es damit zu tun haben, dass sich Frauen weniger intensiv als Männer um die marktwirtschaftliche Sicherung ihrer Existenz bemühen müssen. Wie die Linke generell sind auch Frauen durchaus geübt darin, Geld auszugeben, das andere zuvor verdient haben. Viele Frauen arbeiten beim Staat oder werden von ihren Männern ausgehalten. Da kann einem der Sinn für die materiellen Grundlagen des Lebens abhanden kommen.
Roger Köppel in der WW45.07, Seite 74.