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Samstag, 19. Mai 2012

Jugoslawen und der Schweizer Sozialstaat

306 658 Menschen aus Ex-Jugoslawien lebten 2011 in der Schweiz, mehr als Italiener (290 000) und Deutsche (276 000). 103 000 stammen aus Serbien, 72 000 aus dem Kosovo, 61 000 aus Mazedonien, je 33 000 aus Kroatien und Bosnien, 2700 aus Slowenien und 1800 aus Montenegro. 
Das Image der Ex-Jugoslawen leidet auch darunter, dass überdurchschnittlich viele am Tropf des Sozialstaates hängen. 2010 bezogen rund 24 000 Sozialhilfe. Zum Vergleich: Aus Italien stammten 8800, aus Deutschland ­gerade mal 3600 Bezüger. Ein ähnliches Bild zeigt sich bei der Invalidenversicherung (IV). Ex-­Jugoslawen weisen zusammen mit ­türkischen Staatsangehörigen die höchste Invaliditäts­rate auf. Laut einer Statistik des Bundesamtes für Sozialversicherungen ist die Quote dreimal höher als bei Schweizern. 
Die IV-Quote liegt bei Ex-Jugoslawen bereits in der Altersgruppe der 30- bis 39-Jährigen deutlich über dem Durchschnitt. Rund 75 Prozent der Renten für Ex-Jugoslawen werden zudem mit seelischen und körperlichen Schmerzen begründet, die sich nicht überprüfen lassen (Weltwoche Nr. 51/52/11).

Lucien Scherrer in der WeWo20.12, Seite 28ff.

Samstag, 29. Oktober 2011

Ausländerproblem in der Schweiz

Natürlich sind die Einwanderer oder Asylsuchenden auch für uns Schweizer, wie überall in Europa, ein Problem. Der Ausländeranteil ist hoch: 22,1 Prozent der Gesamtbevölkerung. In Zürich liegt er gar bei 30,5 Prozent.(...) Heute rufen wir nicht mehr [nach Arbeitskräften], die Menschen kommen von selber, und es sind häufig hochtraumatisierte junge Männer. Der Balkankrieg hat viele verstörte und aggressive Menschen zu uns gespült, und es ist offenkundig, dass vor allem die Asylsuchenden aus dem Kosovo nicht den besten Ruf haben – und das hat auch Gründe. 
Die Portugiesen neigen zur Gruppenbildung und lernen darum kein Schwyzerdütsch,

...Türken, die – in Basel am deutlichsten – ganze Stadtteile in eine Art Istanbul verwandelt haben
Schwarzafrikaner (...) Kosovaren (...) Balkan

Tatsache, dass ein Kosovare einen Schweizer mit einem Messer niedergestochen hat. 
Passagen von Urs Widmer auf Cicero vom 29. Oktober 2011 - ohne Sozialkitsch.

Donnerstag, 13. Oktober 2011

Die Phasen der kosovarischen Invasion


70er-Jahre
jugoslawische Gastarbeiter, Saisonnierstatut, ökonomisch clever, die soziodemografischen Profile wurden dabei aber ausgeblendet: junge Männer aus ländlichen Gegenden, aus den rückständigsten Regionen Europas, ungebildet, unqualifiziert und schlecht integrierbar.

Ende der 80er-Jahre
Abschaffung des Saisonnierstatus. Die Arbeitsmigranten bekamen eine Arbeitsbewilligung. Ein folgeschwerer Fehler, denn damit verbunden war auch das Recht auf Familiennachzug. Ungebildete, kinderreiche Familien folgten. Die Zahl der Albaner verdreifachte sich. Viele begannen schon damals, von der Sozialhilfe zu leben. Der Drogenhandel geriet zunehmend in albanische Hand. Bis zu 90% des geschmuggelten Heroins kam damals über den Kosovo, Mazedonien und Albanien in die Schweiz.

Ende der 90er-Jahre
50‘000 Kosovaren kommen als Kriegsflüchtlinge in die Schweiz. Gewaltdelikte steigen massiv an: „Unfälle“ durch Gewalteinwirkung (Suva) verdreifachen sich (Rauferei, Streit, Überfälle und kriminelle Handlungen bei jungen Männern).

