Wieso gibt es immer wieder Spannungen zwischen Sunniten und Schiiten?Es ist wie bei den Katholiken und Protestanten in Nordirland: Deine religiöse Identität wird zu deiner ethnischen Identität. Es geht nicht um Glauben, sondern darum, wer du bist. Im Nahen Osten wurde Macht nach Identität verteilt. Als Hafez al-Asad, Bashars Vater, in den siebziger Jahren an die Staatsspitze trat, versuchte er nicht etwa, im Volk eine syrische Identität zu schaffen, sondern er hob Alawiten auf alle wichtigen Posten. Und das hat die Verteilung der Macht in den letzten vierzig Jahren bestimmt.Da Leistung vor Identität steht, bedeutet dies das Ende sämtlicher Quotenpolitik, sei es mit ethnischen Minderheiten, Sprachregionen oder Geschlechtern...
Was muss sich da verändern? Politische Systeme müssen auf Leistung basieren, nicht auf Identität. Auch wenn die religiösen Differenzen zwischen Sunniten und Schiiten gross sein mögen: Das ist nicht das Problem. Das Problem ist, dass etwa im Irak unter dem Sunniten Saddam Hussein auch ein säkularer Schiit kein hohes Amt bekleiden durfte.
Vali Nasr , US-Nahostexperte im Interview mit Anna Trechsel in der NZZaS vom 19.08.2012, Seite 6.
Dienstag, 21. August 2012
Notwendige Sekularisierung der islamischen Welt
Dienstag, 17. April 2012
Merah Migranten in Frankreich
Wie viele Merahs kommen jeden Tag mit den Schiffen voller Immigranten, wie viele Merahs hat es unter den nicht assimilierten Immigrantenkindern?
Marie Le Pen
Freitag, 23. März 2012
Donnerstag, 22. März 2012
Ausländerdominanz in Schweizer Gefängnissen
Die Araber, die Nordafrikaner, die machen uns am meisten zu schaffen. Die können einem provozierehn bis zum Gehtnichtmehr. Ich bin kein Rassist, obwohl man das hier werden könnte. Mit jenen draussen habe ich kein Problem, aber hier drinnen... Ander die Schwarzafrikaner, die sind gute Leute, ausser einer von ihnen rastet aus, das ist das Schlimmste.
Philippe Pahud, Gefägnisaufseher im Regionalgefängnis Bern, in einem Artikel von Christine Brand in der NZZaS vom 11.03.2012, Seite 20ff.
Schweinefleisch ist ganz aus dem Menüplan gestrichen - wegen der vielen Muslime.
Donnerstag, 13. Oktober 2011
Pakistaner stürzen sich auf Engländerinnen
In Derby wurde eine Bande von neun Männern für Delikte wie Vergewaltigung, Geschlechtsverkehr mit Kindern, Körperverletzung und Kinder-Pornographie verurteilt. Betroffen sind mindestens 27 Opfer im Alter zwischen 12 und 18 Jahren.
„The Times“ fand insgesamt 17 Prozesse seit 1997, in denen 56 Männer für diese Art von Bandenkriminalität verurteilt worden waren. Unter den 56 Tätern fanden sich nur 3 Weisse, die Mehrheit der 50 Muslime stammte aus dem pakistanischen Milieu. Die jungen Mädchen wurden jeweils mit Alkohol und Drogen gefügig gemacht; anschliessend wurden sie unter älteren Verwandten und Bekannten zum sexuellen Missbrauch herumgereicht.Die Täter denken weisse Mädchen hätten eine lockerere Moral und seien weniger wert als pakistanische Mädchen. Das ist eine Art von Rassismus und daher verabscheuungswürdig.Mohammed Shafik, Leiter einer muslimischen Jugendorganisation.Martin Alioth in der NZZaS vom 16.1.11, Seite 5.
