Der indische Gesundheitsminister Ghulam Nabi Azad hat bei einer Aids-Konferenz Homosexualität als Krankheit und unnatürlich bezeichnet und damit einen Sturm der Entrüstung ausgelöst. Männer sollten keinen Sex mit Männern haben, sagte Azad vor Delegierten einer HIV/Aids-Konferenz in Neu Delhi. Homosexualität sei außerdem aus anderen Staaten nach Indien gekommen und würde sich nun im ganzen Land verbreiten.
Ag./Red. auf Die Presse
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Mittwoch, 6. Juli 2011
In Indien ist Homosexualität noch eine Krankheit
Wahrscheinlich nicht mehr lange (causa political correctness). Die WHO kippte Homosexualität 1994 (?) aus ihrem offiziellen Krankheitskatalog. Sind alle Veränderungen Fortschritte?
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Freitag, 11. Februar 2011
Aufklärung als Schlüssel zum Erfolg in arabischen Staaten
Nicht das christliche Abendland hat uns gerettet, sondern die Aufklärung vor dem christlichen Abendland. Und genauso wird es -nach vielen Krisen und Rückfällen -in den arabischen Ländern sein. Die Jungen werden den religiösen Habakuk vergessen.Gute Überlegungen allerdings mit der Falschannahme, dass Muslime reif für eine Aufklärung seien...
Peter Bodenmann in der WeWo6.11, Seite 24
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Montag, 3. August 2009
Strom
Drei Tage Leben ohne elektrisches Licht vermittelt eher etwas über die Gegenwart als über die Vergangenheit.
François de Capitani in der NZZaS vom 02.08.09, Seite 13.
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Mittwoch, 29. Juli 2009
Medizin: Korrelation Fortschrit-Kosten
Die Medizin macht Fortschritte, die Menschen leben gesünder:
- technische Fortschritte
- gute Ernährung
- vermehrte körperliche und geistige Aktivität
- frühzeitige Erkennung von Anzeichen von Krankheiten
- wirksamere Behandlungen
Jürg Kesselring in der NZZaS vom26. Juli 2009, Seite 14.
Damit werden sie auch älter – und kosten schlussendlich wieder mehr. Ist medizinischer Fortschritt der Kostenkontrolle im Gesundheitswesen deshalb nicht förderlich?
Dienstag, 16. Juni 2009
Entwicklungshilfe blockiert den Fortschritt
Anfängliche Ziele der Entwicklungshilfe
- Wirtschaftswachstum steigern
- Armut zu reduzieren
gegenwärtige Realität
Das Problem
- Wirtschaftswachstum steigern
- Armut zu reduzieren
gegenwärtige Realität
In den vergangenen fünfzig Jahren sind mehr als zwei Billionen Dollar Hilfe von den reichen an die armen Länder geflossen. Dennoch steht Afrika heute schlechter da als vor fünfzig Jahren. Lebten damals nur 10 Prozent der Einwohner unter der Einkommensgrenze von zwei Dollar, so sind es heute 70 Prozent. Während der letzten dreissig Jahre sank das Wirtschaftswachstum jährlich um 0,2 Prozent.Entwicklungshilfe als Blockade des Fortschritts
Die Frage ist nicht, warum diese Länder nicht weiter sind, trotz der jahrzehntelangen Entwicklungshilfe. Die Antwort ist: wegen ihr. Das fundamentale Problem ist, dass die Entwicklungshilfe keine Jobs geschaffen hat, sondern das Gegenteil bewirkte, sie zerstörte. Entwicklungshilfe produziert Inflation, Schulden, Bürokratie und Korruption. In ein solches Land wollen Unternehmer nicht investieren und dort Jobs schaffen. Machen Sie ein Land abhängig von Hilfe, dann nehmen Sie die Karotte weg und den Prügel: Niemand wird bestraft, wenn er nicht innovativ ist, denn die Hilfe fliesst trotzdem. Und niemand wird belohnt, wenn er sich anstrengt.Korruption
Eine Weltbank-Studie belegt, dass 85 Prozent der Gelder für andere Dinge verwendet werden als vorgesehen. Ein Grossteil ging an korrupte Diktatoren (…)
Das Problem
Entwicklungshilfegelder gibt es gratis. Die Vergabe ist an keine Auflagen gebunden, und die Kontrollen sind äusserst schwach.Agrarprotektionismus in Europa
Afrikanische Politiker sehen Entwicklungshilfegelder als permanentes Einkommen an, sie können sich auf die Gelder aus dem Westen verlassen, müssen nicht eine andere Quelle finden (…) Es ist nicht wünschenswert, dass sich die afrikanischen Regierungen zurücklehnen und auf Entwicklungshilfegelder warten.
