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Sonntag, 4. März 2012

Doch untaugliche Secondos


Secondos mit Wurzeln in der Türkei oder dem Balkan rücken zwar überdurchschnittlich zahlreich ins Militär ein, sie brechen den Dienst aber auch viel häufiger wieder frühzeitig ab. Zu diesem Schluss kommt eine Studie des Psychologisch-Pädagogischen Dienstes der Armee, über welche die «Allgemeine Schweizerische Militärzeitschrift» berichtet.Untersucht wurde der Dienstverlauf von über 800 Rekruten aus sieben Rekrutenschulen. Demnach waren Eingebürgerte türkischer und balkanischer Abstimmung zu Beginn der RS mit 5,9 Prozent deutlich stärker vertreten als in der Durchschnittsbevölkerung. Ihre Dienstmotivation entwickelte sich darauf aber «signifikant schlechter» als jene der einheimischen Rekruten. Die Zahl derer, die in der Folge aus psychologischen Gründen für dienstuntauglich erklärt wurden, war fünfmal so hoch wie bei den einheimischen Deutschschweizern.Daniel Friedli in der NZZaS vom 5.2.12, Seite 15.

Freitag, 24. Februar 2012

Kampfjets an andere Dossiers knüpfen

Ex-Bundesrat Blocher will die SVP auf eine neue Linie bringen. Man soll die Gripen-Diskussion benutzen, um die Preise von Eurofighter und Rafale zu drücken. Zudem soll der Kauf der deutschen oder französischen Flugzeuge laut Blocher mit den heiklen EU-Verhandlungsdossiers verknüpft werden. ­Konkret: Die EU verzichtet auf eine weitere Drangsalierung der Schweiz im Steuerstreit (Holdings). Die EU akzeptiert die Abgeltungssteuern und unterschreibt ein Energieabkommen ohne institutionelle Mehreinbindung der Schweiz in die EU. Deutschland gibt beim Fluglärm nach. Erst dann ist die Schweiz bereit, den Milliardenauftrag für die Kampfjets abzusegnen.
Roger Köppel in der WeWo7.12., Seite 5.

Donnerstag, 13. Oktober 2011

2.5bnUSD US-Unterstützung für Israels Armee


Die US-Regierung hätte die Macht, Israel wenigstens zu minimalen Änderungen der Siedlungspolitik zu bewegen. Der jüdische Staat erhält pro Jahr rund zweieinhalb Milliarden Dollar allein an Militärhilfe. 
Obama Stabchef, Emanuel Rahm, 50, wird von den meisten Arabern für einen israelischen Agenten gehalten: Emanuel ist der Sohn eines zionistischen Untergrundkämpfers und diente, trotz amerikanischer Staatsbürgerschaft, in der israelischen Armee, als ziviler Freiwilliger. 
Gregor Peter Schmitz, Christoph Schult und Bernahrd Zand im Spiegel 11/2010, Seite 90ff.

Mittwoch, 14. September 2011

Machtpolitik in Rom

Geschehen wird, was die wollen, die die Macht haben, und die Macht wird immer bei den Waffen sein.
Cicero
Unsere Vorfahren führten Krieg, nicht um die Freiheit zu gewinnen, sondern um zu herrschen.
Cicero
Hände, die man zum Regieren braucht, aber zugleich fürchten muss, beschwert man mit Gold und schmückt sie mit allen äussern Attributen der Macht.

Werner Dahlheim in der WeWo36.11, Seite 48ff.

Mittwoch, 10. August 2011

China: erzogene Disziplin

Sommerferien...militärisches Jugendlager...Ohrfeige...keuchend...Klettergerüst...Camouflage-T-Shirt...Ernst des Lebens...Anlage «Chinesischer Weltraumstützpunkt»...Hindernisparcours...fahren Panzer und schiessen mit Gewehren...Disziplin lernen...8-18Jahre alt...260 CHF pro Woche

«Kinder wachsen heute viel zu verwöhnt auf und wissen gar nicht mehr, was es bedeutet, Bitternis zu ertragen.» auf Chinesisch «chi ku», «Bitternis essen» ist in der Volksrepublik zu einer pädagogischen Obsession geworden. Eltern, Lehrer und Medien klagen gleichermassen über die verweichlichte Jugend, die in Wohlstand aufwachse wie keine chinesische Generation vor ihr und die schweren Zeiten nur noch aus Erzählungen kenne. Dabei sehen die Chinesen gerade ihre Leidensfähigkeit als eine ihrer wertvollsten Charaktereigenschaften. Das chinesische Wirtschaftswunder gilt vielen als Resultat jahrzehntelanger Armut, die das Volk gestählt habe. Viele Eltern halten es deshalb für notwendig, ihre Kinder den Ernst des Lebens erfahren zu lassen.

