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Mittwoch, 14. September 2011

Machtpolitik in Rom

Geschehen wird, was die wollen, die die Macht haben, und die Macht wird immer bei den Waffen sein.
Cicero
Unsere Vorfahren führten Krieg, nicht um die Freiheit zu gewinnen, sondern um zu herrschen.
Cicero
Hände, die man zum Regieren braucht, aber zugleich fürchten muss, beschwert man mit Gold und schmückt sie mit allen äussern Attributen der Macht.

Werner Dahlheim in der WeWo36.11, Seite 48ff.

Montag, 24. November 2008

Achmadinedschads Vorbehalte gegenüber Zionisten

Achmadinedschad sprach vor der UNO-Vollversammlung:
Auf der einen Seite, belehrte er die Delegierten aus aller Welt, stünden «die Würde, die Integrität und die Rechte der amerikanischen und europäischen Völker» und auf der anderen Seite deren ewiger Feind: «die kleine, aber hinterlistige Zahl von Leuten namens Zionisten».
Obwohl sie nur eine unbedeutende Minderheit seien, «beherrschen sie in einer tückischen, komplexen und verstohlenen Art und Weise einen wichtigen Teil der finanziellen Zentren sowie der politischen Entscheidungszentren einiger europäischer Länder und der USA». Zionistische Juden seien weltweit derart einflussreich, dass selbst «einige Präsidentschafts- oder Ministerpräsidentschaftskandidaten gezwungen seien, diese Leute zu besuchen, an ihren Zusammenkünften teilzunehmen und ihnen Treue zu schwören, um finanzielle und mediale Unterstützung zu erhalten».
Doch auch «die grossen Völker Amerikas und verschiedene Nationen in Europa» seien im jüdischen Griff: Sie «müssen einer kleinen Zahl habgieriger und aggressiver Leute gehorchen. Obwohl sie es nicht wollen, überlassen diese Nationen ihre Würde und ihre Ressourcen den Verbrechen des zionistischen Netzwerks.»
Matthias Küntzel in der WW40.08, Seite 19.
Danach ging er noch zu Larry King und gab der New York Times ein Interview.

Montag, 1. Oktober 2007

abergläubige Burma-Militärs

Der Aberglaube unter Burmas Militärregenten hat Tradition. Seit Beginn der Militärdiktatur 1962 sind die Juntamitglieder überzeugt, dass Wahrsagerei den Fortbestand ihre Herrschaft sichere. Jeder Clan innerhalb des Militärregimes hat seinen Familien-Astrologen. Und die Armee beschäftigt ihre eigenen Tierkreis-Experten.

Der erste Diktator Ne Win, der die Massaker von 1988 befahl und danach abtrat, glaubte dermassen an das Glück von Zahlen, dass Burma von der Ne-Wins-Glückszahl neun beherrscht werden sollte. Die Geldscheine über 10, 50 oder 100 Kyat wurden abgeschafft und durch solche über 9, 45 und 90 Kyat ersetzt. Nur weil diese Zahlen durch neuen teilbar sind. Praktisch über Nacht liess Ne Win den Linksverkehr auf Burmas Strassen zu Rechtsverkehr umstellen. Ein Wahrsager hatte ihn dazu ermahnt. Ne Win war so abergläubisch, dass er sogar rückwärts über Brücken ging.

Daniel Kestenholz in der SonntagsZeitung vom 30.09.07, Seite 11.