Ich empfehle, die Zeit nicht mehr damit zu verschwenden, dass Afrika an WTO-Verhandlungen geht, denn Faktum ist, dass Europa seine Märkte für afrikanische Produkte nicht öffnen wird. Afrika verliert jedes Jahr 500 Milliarden durch Handelsembargos. Die EU schützt ihre Märkte am meisten. Jede Kuh aus der EU wird pro Tag mit 2,5 Dollar gesponsert.Dambisa Moyo im Interview mit Carmen Gasser in der WW24.09
Donnerstag, 15. Januar 2009
schlanker Staat und Wettbewerb
Mit Schulden versuchen viele Politiker, Konsumenten und Gewerkschafter, die Lösung der Probleme auf morgen zu verschieben. Der Tatsache, dass hohe Staatsausgaben, riesige Defizite, eine zu geringe Sparquote oder zu hohe Löhne den Unternehmungen Mittel entziehen, die diese für Investitionen, für das Wachstum oder die Entwicklung neuer Produkte benötigen, wird kaum Beachtung geschenkt.
Der Wettbewerb der politischen Ideen und der Wettbewerb auf den Märkten sind der beste Garant für Fortschritt, Wohlstand und eine freie Gesellschaft.
Kurt Schiltknecht in der WW2.09, Seite 18.
Mittwoch, 15. Oktober 2008
treibende Kraft
Die technische Entwicklung der Massenmedien ist untrennbar mit der Pornographie verbunden. Von der Erfindung des Buchdrucks über die Fotographie bis zum Internet - die Darstellung sexueller Handlungen ist eine der treibenden Kräfte der medialen Evolution.
Lukas Egli im NZZ Folio 10/2008, Seite 51f.
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Montag, 16. Juni 2008
sture Alice Schwarzer
In einem Artikel über Burma sympathisierte Alice Schwarzer mit der dortigen Regierung und kritisierte die Kolonialisierungsabsichten des Westens in der Form von Entwicklungshilfe. Dies hat ihr viel Kritik eingebracht:
Doch weit lieber wendet sie sich ab von diesem lustig altmodischen Marionettentheater der burmesischen Regierung – für Schwarzer «das kleinere Übel» als die invasiven, um nicht zu sagen penetrierenden Absichten der Westmächte – und bewundert die «Kraft der Wasserbüffel» und «dieses so versunkenschöne Land mit seinen so liebenswerten Menschen».
Es ist das naiv-dekadente Bekenntnis einer zivilisationsmüden Mitteleuropäerin, die sich in Burma ihren naturbelassenen Rückzugsort auserkoren hat, und diesen gegen Fortschritt, gegen Gegenwart, gegen Menschenrechte und gegen jede Einmischung von aussen in Schutz nehmen will.
Denn das, was Alice Schwarzer als «ihres» propagiert, das soll schliesslich auf ewig genau so konserviert werden, wie sie es sehen will: Sei es der Feminismus an sich, das weibliche Opferschema, Burma. Was sich in irgendeiner Form der Opposition zu dem befindet, was Alice Schwarzer um 1970 herum als herrschendem System angetroffen hat – weiss, männlich, westlich –, soll für sie auch dort bleiben. (...) Die Selbstverblendung hat gesiegt. (...) Das Fazit ist ernüchternd. Das Projekt «Emma», das schon allein durch seine Gestaltung schreit: «Kampf ist Krampf! Wie sehen wir möglichst unattraktiv und freudlos aus?!», ist passé. Alice Schwarzer, wenn sie nicht zur Vernunft kommt, auch.Simone Meier im Tagesanzeiger vom 14. Juni 2008, Seite 53
Dienstag, 10. Juni 2008
Schweizer Männergeschichte des letzten Jahrhunderts
Die Schweizer Männergeschichte des letzten Jahrhunderts lässt sich im Rheintal entlang dem Kult um den Villiger Stumpen erzählen:
Die Armee ist abgebaut, die Wirtschaft globalisiert, die Arbeitswelt elektronisiert. Die Einkommensschere hat sich weit geöffnet. Die Schweiz erlebt die Feudalisierung einer winzigen Oberschicht, die die Hälfte allen Vermögens beansprucht. Der Mittelstand verliert an Kraft, die Unterschicht wächst. Und der gemütliche Stumpen, einst Merkmal des friedfertigen, fleissigen und auch genügsamen Schweizers, gilt jetzt als Hinweis auf einen ungesund lebenden, beruflich wenig qualifizierten und gesellschaftlich rückständigen Mann. Jetzt heisst es nicht mehr: "Sei ein Mann, rauche Stumpen und Zigarren." Jetzt steht auf der Packung: "Rauchen kann zu Durchblutungsstörungen führen und verursacht Impotenz."white trash in switzerland. Al Bundy lässt grüssen.
Jost Auf der Maur in der NZZaS vom 8.6.08, Seite 26f.
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