Kriminalitätsstatistik 2010
5'297 Verstösse gegen das Strafgesetzbuch (Diebstahl, Körperverletzung, Mord, etc.) durch die Personengruppe „Serbien, Montenegro, Kosovo“.  Damit sind sie 3,1x häufiger straffälliger wie Schweizer.
Bei diesem Spitzenwert sind die Delikte der vielen Eingebürgerten nicht einberechnet, und er wird nur noch von Zuwanderern aus afrikanischen Staaten geschlagen.
  • Sozialhilfe: 2,3% der Schweizer, 7,4% „Serbien, Montenegro, Kosovo“
  • Arbeitslosenquote: 2,8% der Schweizer, 7,5% „Serbien, Montenegro, Kosovo“

Diese Zahlen sind nicht mit Diskriminierung erklärbar. Martin Killias verweist auf Studien über Italienern, die in den 60er Jahren in die Schweiz einwanderten. Obwohl auch diese Gruppe mit Diskriminierung kämpfte, war ihre Straffälligkeit nicht signifikant höher.
Andreas Kunz und Christoph Landolt in der WeWo34.11, Seite 20ff.

Versagerstaat Kosovo auf afrikanischem Niveau


Korruption (Index von Transperency International):
110. Kosovo, Gabun, Benin
Noch schlechter: Russland, Weissrussland, Ukraine
Von total 178 Ländern.

Geschäftsklima (Index von IFC, International Finance Corporation)
118. Swasiland
119. Kosovo
120. Uganda
Von Total 183 untersuchten Ländern.

Arbeitslosigkeit:
  • 1980er: 29%
  • 2011: mehr als 40%
  • Jugendarbeitslosigkeit 2011: ca. 75%
  • Durchschnittslohn: 300EUR/Monat, Ein Drittel der Bevölkerung verdient täglich weniger als zwei Euro.


Ausbildung (Quelle Weltbank)
  • Mehr als die Hälfte der arbeitsfähigen Bevölkerung hat keinen Oberstufenabschluss
  • 8% haben ein Hochschuldiplom
  • Ausbildung der Kosovaren in der Schweiz, gemäss Bundesamt für Migration
  • 4% machen die Matura (bei Schweizern sind es 22%)
  • Für 50% ist die höchste Ausbildung die obligatorische Schule (Schweizer: 18%)
  • 15% der Kosovaren besuchen Sonderschulen (Schweizer: 5%).

Der soziale Aufstieg von der ersten zur zweiten Generation ist bisher bescheiden geblieben. (BfM)

Handelsbilanz (2010)
  • 305 mEUR Exporte, Grossteil davon Rohstoffe (Kohle, Blei, Zink)
  • 2‘045  mEUR Importe, finanziert durch 500 mEUR Überweisungen von Verwandten aus der Schweiz oder Deutschland und Entwicklungshilfe


Entwicklungshilfe
Entspricht rund 10% der eigenen Wirtschaftsleistung und damit dem schwarzafrikanischen Mittel
Von Investoren wird die Geschäftskultur im Kosovo (d.h. Korruption, mangelhafte Infrastruktur und unzureichende Verlässlichkeit von Geschäftspartnern) oft als hinderlich wahrgenommen.Bundesamt für Migration Kriminalität, Diebstahl und Chaos stellen ein signifikantes Hindernis für kosovarische Firmen dar, viel mehr als in anderen Ländern der Region. Neun von zehn Unternehmen müssen Sicherheitsleute beschäftigen, wofür im Schnitt rund zehn Prozent des Umsatzes bezahlt wird.Weltbank
 In Anlehnung an Kurt Pelda in der WeWo34.11, Seite 22.

Nicht alle in der Schweiz lebenden Kosovo-Albaner sind kriminell. Doch es sind bei weitem keine Einzelfälle. Auffallend viele der rund 170‘000 kosovarischen Zuwanderer haben es auch nach Jahrzehnten nicht geschafft, sich zu integrieren.Andreas Kunz und Christoph Landolt ihn der WeWo34.11, Seite 20ff

Samstag, 3. September 2011

Duplik auf "Kosovaren schlitzen Schweizer auf"