Bernhard Bartsch in der NZZaS vom 07.08.2011, Seite 4.

Samstag, 16. Juli 2011

Armeebeförderungen nur für kämpfende Truppen – und sicher nicht für Frauen

Je grösser die Wahrscheinlichkeit, dass eine Waffengattung, Abteilung oder Einheit in den Kampf zieht, desto geringer ist der Frauenanteil.

Es ist schon immer so gewesen: Wo Frauen sind, wird nicht geschossen, und wo geschossen wird, sind so gut wie keine Frauen.

US-Armee
  • 16% Frauenanteil
  • 7% Frauenanteil bei den im Irak stationierten amerikanischen Truppen (2003-2010)
  • 2% Frauenanteil bei den Gefallenen
Mit anderen Worten, Männer waren achtmal gefährdeter als Frauen, die die gleiche Uniform trugen und denselben Status genossen. Die Verluste bei den privaten Sicherheitsfirmen, die praktisch ausnahmslos Männer beschäftigen, sind hier noch gar nicht mitgezählt.

Israelische Armee
  • 26% Frauenanteil
  • Da sehr wenige Frauen Reservedienst leisten, sinkt dieser Anteil im Kriegsfall.
  • Unter den rund 130 israelischen Soldaten, die 2006 im zweiten Libanonkrieg getötet wurden, war nur eine Soldatin.
Im Ernstfall, das heisst im Gefecht, leisten Soldatinnen ihren Beitrag nicht.

Seit der Zeit, als die Römer tapfere Kämpfer zu Zenturionen ernannten, sind solche Beförderungen fast immer denjenigen zuteilgeworden, die sich im Kampf hervorgetan haben. Man ging davon aus, dass nur derjenige, der selbst sein Leben eingesetzt hat, das Recht haben solle, andere auf dem Schlachtfeld zu befehligen.

Bis heute werden in allen modernen Steitkräften (mit Ausnahme der Schweizer Armee, die in den letzten zwei Jahrhunderten kaum einen Schuss abgegeben hat) vorzugsweise Angehörige der kämpfenden Truppe befördert. Diese Praxis erscheint sinnvoll und moralisch gerechtfertigt. Schliesslich sollte kein Kommandeur seinen Untergebenen etwas befehlen, was er nicht schon viele Male selbst getan hat.

Die Präsenz von Frauen in modernen Armeen, so eindrucksvoll sie auch jenen erscheinen mag, die mit der militärischen Realität nicht vertraut sind, ist im Grunde genommen eine Farce.

Frauen geniessen unerhörte Privilegien.

Martin van Creveld, Militärhistoriker, in der WeWo27.11, Seite 46f.

Montag, 27. Juni 2011

Macht eine Waffenausbildung Pfadfinder zu Gewaltverbrechern?

For those that don't know Major General Peter Cosgrove, this gentleman is an Australian.

General Cosgrove was interviewed on the radio recently. Please follow his reply to the lady who interviewed him concerning guns and children. Regardless of how you feel about gun laws you have to love this! This is one of the best comeback lines of all time.

In a portion of an ABC radio interview between a female broadcaster and General Cosgrove who was about to sponsor a Boy Scout Troop visiting his military Headquarters.

FEMALE INTERVIEWER:
So, General Cosgrove, what things are you going to teach these young boys when they visit your base?

GENERAL COSGROVE:!
We're going to teach them climbing, canoeing, archery and shooting.

FEMALE INTERVIEWER:
Shooting! That's a bit irresponsible, isn't it?

GENERAL COSGROVE:
I don't see why, they'll be properly supervised on the rifle range.

FEMALE INTERVIEWER:
Don't you admit that this is a terribly dangerous activity to be teaching children?

GENERAL COSGROVE:
I don't see how. We will be teaching them proper rifle discipline before they even touch a firearm.

FEMALE INTERVIEWER:
But you're equipping them to become violent killers.

GENERAL COSGROVE:
Well, Ma'am, you're equipped to be a prostitute, but you're not one, are you?

The radiocast went silent for 46 seconds and when it returned, this interview was over.

Mittwoch, 20. April 2011

Simon Murray

Simon Murray (born 25 March 1940) is a British businessman, adventurer,[1] author, and former French Foreign Legionnaire. He was the oldest man to reach the South Pole unsupported, at the age of 63.