Kündigung wegen political incorrectness
Nun Bill, ich bin nicht bigott. Du kennst die Bücher, die ich geschrieben habe über die Bürgerrechtsbewegung in diesem Land. Aber wenn ich ein Flugzeug betrete, das muss ich sagen, wenn ich Leute in muslimischer Kleidung sehe und ich annehmen muss, dass sie sich zuerst und hauptsächlich als Muslime identifizieren, dann bin ich beunruhigt. Ich werde nervös.
Juan Williams, schwarzer Journalist auf National Public Radio (NPR) in der Talk Show von Bill O’Reilly auf Fox News – wurde deswegen fristlos entlassen.
Wenn ich auf der Strasse gehe und hinter mir Schritte höre, denke ich an Raubüberfall. Wenn ich mich dann umdrehe und einen Weissen sehe, fühle ich mich erleichtert. Diese Erkenntnis ist mir sehr peinlich.
Jesse Jackson, schwarzer Bürgerrechtler und Präsidentschaftskandidat, 1993
Hansrudolf Kamer in der WeWo43.10, Seite 20.
Donnerstag, 15. September 2011
2083 - A European Declaration of Independence
Muslimische Schwulenfeindlichkeit vertreibt Schwule aus Amsterdam, muslimischer Antisemitismus vertreibt Juden aus Göteborg. Und nicht zu vergessen die schändlichen Prozesse gegen Geert Wilders in den Niederlanden und den Historiker Lars Hedegaard in Dänemark, die zeigen, wie sehr aus Angst vor muslimischem Zorn die Meinungsfreiheit derjenigen eingeschränkt wird, die es wagen, den Islam zu kritisieren.
Die erste Hälfte, in der er der europäischen Kulturelite vorwirft, nichts gegen die Erstarkung des Islam in Europa unternommen zu haben, zeigt, dass Breivik hochintelligent ist und sich mit der europäischen Geschichte und Geistesgeschichte beschäftigt hat. In der zweiten Hälfte spricht er von einem neuen Kreuzzug der Tempelritter. Sehr detailliert schildert er, wie er und seine antiislamischen Kampfgefährten sich Waffen, Munition und Kampfrüstung besorgen können, um die Massen mit terroristischen Methoden aufzuwecken und gegen die Bedrohung durch den Islam vorzugehen. Das zeigt, dass Breivik ein Wahnsinniger ist.
Erschreckend ist auch, wie sich Breivik von der legitimen Auseinandersetzung mit realen Problemen entfernt und auf eine unfassbar brutale «Lösung» zusteuert.
Bruce Bawer in der WeWo30/31.11, Seite 16ff.
Freitag, 22. Juli 2011
Glaubens-, nicht Religionsfreiheit
In Artikel 15 (BV) ist lediglich von «Glaubens- und Gewissensfreiheit» die Rede. Zwischen Religionsfreiheit und Glaubens- und Gewissensfreiheit besteht ein fundamentaler Unterschied: Die Glaubens- und Gewissensfreiheit bedeutet, dasssämtliche Mitbürger das Recht haben, das zu glauben und zu verkünden, was sie für richtig halten: Gott, Jahwe, Allah, Buddha, Ritter, Tod und Teufel. Religionsfreiheit müsste als viel weiter gefasster Begriff jeden Unfug und jedes Unrecht zulassen, die im Namen einer Religion verübt werden: Hexenverbrennungen, Ketzerfolterungen, Steinigung, Genitalverstümmelung oder Zwangsheirat.
Unsere Glaubensfreiheit garantiert jedem Menschen das Recht auf seinen persönlichen Glauben. Glauben wiederum bedeutet nach Hebräer 11, 1 die innere Überzeugung von Unsichtbarem. Der äusserliche Ausdruck der Religionen ist – streng genommen – durch die schweizerische Bundesverfassung nicht ausdrücklich geschützt. Dies gilt für den Betruf des Muezzins wie für das christliche Glockengeläut. Für die Burka wie für das Kruzifix. Für das Minarett wie für den Kirchturm. So leid mir der Kirchturm täte – als ehemaligem Kirchenpfleger.