Die negativen Meldungen in den Medien über das Schaffen einiger Kosovaren in der Schweiz häufen sich. Die SVP passt ihre Inserate entsprechend an. Naim Malaj, Botschafter des Kosovo, meldet sich zu Wort:
Die kosovarischen Gemeinde (...) kann nicht verstehen, dass aufgrund von Einzelfällen nun eine ganze Volksgruppe angeklagt wird.
Man nennt dies "statistische Auffälligkeit"
man darf nicht Rückschlüsse auf die ganze Diaspora ziehen.
Darf man das nicht, weil das Diktat der Stunde danach politischer Korrektheit verlangt? Ist diese wichtiger, als Probleme zu lokalisieren und an der Wurzel zu beheben?
Ich finde diese Inserate inakzeptabel und gefährlich. (...) Wie sollen sich [die 200'000 Kosovaren in der Schweiz] heimisch fühlen, wenn sie immer mit den gleichen negativen Vorurteilen konfrontiert werden? (...) Mit solchen Kampagnen gibt man ihnen aber das Gefühl, ausgeschlossen zu sein. Für den sozialen Zusammenhalt im Land ist das sicherlich nicht förderlich.
Die ach so "heimischen" Kosovaren in der Schweiz tun nicht all zu viel für den sozialen Zusammenhang: sind eher unter sich, sprechen die wahrlich heimische Sprache und zelebrieren ihre fremdländischen Feste und Gebräuche auch in der Schweiz. Sie grenzen sich selbst wesentlich intensiver von der Schweiz ab, als dies ein paar SVP-Plakate zu tun vermögen.
Ich wünschte mir, dass die SVP auch einmal über die positiven Beispiele berichtet, von denen es sehr viele gibt. Denken Sie nur einmal an die Fussball-Nati, in der etwa Xherdan Shaqiri eine tragende Rolle spielt.
Fussball?! Ist das alles? Welche vielen positiven Beispiele denn noch? Ist Fussball überhaupt eine bewundernswerte Leistung?
NZZ: Trotzdem: Laut Statistik werden Kosovaren häufiger kriminell als Schweizer.Ich erachte solche Vergleiche als wenig zielführend. Ich finde es problematisch, dass man sofort Rückschlüsse auf die Nationalität zieht, wenn ein Kosovare eine Straftat begeht. 
Falsch: Ein Problem zu lokalisieren und konzentriert angehen zu können ist Voraussetzung zur Lösung. Und dies zu lösen muss das Ziel sein.
Diese Tat hat nichts mit einer kosovarischen Wertvorstellung zu tun. Ein solcher Mord wird auch in Kosovo bestraft. Es ist keineswegs so, dass man solche Verbrechen dort im Namen alter Kodizes beklatscht. 
Falsch: Historisch belegbar sind entsprechende Kodizes. Soziologisch erwiesen ist die gegenwärtige Aktualität in entsprechenden Kreisen.

Interview von Daniel Friedli in der NZZaS vom 28.2.11, Seite 11.

Dienstag, 15. Februar 2011

Youth Bulge

Ein youth bulge liegt überall dort vor, wo die 15-24-Jährigen mindestens 20 Prozent, bzw. die 0- 15-Jährigen mindestens 30 Prozent der Gesamtgesellschaft ausmachen.
Gary Fuller

Zu viele Junge sind ein grundlegendes Strukturelement kollektiver Aggressivität.
Gaston Bouthoul

rückständige wirtschaftliche Strukturen (z.B. in Form hoher Arbeitslosigkeit)in Kombination mit grossem Jugendanteil mit mangelnden Zukunftsaussichten und einem schwachen politischen System stellen eine explosive Mischung dar.
Henrik Urdal
--> Unzufriedneheit, Enttäuschung, Frustration, Gewalt
Wenn große Teile der männlichen Jugend zwar ausreichend ernährt sind, aber keine Aussicht haben, eine angemessene Position in der Gesellschaft zu finden, stehe ihnen als einziger Weg die Gewalt offen.
--> Voraussetzungen für Bürgerkrieg, Völkermord, Imperialismus und Terrorismus
Gunnar Heinsohn
Klassischerweise schweift unser Blick diesbezüglich auf islamistische und afrikanische Staaten. Darin leben 2 Mrd. Menschen, wovon 300 Millionen junge Männer im Alter von 15 bis 30 Jahren sind.
Wikipedia
Das grosse Töten bei Revolutionen setzt erst nach dem Sieg ein. Wenn nicht genug gesellschaftliche Positionen frei werden für die jungen Revolutionäre, wenn die obsiegende Jugend merkt, dass man freie Wahlen nicht essen kann. Tatsächlich liegt da ein grosses Potenzial für Enttäuschungen. Bereits schwellen die Flüchtlingsströme aus Tunesion an.
Thomas Isler in der NZZaS vom 13.02.2011.