  • geboren in einer Familie mit militärischer Tradition, vermögend
  • 1960 von englischer Privatschule geflogen
  • Fremdenlegion: mehrere Jahre im Algerienkrieg als Fallschirmspringer
  • eigene Unternehmung Daveham Investments, Industrieprojektberatung
  • 1984 Verkauf von Davenham an Li Ka-Shing, in wessen Firma Hutchison Whampoa er Managing Director wurde
  • gründete Mobilfunkgesellschaft Orange und verkaufte diese an Mannesmann für 33 bnUSD
  • 1994-1998 Chairman of Deutsche Bank Group in Asien
  • Chairman of Glencore
  • Marathon des Sables mit 60 Jahren
  • Südpolexpedition mit 64 Jahren

He has been awarded the CBE (Commander of the British Empire) by H.M. The Queen, and the Order of Merit of the French Republic and is a “Chevalier de La Legion d’Honneur”. He holds an Honorary Degree in law, from Bath University and attended the (SEP) Stanford Executive Programme in the US.

Wiki

Donnerstag, 31. März 2011

Emanzipation ist zu einem destruktives Anspruchsverhalten verkommen

Fragen
  • Für Frauen gibt es Anlaufstellen wie Sand am Meer, die sich für sie einsetzen. Aber wer schaut für Männer, dass auch sie zu ihrem Recht kommen?
  • Wieso etwa müssen Frauen weniger lang arbeiten als Männer, zumal die Männer im Durchschnitt sowieso früher als Frauen sterben?
  • Und wieso müssen Frauen keinen Militärdienst leisten?

Frauenhäuser

In diesen Frauenhäusern werden die Frauen oft von Feministinnen unterstützt, sie erhalten Tipps, was sie machen müssen, damit sie bei der Scheidung dem Vater die Kinder wegnehmen können oder besser dastehen vor Gericht. Das kann es nicht sein. Frauenhäuser werden auch über Steuergelder finanziert. Wir sehen nicht ein, wieso diese Hetze gegen den Mann vom Steuerzahler mitgetragen wird.


Feminismus hat nichts mit Gleichberechtigung zu tun. Die Emanzipation hat sich zu einem destruktiven Anspruchsverhalten entwickelt. Also zu einer Privilegierung der Frauen auf Kosten der Männer.

Tagi

Montag, 21. Februar 2011

Warum eine Offiziersschule eine brauchbarere Qualifikation ist als ein Doktortitel


Ausgangslage: Der allseits beliebte und erfolgreiche Verteidigungsminister Deutschlands Karl-Theodor zu Guttenberg hat Teile seiner Dissertation aus nicht zitierten Quellen. Damit verstösst er gegen eines der höchsten Gesetze der Wissenschaftlichkeit.

Einwand von dzi:

- Sowie Karrieren in der Armee... Solange die Besten danach streben, sind sie ein Indikator der Fähigkeiten.

- Armee, vor 40 Jahren - die Besten; jetzt - eine bessere Arbeitslosenversicherung

- Doktorate, vor 10-20 Jahren - Joe Ackermann und Co; jetzt - immer noch viele Gute...

Einspruch: Die zentrale Frage ist, woher kommen mehr brauchbare Leute?

Dr-Titel werden zu einem grossen Teil an Mediziner vergeben. Deren Mehrwert ist oft gering. Der Versorgungsstand in der Schweiz erfüllt bei weitem auch ohne den Diss-Aufwand den medizinischen Minimalstandard. Was darrüber hinausgeht führt in seltenen Fällen zur Verbesserung der Menschheit im sichersten Fall jedoch zu Mehrkosten im Gesundheitswesen.

Es gibt auch Naturwissenschaftler, welche doktorieren. Das sind wesentlich weniger und deren Aussicht auf bahnbrechende Innovationen / Quantensprünge ist massiv höher.

Und dann gibt es da noch die Sozial- und Geisteswissenschaften: Hier werden auch viele Doktortitel vergeben. Jedoch handelt es sich nicht um eine binäre, wahr-falsch, 1-0 Wissenschaft. Es werden keine neuen Tatsachen geschaffen sondern lediglich Thesen erzählt. Und genauso kann man das Gegenteil behaupten, umfangreich umschreiben und dafür die "höchsten akademischen Würden" ernten. Diese sind deshalb fragwürdig.