Christoph Mörgeli in der WeWo29.11
Dienstag, 19. Juli 2011
linke Ursachenfindung unterbeleuteter Migranten
Für sie gilt als gesichert, dass nicht etwa die verspätete Religion des Propheten Mohammed die Migrantenjugend davon abhält, Bildungsehrgeiz zu entwickeln, und dass auch nicht ihre archaische Kultur dafür verantwortlich ist, wie selten junge Muslime in Schule und Gesellschaft zu Erfolgen kommen, sondern ausschließlich die soziale Situation in den Wohngebieten mit hohem Ausländeranteil.
Nicht die Religion macht dumm, nein, die sozialen Verhältnisse machen dumm. So lautet die linke Doktrin. Daher erscheint Sarrazins kulturelle Kritik am Integrationshindernis Islam auch flugs als „rassistisch“: Wie kann er es wagen, für das Bildungselend, das Frauenelend, das Sozialisations- und das kriminelle Elend eine Religion verantwortlich zu machen, wo es doch ganz einfach an Segnungen des Sozialstaats mangelt?
Ein Denken ganz im Sinne von Karl Marx, wonach lediglich die ökonomischen Fragen zu lösen seien, auf dass sich alle weiteren Probleme als Nebenwidersprüche in Luft auflösen – religiös bedingte Unmündigkeit ebenso wie religiös begründete Frauenverachtung.Frank A. Meyer auf Cicero - unglaublich, dass ich ihn zitiere - unglaublich, dass er mal nicht totalen Stuss rauslässt.
Sonntag, 17. Juli 2011
Prostitution staatlich geregelt in Tunesien
In Tunesien ist die Prostitution gesetzlich erlaubt - eine Ausnahme in der arabisch-islamischen Welt. Die Bordelle sind seit 1942 etabliert. Sie unterstehen offiziell den Diensten des Gesundheitsministeriums und der Kontrolle durch das Innenministerium, das den Preis pro Anschaffung festlegt. Gegenwärtig sind es 10 Dinare (6 Schweizer Franken). Die 238 offiziell registrierten Prostituierten haben ein Anrecht auf regelmässige Arztbesuche und besitzen einen Gesundheitsausweis.Die Unruhen in Nordafrika sind keine Demokratiebewegungen. Sie verhelfen u.a. auch den islamistischen Extremisten Vorschub. So bedrohen diese die Prostituierten und wollen Bordelle in Brand setzen. Skuril: Die arabischen Feministinnen schlagen sich auf die Seite der Prostituierten :-)
zzs in der NZZaS vom 17.7.11, Seite 4.
Obedient Wives Clubs
In Jordanien, Indonesien oder Malaysia müsste man leben. Da nämlich soll es bald schon gar keine sozialen Missstände mehr geben. Nur noch Frieden, Glückseligkeit, ja Ekstase gar. Wie in Tausendundeiner Nacht. Dank Frauen, die immer willig sind. Und in muslimischen «Obedient Wives Clubs» lernen, wie das mit dem Bedienen männlicher Bedürfnisse richtig geht. Also wie sie «eine gute Hure für den Ehemann» sein können, so die internationale Vizepräsidentin Rohaya Mohamad. Ein Beispiel: Hat er Lust, sie aber keine? Nicht einfach hinhalten! Sondern rein in die Spitze, vielleicht eine Bauchtanz-Nummer hinlegen, nett mit dem Po wackeln, weg mit dem Fummel, und hopp. So ähnlich meinen die Klub-Frauen, nicht nur die eigene Ehe, nein, Gesellschaften als Ganzes gar in ein Idyll verwandeln zu können. Weil, so die Logik, nichts anderes als weiblicher Ungehorsam der Ursprung allen Übels sei. Wo aber die Frau dem Mann alles recht mache, seien Probleme wie häusliche Gewalt, Prostitution oder Menschenhandel, schwupps, gelöst. Wie in einem Märchen, in dem am Ende alle glücklich sind. Also alle Männer, auf Erden und im Himmel oben.Carole Koch in der NZZaS vom 17.7.2011, Seite 63.