Skopje, Mazedonien Harte Jungs im Dooflauf. Albaner und Mazedonier nehmen den Streit um den Bau eines Museums zum Anlass für eine Art Gang-Krieg. Der Rüpel links hat ein Messer, jener rechts einen Schlagstock in der Hand. (Keystone, Blick)

Mittwoch, 14. April 2010

Das Versagen Griechenlands

  • Rusfeti: griechisch für Gefälligkeiten
  • Bestechung, Vetternwirtschaft, Korruption
  • gefälschte Staatsfinanzen
  • 5000 Griechen geben in ihrer Steuererklärung an, mehr als 100 000 EUR zu verdienen.
  • Durchschnittslohn: 700 EIR. Beamtenlohn fürs nix tun: 2300 EUR.
Waldbrandbekämpfung: versagt. Asylpolitik: versagt. Bildungs-, Gesundheits-, Renten-, Steuerpolitik: versagt.

Durch Schwarzarbeit gehen dem Stat im Jahr über 30 Milliarden EUR Mehrwertsteuer verloren. Europäischer Spitzenwert.
Alexandros Stefanidis in der NZZaS vom 7.03.10
Griechenland ist eben doch auch kulturell sehr nahe bei Albanien und dem Kosovo - und die Nähe zu den Türken gibt ihnen noch den Rest.

Montag, 1. Februar 2010

keine Renten in den Kosovo

Die Ermittler gegen mutmassliche IV-Betrüger wurden im Kosovo mit dem Tod bedroht.
Lukas Häuptli in der NZZaS vom 31.1.10, Seite 10.

Gegenwärtig werden von den rund 300 nach Kosovo ausbezahlten IV-Renten diejenigen überprüft, deren Rechtsmässigkeit fraglich ist.
Harald Sohns, BSV-Sprecher

Samstag, 25. Juli 2009

Rückübernahmeabkommen Kosovo

Die Schweiz und der Kosovo unterzeichnen im September ein Rückübernahmeabkommen. Jene der 200'000 Kosovaren in der Schweiz, die keine dauerhafte Aufenthaltserlaubnis besitzen, können danach zurückgeführt werden.
20min vom 24.07.2009, Seite 6.

Mittwoch, 27. Mai 2009

Unterentwickelte Kulturen könnten sich selbst (er)lösen/terminieren

Beim Stamm der Waorani in Ecuador galt eine Mordtat lange Zeit als Garant für hohes Ansehen in der Gesellschaft.

Als die ersten christlichen Missionare Ende der 1950er Jahre in diese gottverlassene Gegend kamen, starben mehr als 50 Prozent aller Männer und fast 40 Prozent der Frauen durch die Hand eines anderen Wao (die Einzahl von Waorani) - meist aufgespiesst von einem langen Speer aus Holz. "Damals waren die Waorani drauf und dran, sich gegenseitig auszurotten", erklärt Ehtnologe Beckerman, der sich mit diesemsonderbaren Volk lange auseinandergesetzt hat.

Insbesondere das Leben der männlichen Waorani war geprägt von Blutrache und der Überzeugung: Wer sich durchsetzen will, der muss sich mit der Aura des Schrecklichen umgeben.
Es war üblich, sich an einem anderen Wao zu rächen, indem man ihn mit samt seiner Familie umgebracht hat.
Patrick Imhasly in der NZZaS vom 24.5.09, Seite 63.

Ich kenne da einige Kulturen, die uns wesentlich näher sind, bzw. sich schon längst unter uns gemischt haben, wo eine intensivere Praktizierung ihrer Kultur einige Probleme selbst lösen könnte.

Sonntag, 24. Mai 2009

„Ein albanisches Märchen“, richterliches Nachspiel

Was ist notwendig, um zwei Menschen, welche von Interpol noch wie vor weltweit zur Verhaftung ausgeschrieben werden dingfest zu machen?
Die Bezirksrichterin Carla Brodbeck entschied, dass es unstatthaft ist, die beiden Albaner beim Namen zu nennen. Dabei sind diese von sich aus über die SonntagsZeitung und die Rundschau an die Öffentlichkeit gelangt und werden, wie erwähnt, per Internet behördlich gesucht. Weiter komme es einer unnötigen Anprangerung gleich, auf die beiden polizeilich Gesuchten hinzuweisen.

Die Schweiz ist Mitglied von Interpol und anerkennt den albanischen Rechtsstaat über ein Rechtshilfeabkommen. Trotzdem stellt Brodbeck den beiden Albanern, bzw. ihrem Anwalt unentgeltlichen Rechtsbeistand in Aussicht.
In Anlehnung an Roger Köppel in der WW20.09, Seite 5.
So eine Richterin ist unhaltbar, so wie diese beiden mutmasslichen Straftäter nichts in der Schweiz verloren haben.