Im Gegensatz zu einer Offiziersschule: Auch hier muss man allerdings die verschiedenen Schulen unterscheiden: Versörgeler, Teliphönler oder Sanitüten: Klar hebt sich dort der Offiziersstand auch vom Fussvolk ab, jedoch nicht gleich und auf einem tieferen Niveau wie bei anderen Waffengattungen wie Infantrie, MLT, Fliegertruppen oder Artillerie - den Hauptkampfmitteln der Armee.

Man lernt zu strukturieren und planen, ist fähig vor ein paar Leuten eine Idee klar zum Ausdruck zu bringen und hat ein systematisches Vorgehen. Es ist mir immer wieder eine Freude, mit Offizieren zusammenzuarbeiten. Die fail-rate ist wesentlich geringer als bei Doktoren, insb. von "irgendwelchen" Sozialwissenschaften...

Samstag, 25. Dezember 2010

Bushs Scheitern im Irak

Mutiges Einstehen für Freiheit, Sicherheit und Demokratie oder katastrophale Fehlkalkulation? Unbestritten ist, dass der Blitzkrieg zu einem raschen Ende des Schreckensregimes führte und dass viele der befürchteten Folgen – brennende Ölfelder, Flüchtlingsströme, Aufstand der arabischen Völker – ausblieben.

Ebenso unbestritten ist, dass nach dem anfänglichen militärischen Erfolg das amerikanische Bemühen um Wiederherstellung der Ordnung und um den Aufbau eines friedlichen, demokratischen Irak kläglich scheiterte. Mitte 2006 war das Land praktisch in Anarchie verfallen und steuerte auf einen blutigen Bürgerkrieg zu.
Hanspeter Born in der WeWo46.10, Seite 52ff.

Donnerstag, 13. Mai 2010

CVP-Basis

Eine Online-Umfrage bei der CVP ergab:
  • Die CVP-Basis betont zwar Humanität und Ethik, lehnen es jedoch ab, eine Partei der Kriche oder Gottes zu sein.
  • Gegen einkommenabhängige Krankenkassenprämien
  • Für die Ausweisung von straffälligen Asylanten
  • Gegen die Adoption von Kindern durch gleichgeschlechtliche Paare
  • Sozialstaat soll nicht weiter ausgebaut werden
  • Das Militär nicht mehr Geld erhalten
  • Nicht unnötig festklammern an der Unterscheidung zwischen Steuerhinterziehung und –betrug
  • Studenten sollen ihre Stipendien zurückbezahlen
Katharina Bracher in der NZZaS vom 25. April 2010, Seite 15.

Sympahtiebonus für Indianer

Falls Sie dies schönfärberisch finden: Es war der ungelenke deutsche Finanzminister, der mit seiner Wildwestmetapher die Sympathien unfreiwillig zugunsten der Schweiz verteilt hat. Denn die Indianer sind seit Karl May die Sympathieträger der Welt. Sie sind die Guten und Gerechten. Sie können Fährten lesen, wissen umsichtige Häuptlinge in ihrer Mitte und haben eine warmes Bärenfell für eisige Nächte. Die Kavalleristen dagegen sind dümmliche Befehlsempfänger, die von fernen Generalstäben geführt werden und im Nachtlager frieren. Leider gibt es viel mehr Kavalleristen als Indianer

Samstag, 27. März 2010

Einschätzung der Bedrohung

...ist eine schwierige Sache, wie die publizierte Europakarte von André Blattmann bewies. Doch auf was müsste man achten? Hier waren seine Vorschläge gar nicht so abwägig:
Aufgelistet und erörtert werden unter anderem Naturkatastrophen, militärische Angriffe, Nötigung mit wirtschaftlichen Mitteln, Hacker-Attacken, Terrorismus, organisiertes Verbrechen, Zerfall staatlicher Strukturen, sogenannte "failed states".
In der Blattmann-Analyse wird umgehend angefügt, dass die Eintretenswahrscheinlichkeit nicht exakt bestimmbar ist.
Stefan Bühler und Andreas Schmid in der NZZaS vom 21.03.10, Seite 11.

Schwule Mitschuld an Massaker

Holland ist empört: Ein Ex-US-General behauptete gestern, das Massaker von Srebrenica sei nicht verhindert worden, weil schwule holländische Soldaten im Einsatz waren, was die Truppen-Kampfmoral schwächte.
rtlnieuws.nl aus Blick am Abend, vom 9.03.10, Seite 2.
Schwule und Frauen sollen ins Militär dürfen - aber nicht zu den Kampftruppen.