Mittwoch, 1. Juni 2011
Chaos durch emanzipierte Frauen
Das Autofahren würde Frauen ermöglichen, sich allein in der Öffentlichkeit zu bewegen, und so zu gesellschaftlichem Chaos in Saudiarabien führen, warnte ein prominenter Kleriker. Ausserdem würden Frauen nach falscher Selbstverwirklichung streben, statt ihre gottgegebene Rolle in der Familie zu erfüllen.
Max Borowski in der NZZaS vom 29.5.11, Seite 6.
Donnerstag, 19. Mai 2011
Geistige Behinderung (Glaube) verunmöglicht weltweit führende Forschung
- Das Land verdient täglich 1 bnUSD durch Ölexporte
- 7 bnUSD soll der König in die Universität investiert haben
- Offiziell bekanntes Stiftungsvermögen: 10 bnUSD
- Inoffizielles Stiftungsvermögen: eher 20 bnUSD – und damit hinter Harvard die zweitreichste Hochsuchle der Welt
Aus meiner Sicht ist es kein Zufall, dass sich die Kaust ausschliesslich auf Naturwissenschaften und Technologie ausrichtet. Geisteswissenschaftliche Entwicklungen sind in muslimischen Ländern nicht erwünscht und aufgrund des religiösen Korsetts auch nicht umsetzbar.Die Labors sind mit einem Budget ausgestattet, das praktisch unbeschränkte Forschung erlaubt. Während an jeder anderen Universität Professoren viel Zeit damit verbringen, Anträge für Forschungsgelder zu schreiben, erhalten die Kaust-Wissenschafter Carte blanche.
Neben dem Jahressalär von rund 150 000 Dollar für ein Mitglied des Lehrkörpers kommen Zehntausende von Dollars Spezialprämie dazu; eine Auslandentschädigung» etwa und ein Bonus für die Vertragsunterzeichnung - alles steuerfrei. Professoren und Verwaltungskader beziehen Villen mit Meerblick. Doktoranden und Studenten bewohnen Einzelappartments mit Marmorböden und erhalten nebst kostenlosem Studienplatz einen Monatslohn von 1500 bis 2000 Dollar. Medizinische Versorgung und Lebensversicherung sind gratis, Flüge ins Heimatland werden bezahlt. Schulen mit westlichem Bildungsanspruch stehen bereit. Es gibt Sportzentren, einen Strand, einen Golfplatz, Kinos, Restaurants. Akkurat angeordnete Palmenalleen säumen die Uferpromenade. Ein Campus wie ein Ferienresort. Sogar die strengen religiös motivierten Regeln für die saudische Bevölkerung wurden für die westliche Forschergemeinde ausser Kraft gesetzt. Frauen dürfen Auto fahren, sich ohne Schleier zeigen, die Geschlechtertrennung ist aufgehoben.
Viele saudische Studenten können da nicht mithalten. Das saudische Bildungssystem sei nicht auf Forschung ausgerichtet, sondern aufs Auswendiglernen, sagen Professoren. An den Schulen dominiert die Beschäftigung mit dem Koran. Der für die Forschung wichtige kritische Ansatz fehlt.
Michael Furger in der NZZaS vom 15.05.2011, Seite 24ff.
Auch wenn aus dem ganzen geisteswissenschaftlichen Apparat nur ein kleines Liedchen wie "Die Gedanken sind frei…" herauskommen würde, wäre diese grundlegende Schranke überwunden. Tut es aber nicht. Und damit ist der Fortschritt in gläubigen Ländern blockiert – auch in reichen.
Donnerstag, 7. April 2011
Biel: Islamismus zieht erhöhte Sozialabgaben mit sich
Immer mehr Bieler sind von der Sozialhilfe abhängig. 2010 wurden 5514 Einwohner unterstützt. Auch die Nettoausgaben der Sozialhilfe haben um 13.8% auf 53.3 Mio. Fr. zugenommen. Trotz guter Wirtschaftslage sind die Aussichten düster: Es fehlen weiterhin Stellen für weniger qualifizierte Menschen.