Montag, 11. Mai 2009

Kosovo abschreiben

Die EU und die UNO haben die Untersuchung über Veruntreuung und Korruption im Kosovo bei der Nutzung von etwa 70 Mio. Euro der Union eingestellt, schreibt Daily Telegraph. Das Blatt erfährt, dass es Beweise über Stehlen, Bestechen und Verstöße gegen Vorschriften der Ausschreibungen gegeben hat, die im Kosovo von 1999 bis 2008 die EU finanziert, und die UNMIK durchgeführt hat. (Radio Srbije)

Im Kosovo herrschen weiterhin einige Clans und die oranisierte Kriminalität. Es gibt keine Rechtssicherheit. Jeder investierte Betrag ist höchst fragwürdig in dessen Wirkung.

Donnerstag, 23. April 2009

Roma-Familie "nicht integrierbar"

Die Mutter und drei Kinder einer Roma-Familie, die im Herbst 2008 untergetaucht waren, sind in den Kosovo zurückgeführt worden. Der Vater befindet sich noch immer im Strafvollzug. Das Asylgesuch der Familie war 2007 abgelehnt worden. Wie die Obwaldner Behörden am Mittwoch mitteilten, war die Familie vor zehn Jahren in die Schweiz eingereist. Die Familie habe sich «trotz grossen Anstrengungen der involvierten Behörden als nicht integrierbar» erwiesen, heisst es im der Medienmitteilung. (zisch)

Erstaunt dies? Oder hätte man von Beginn an, nichts anderes erwarten dürfen?

Donnerstag, 15. Januar 2009

organisierte, albanische Kriminalität und die Schweiz

Die grosse Anzahl albanisch-stämmiger Schweizer führt zwangsläufig zu vielfähltigen Beziehungen zwischen der Schweiz und dem Kosovo. Der Austausch von Gütern, Geldmitteln und Personen ist enorm. Als Transit- oder Endpunkt der Balkanroute für Drogenhandel und dessen Geldgewinne ist unser Land stark von der organisierten Kriminalität betroffen.

Nährboden organisierter Kriminalität, "ideale Bedingungen" im Kosovo:
  • spezielle geografische Lage
  • prekäre wirtschaftliche Situation
  • hohe Arbeitslosigkeit
  • massive Migrationsbewegungen
  • junge, nicht gefestigte staatliche Institutionen
  • ungeklärte Fragen der Grenzen im Norden --> Defizite bei Zollkontrollen, begünstigt Schmuggel
  • spezielle kulturelle Begebenheiten
  • enge Verflechtung in den Familien und Clans
Bertram Hinze, Berater Kosovo-Polizei, im Interview mit Heinrich Schneider in Swiss Peace Supporters 4/08, Seite 3ff

Montag, 3. November 2008

schon jahrelange Normalität: 10 neue Asylgesuche alle 6 Stunden

Die Strkturen von Bund und Kantonen sind auf järlich 10'000 Asylgesuche ausgelegt.
Für das Jahr 2008 rechnet das Bundesamt für Migration (BfM) mit rund 14'000 Gesuchen.
Während des Kosovokrieges 1999 war die Schweiz mit etwa 48'000 Gesuchen konfrontiert.
Andreas Schmid in der NZZaS vom 2.1.08, Seite 10.

Donnerstag, 9. Oktober 2008

Swisscoy

Zweimal pro Jahr wird die SWISSCOY regelrecht aus dem Boden gestampft. Vom einfachen Soldaten bis zum nationalen Befehlshaber (NCC) müssen jeweils geeignete Kandidaten gefunden und überprüft werden. Kaum ein anderes Schweizer Unternehmen stellt pro Jahr rund 400Personen temporär ein, die aus so unterschiedlichen Berufsgruppen stammen.
François Furer im Swiss Peace Supporter 3/08, Seite 13f


Die Swisscoy sucht wieder mal Personal und ich bin immer noch im "Personalpool Spezialkräfte", welche im Kosovo mit Radschützenpanzern, scharfer Munition und Spliterschutzwesten auf Patroullie gehen würden. (Ich kenne den Kommandanten der infantristischen Truppen im Kosovo, Ausbildungschef Schützenpanzer 2000, Major Spring, von den Umschulungskursen.) Doch von den jeweils um die 800 Bewerbern werden nur 220 genommen. Das halbe Jahr im Kosovo wäre Arbeit und würde nicht als Dienstzeit angerechnet, jedoch die beiden Vorbereitungsmonate in Stans. Doch was bringt mir das, wenn ich nur noch 2 Diensttage zu leisten habe?