Die 5 künftigen Kriegsräume

  1. Weltall: gigantisches Aufrüsten, moderne Waffen, GPS, etc.
  2. Luft: Kampfflugzeuge, Drohnen, Raketen
  3. Boden: Vernetzte und selbsständige Gruppen mit einfachen Mitteln stellen, hoher Opfer- und Gewaltbereitschaft stellen modere Grossarmeen vor unlösbare Aufgaben
  4. Meere: lebenswichtige Transportwege, China investiert Unsummen in Häfen und Flotte
  5. Cyberspace: Netzkrieg, Hackerattacken aus China
Beni Gafner im Sonntag vom 21.03.2010, Seite 15.

Kriegsvorstellungen von 5 Generationen

  1. 40er: Weltkrieg, Aktivdienst, der Vater verabschiedet sich von Heim und Familie: "Ihr müsst jetzt für Euch selber schauen. Wann ich zurückkomme, weiss ich nicht."
  2. 60er: Kalter Krieg: bipolare Welt, Kampf der verbundenen Waffen, Panzerschlachten und drohender Atomangriff
  3. 90er: Friedenssoldaten: kämpfen nicht sondern helfen, retten, schützen. Demokratie, Rechts- und Wirtschaftsordnung für kriegerische Rückständige
  4. 9/11: Bekämpfung von Terror: Fehlannahme, dass das Böse lokalisierbar und auszumerzen ist.
  5. Zukunft: Strategisches Denken in Szenarien und Möglichkeiten
Beni Gafner im Sonntag vom 21.03.2010, Seite 15.

Sonntag, 28. Februar 2010

Schweizer Begeisterung für Deutschland (1912)


Harvard kopierte die deutschen Vorbilder: Berlin, Heidelberg, Göttingen, Breslau. Es waren Namen, die klangen wie heute Yale, Stanford oder Princeton.

Niemand wurde in der Schweiz daher mehr bewundert als der deutsche Professor, der deutsche Ingenieur, der deutsche Unternehmer, aber auch der deutsche Offizier. (…) Im deutschschweizerischen Bürgertum, das sich zwar nach wie vor für liberal hielt, gehörte es bald zum guten Ton, alles Deutsche zu imitieren. (…) deutsche Architekten (…) Dienstmädchen aus Deutschland
Markus Somm in der WeWo7.10.

Ein bezeichnendes Zeichen für das Erlahmen des schweizerischen Nationalgefühls ist das Verhältnis der sogenannten besseren Kreise zur ihrer Mundart – dem Schwyzer-Dütsch. Dieses ist eine schöne, altertümliche, männliche Sprache mit viel dichterischer Ausdruckskraft. [] In der jetzigen Zeit beginnen einige fortschrittliche Schweizer sich des Schwyzer-Dütsch zu schämen.
Am 27. November 1909 schrieb der britische Militärattaché in Bern, Oberst Delmé-Radcliffe, nach London

Oh, sie dürfen nicht glauben, wir seien so ungebildete Bauern, dass wir in der Schriftsprache nicht ebenso zuhause wären.
Ein schweizerischer Artillerie-Oberst entschuldigt sich bei einem anwesenden englischen Offizier

9 Mitnahmesuizide mit der Armeewaffe in 23 Jahren

Eine Nationalfondsstudie betrachtete Mitnahmesuizide zwischen 1984 und 2004:
  • Anzahl: 75
  • Schusswaffen im Einsatz: 57 (3/4)
  • Armeewaffe im Einsatz: 14 Fälle (19, bzw. 25%), und hier dürften sich die Autoren verzählt haben. Richtig wären 13 Fälle
In 3 Fällen richtete der Täter nur sich selbst, nicht aber die Opfer mit der Armeewaffe.

Alex Baur in der WeWo7.10, Seite 37 zitiert die Nationalfondsstudie Silke Grabherr et al.: Homicide-Suicide Cases in Switzerland and Their Impact on the Swiss Weapon Law. American Journal of Forensic Medicine and Pathology. Volume 31, Nummer 1, 2010

Homo-Armee?


In den USA wird eine Debatte darüber geführt, ob bekennende Homosexuelle nicht mehr aus der Armee ausgeschlossen werden sollen. Auf den Punkt gebracht:
Verfügt ein schwuler General über genügend Ansehen, Autorität und militärische Strahlkraft?

Die in jüngster Zeit gern verteufelte oder gar verlachte Macho-Kultur gehört zur Armee wie die Gymnastik zu einem Damenturnverein. In der politischen Diskussion warf man Grenadieren und anderen Elitetruppen vor, sie gebärdeten sich als „Rambos“. Aber was, bitte, sollten sie denn sonst sein?
Philipp Gut in der WeWo6.10, Seite 9.