20min vom 07.04.2011, Seite 7.
Mittwoch, 16. Februar 2011
Ägyptische Hoffnungen werden unerfüllt bleiben
Ein Damm ist gebrochen. Nichts wird wieder so sein wie bisher.
Tariq Ramadan in der NZZaS vom 13.2.2011, Seite 7.Doch nach dem Beben am Nil wird man das Gefühl nicht los, dass sich die tektonischen Platten in der arabischen Welt verschoben haben.Mohamed Mohieddin, 59, SoziologieprofessorIn ihrem Kern ist die Bewegung nationalistisch, bezieht ihre Kraft aus dem jungen Volk. Religiöse Ideen haben die Träger des Wandels ebenso wenig im Sinn wie regionalstrategische Gedanken. "Frei sein", skandieren die Jungen. "Bildung", "Arbeit" und "Wohlstand" sind die Losungsworte der Stunde.
Urs Gehriger in der WeWo5.11, Seite 12ff.
Dienstag, 15. Februar 2011
Youth Bulge
--> Unzufriedneheit, Enttäuschung, Frustration, GewaltEin youth bulge liegt überall dort vor, wo die 15-24-Jährigen mindestens 20 Prozent, bzw. die 0- 15-Jährigen mindestens 30 Prozent der Gesamtgesellschaft ausmachen.Gary Fuller
Zu viele Junge sind ein grundlegendes Strukturelement kollektiver Aggressivität.
Gaston Bouthoul
rückständige wirtschaftliche Strukturen (z.B. in Form hoher Arbeitslosigkeit)in Kombination mit grossem Jugendanteil mit mangelnden Zukunftsaussichten und einem schwachen politischen System stellen eine explosive Mischung dar.
Henrik Urdal
Wenn große Teile der männlichen Jugend zwar ausreichend ernährt sind, aber keine Aussicht haben, eine angemessene Position in der Gesellschaft zu finden, stehe ihnen als einziger Weg die Gewalt offen.--> Voraussetzungen für Bürgerkrieg, Völkermord, Imperialismus und Terrorismus
Gunnar Heinsohn
Klassischerweise schweift unser Blick diesbezüglich auf islamistische und afrikanische Staaten. Darin leben 2 Mrd. Menschen, wovon 300 Millionen junge Männer im Alter von 15 bis 30 Jahren sind.
Wikipedia
Das grosse Töten bei Revolutionen setzt erst nach dem Sieg ein. Wenn nicht genug gesellschaftliche Positionen frei werden für die jungen Revolutionäre, wenn die obsiegende Jugend merkt, dass man freie Wahlen nicht essen kann. Tatsächlich liegt da ein grosses Potenzial für Enttäuschungen. Bereits schwellen die Flüchtlingsströme aus Tunesion an.
Thomas Isler in der NZZaS vom 13.02.2011.
Freitag, 11. Februar 2011
Aufklärung als Schlüssel zum Erfolg in arabischen Staaten
Nicht das christliche Abendland hat uns gerettet, sondern die Aufklärung vor dem christlichen Abendland. Und genauso wird es -nach vielen Krisen und Rückfällen -in den arabischen Ländern sein. Die Jungen werden den religiösen Habakuk vergessen.Gute Überlegungen allerdings mit der Falschannahme, dass Muslime reif für eine Aufklärung seien...
Peter Bodenmann in der WeWo6.11, Seite 24
Aussichtsloses Ägypten
Würden durch eine neue Regierung die Probleme des Landes gelöst?
Die Erwartungen an die künftige Regierung sind jenseits der Realität. Keine neue Regierung kann die Jobs schaffen, die es braucht. Sie kann auch nicht das Problem der Jugendarbeitslosigkeit lösen.
Erich Gysling im Interview von num im Blick am Abend vom 11.2.11, Seite 2.