Dienstag, 29. April 2008

importierte Probleme

In Emmenbrücke schiesst eine Kosovarin auf ihren Kosovo-Ehemann und verletzt ihn schwer. (zisch)
An der Langstrasse erschiesst ein Italiener den italienischen Türsteher des "Longstreet". (20min)

Das sind nicht unsere Probleme. Das sind importierte Probleme. Ich brauche das nicht. In letzter Konsequenz haben diese Misstände jene zu verantworten, welche den undurchdachten und naiven "Import" gutheissen.



Dienstag, 4. März 2008

Kosovos Unabhängigkeit

Das Völkerrecht garantiert die Souveränität eines Landes. Nach den Nato-Bombardierungen garantiert die Sicherheitsratsresolution 1244 selbige Serbien. Also ist eine einseitige Unabhängigkeit des Kosovos - ohne das Einverständnis Serbiens - nicht zulässig.
Kaum hatten die serbischen Streitkräfte das Kosovo verlassen, wurde ein massiver Feldzug zur umgekehrten ethnischen Säuberung gegen 200'000 Nicht-Albaner eingeleitet (..) Das Kosovo ist heute eines der ethnisch reinsten Gebiete Europas. (...) Gesetzlosigkeit ist weit verbreitet (...) Kosovo, mit seiner halb terroristischen, halb ultrachauvinistischen Führung (...)
Ljiljana Smajlovic, Chefredaktorin der Belgrader Tageszeitung Politika, in der WW9.08, Seite 9.


Angesichts dieser Repression wirken die sechs Sterne im neuen Wappen des Kosovos, welche für die verschiedenen Ethnien im Land stehen, sehr sarkastisch.



Wirtschaft
organisierte Kriminalität, "grassierende" Korruption (...) Drogen-, Menschen- und Waffenhandel, Diebstahl, Raub und Autoschieberei die einzigen wachsenden und profitablen Wirtschaftssektoren macht 550 Mio EUR p.a. aus = 1/4 des Bruttoinlandprodukts
Justiz
40'000 offene Strafverfahren, Korruption, Schmiergeldzahlungen, Bestechungen, Einschüchterungsversuche gegenüber Richtern und Staatsanwälten (...) Aussagewillige bilden "automatisch ein hochattraktives Attentatsziel"
Werte
"Kanun", ein mündlich überliefertes Gewohnheitsrecht aus dem 15. Jahrhundert (...) Im Mittelpunkt dieses "pseudojuristischen Ordnungssystems", das auf dem Prinzip der Grossfamilie und Altersautorität aufbaut, stehen die Begriffe "Besa" (Ehre) und "Gjakmarria" (Blutrache). Dieses "gewaltlegitimierende Ehrkonzept" ist in der Bevölkerung tief verankert und werde als "Gesetz über den Gesetzen" zur Anwendung gebracht. (...) verhindert rechtsstaatliche und demokratische Strukturen.
Führung
politisch-mafiöse Führungskaste (...) ehemaliger Ministerpräsident Ramush Haradinaj, wird mittlerweile in Den Haag den Prozess gemacht (...) Thaci, der über noch weiter reichende kriminelle Netzwerke verfüge und in Sicherheitskreisen als "noch wesentlich gefährlicher als Haradinaj" gilt.
Multikulti
"Jenseits aller politischen Rhetorik" gelte es zu konstatieren, dass der "Versuch des Aufbaus einer multiethnischen Gesellschaft im Kosovo gescheitert ist". (...) Regelmässig würden Serben mit Steinen beworfen, tätlich angegriffen, belästigt oder eingeschüchtert. Ihre Friedhöfe werden geschändet und ihre Hauswände mit Hassparolen verschmiert. Der "multiethnische Irrglaube" werde allein von jenen Funktionsträgern am Leben erhalten, "deren Arbeitserfolg unmittelbar an der Erfüllung dieses auf politischem Wunschdenken fussenden Missionsziels gemessen wird oder die über ein direktes finanzielles Interesse an der Fortführung entsprechender Förderprogramme verfügen".

Andreas Kunz in der WW9.08, Seite 10f, beruft sich auf die detaillierte Situationsanalyse (2007) des Berliner Institut für Europäische Politik zu Handen der Bundeswehr, gestützt wiederum auf mehr als 70 Experteninterviews, Fachliteratur und interne Berichte.