Mittwoch, 10. November 2010
Sarrazins Thesen: Deutschland im Niedergang
Thilo Sarrazin geht davon aus, dass die Deutschen zu wenig Nachwuchs haben und deshalb mit jeder Generation ein Drittel weniger werden als in der Generation zuvor. Der Gesellschaft drohe zudem der geistige Abstieg, schreibt Sarrazin, da die bildungsfernen Schichten mehr Nachwuchs hätten und Intelligenz «zu 50 bis 80 Prozent erblich» sei.
Die Probleme einer schrumpfenden und dümmer werdenden Gesellschaft könnten auch nicht mit Einwanderung ausgeglichen werden, da Deutschland auf die falsche Art von Einwanderung setze. Die muslimischen Immigranten - in erster Linie Türken - sind laut Sarrazin überdurchschnittlich häufig arbeitslos, sie beziehen überdurchschnittlich viele Sozialleistungen, ihre Kinder sind an den Schulen unterdurchschnittlich erfolgreich. Sie seien zudem häufiger kriminell als die Deutschen und hätten mehr Kinder. Sarrazin rechnet hoch, dass in Deutschland Personen aus muslimischen Ländern bald in der Mehrzahl sein könnten.
Thilo Sarrazin schlägt vor, dass künftig nur noch «Spezialisten am oberen Ende der Qualifikationsskala» einwandern dürfen. Für Zugewanderte ohne ausreichende Sprachkenntnisse sollen Deutschkurse für obligatorisch erklärt werden. Ab dem dritten Lebensjahr sollen Kinder den Ganztageskindergarten besuchen. Der Familiennachzug soll erschwert und der Bezug von Sozialleistungen an strikte Bedingungen geknüpft werden.
Thomas Isler in der NZZaS vom 7.11.2010, Seite 24f.
Samstag, 6. November 2010
unintegrierte Muslime - Kopftuch - Burka
Woher kommt dieser Kontrollwahn über die Mädchen?
Die Ehre einer Familie liegt sozusagen zwischen den Beinen der Mädchen. Der Verlust der Jungfräulichkeit ist der soziale Tod für alle, und der ist schlimmer als der tatsächliche Tod. ...Es ist in diesen Kreisen eine Selbstverständlichkeit, dass muslimische Mädchen keine Freiheit haben und auch nicht über ihren Körper verfügen können. ...von Mädchen, die sich vor den Sommerferien in ihrem Heimatland fürchten, weil sie Angst haben, dort verheiratet zu werden.
Weshalb konnten sich solch archaische Ansichten behaupten? Es handelt sich ja oft schon um die 3. Generation von Muslimen.
...Heute sind die Muslime in gewissen Stadtteilen so unter sich, dass sie oft gar nichts anderes kennen...
Ähnlich irritierend wie der Umgang mit den Mädchen ist auch der Hass auf die deutsche Lebensweise. Mit Verlaub: Wieso bleibt jemand in einem Land, das er derart verabscheut?
Das ist in der Tat die Frage, die man sich stellen muss. Obschon sich viele mit den Werten und den Moralvorstellungen des Gastlandes nicht einverstanden erklären, bleiben sie, weil es ihnen besser geht. Finanziell gesehen und weil es ein funktionierendes Gesundheitssystem und ein Sozialnetz gibt. Das ist ein Missbrauch des Sozialstaates für die eigenen Zwecke, denn man möchte seinen Teil nicht dazu beitragen und sich auch nicht anpassen. Das zu kritisieren, kann aber lebensgefährlich sein.
Wurden Sie auch schon bedroht?
Ja, nachdem ich einen Bericht gemacht hatte über einen Hassprediger in Berlin. Das war sehr schlimm. Ich gebe offen zu, dass es Themen und Personen gibt, mit denen ich sehr vorsichtig umgehe, weil ich nicht bereit bin, mein Leben oder das meiner Familie zu gefährden.
Das ist bedenklich.
Ja. Und es zeigt, wie sehr man in unserer Demokratie bereits bereit ist, bezüglich der oft gepriesenen Meinungsfreiheit Rückschritte zu machen.
Wo sind eigentlich all die Politiker, die sich dafür einsetzen müssten?
Die schweigen aus Angst, als Rassisten zu gelten. Wobei diese Angst der eigentliche Rassismus ist. Weil man diese Apartheid einfach akzeptiert und es sich bequem macht, indem man «diese anderen» zwar bemitleidet, aber immer auch marginalisiert, indem man zum Beispiel muslimische Frauen und Mädchen nicht als gleichberechtigten Teil der Gesellschaft ansieht. Alle sind empört, wenn in Afghanistan die Frauen entrechtet werden, aber sie wollen nicht wahrhaben, dass bei ihnen um die Ecke ähnliche Dinge passieren. Es geht um die Existenzrechte von Frauen, wenn da eine Gruppe der Meinung ist, Frauen dürften sich nicht alleine in der Öffentlichkeit bewegen, müssten sich verhüllen und verstecken. Das geht uns was an, auch wenn wir nicht betroffen sind.
Die Politik hat also versagt?
Absolut...
Dann hat Thilo Sarazzin recht?
Ich lese gerade sein Buch. Wenn er diese Eugenik nicht reingebracht hätte, hätte ich mich hinter ihn stellen können. Aber so geht das nicht. Ansonsten sagt der Mann nichts Falsches.
Würde Zwang bei der Integration helfen?
Man kann niemanden zu seinem Glück zwingen. Aber man kann Menschen zwingen, die Gesetze in diesem oder in Ihrem Land einzuhalten. Zum Beispiel hat der Staat die Aufgabe, einzuschreiten, wenn Eltern nicht mehr in der Lage sind, ihren Pflichten nachzukommen. Egal, ob es sich um Verwahrlosung handelt oder ob einem Kind der Schwimmunterricht verboten wird. Wir sind als Gesellschaft verpflichtet, dies allen Kindern zu garantieren. Da hilft nur Zwang durch Sanktionen. Man sieht ja, wohin es führt, wenn man es nicht macht: Wir diskutieren schon über Gebetsräume an Schulen. Das dürfen wir nicht zulassen.
Sind Sie für ein Kopftuchverbot?
An Schulen ganz klar... es gibt begründeten Anlass dafür, anzuzweifeln, dass diese Kopftücher alle selbst gewählt sind. Und solange diese Kopftuchverfechterinnen nicht garantieren können, dass kein einziges Mädchen dazu gezwungen wird, so lange haben sie keine Berechtigung, ihr Kopftuch als Selbstverständlichkeit einzufordern.
Wie soll man mit der Burka verfahren?
Die fällt für mich unter das Vermummungsverbot, das es in Deutschland bereits gibt. Es ist eine Zumutung, in einer Bank jemanden mit einer Burka bedienen zu müssen. Es gibt gewisse Normen und Verhaltensweisen, die eine Gesellschaft zusammenhalten. Bei uns gehört dazu, dass man sich ins Gesicht guckt.
Es gibt tatsächlich kaum Kritik aus den eigenen Reihen. Weshalb nicht?
Weil die liberalen Muslime keine Lobby haben. Gehör verschaffen sich die Eiferer, für die der Zusammenhalt der Muslime über alles geht. Dass keine muslimische Gesellschaft auf die Strasse geht, wenn der Filmregisseur Theo van Gogh abgeschlachtet wird auf offener Strasse, ist kein Zufall. Auch beim Karikaturenstreit hat sich keine muslimische Organisation davon distanziert, dass dieser arme Mann jetzt unter Polizeischutz leben muss. Im Gegenteil: Man gibt sich in der Öffentlichkeit auch noch beleidigt, weil jemand eine Karikatur über den Propheten macht. Das zeigt, dass der Glaube über allem steht. Und deshalb muss man sich nichts vormachen: Das ist ganz eindeutig demokratie- und menschenfeindlich.
Tages-Anzeiger vom 27.10.2010


