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Freitag, 23. April 2010

Pornos prägen Rollen

Wenn sich Jugendliche im Internet Pornos anschauen, dann prägt sich bei ihnen eher ein altmodisches Frauen- und Männerbild aus. Das hat eine Befragung junger Menschen durch die niedersächsische Landesmedienanstalt ergeben. Während viele Sexualkontakte bei Knaben als cool gelten, würden Mädchen als Schlampen abqualifiziert. Für Jugendliche gehören die kostenlos zugänglichen Sex-Filme auf dem Computer oder dem Handy heute oft zum Alltag - tatsächlich haben sie aber eher weniger Sex als Jugendliche früher. Die Studie kommt zum Schluss, dass der vor allem bei Knaben verbreitete Konsum von Internet-Pornos negative Folgen haben kann. Junge Männer sähen sich beim Sex unter Leistungsdruck, junge Frauen eiferten einem übertriebenen Schönheitsideal nach.
Patrick Imhasly in der NZZaS vom 18.04.10, Seite 58.

Samstag, 27. März 2010

Kriegsvorstellungen von 5 Generationen

  1. 40er: Weltkrieg, Aktivdienst, der Vater verabschiedet sich von Heim und Familie: "Ihr müsst jetzt für Euch selber schauen. Wann ich zurückkomme, weiss ich nicht."
  2. 60er: Kalter Krieg: bipolare Welt, Kampf der verbundenen Waffen, Panzerschlachten und drohender Atomangriff
  3. 90er: Friedenssoldaten: kämpfen nicht sondern helfen, retten, schützen. Demokratie, Rechts- und Wirtschaftsordnung für kriegerische Rückständige
  4. 9/11: Bekämpfung von Terror: Fehlannahme, dass das Böse lokalisierbar und auszumerzen ist.
  5. Zukunft: Strategisches Denken in Szenarien und Möglichkeiten
Beni Gafner im Sonntag vom 21.03.2010, Seite 15.

Sonntag, 14. Februar 2010

Siegeszug der weiblichen Vorstellung über Beziehungen

Tiger is the man! Ich würde all die heissen Frauen auch vögeln, wenn ich sie bekäme, verdammt!
Ein anonymer Kommentator im Internet, zitiert von Beatrice Schlag in der WeWo5.10, Seite 48.
Eine "Sextherapie" ist fehl am Platz. Gleich wie die Ausschweifungen von Chelsea-Star John Terry mit der Freundin eines Teamkollegen oder Berluscoins Abenteuer keiner Rechtfertigung benötigen. Was mach jedoch mal diskutieren sollte, ist die Marginalisierung männlicher Werte und den Siegeszug der weiblichen Vorstellung über Beziehungen.

Donnerstag, 30. Oktober 2008

nicht mehr fassbare Finanzdimensionen

Ende 2007 betrugen die ausstehenden Finanzderivate, selbst konservativ geschätzt, 400 000 000 000 000 Franken: Das sind 400 Billionen, eine Vier mit vierzehn Nullen. Dieser Wert enspricht dem siebenfachen Bruttosozialprodukt der Welt. In diesen Sphären tummelt sich die Finanzindustrie. "Geld ist abstrakt geworden, weil es in grossen Dimensionen keinen erlebbaren Gegenwert mehr hat", sagt Georg Krayer, der frühere Präsident der Schweizerischen Bankiervereinigung.
Claude Baumann und Werner E. Rutsch in der WW43.08, Seite 24f.

Sonntag, 5. August 2007

Militär, die zweite

Am Freitag wurde ordentlich eingesoffen in Sursee und weitergezecht in Luzern. Von Samstag auf Sonntag war ich am Brienzersee Rock Festival. War noch lustig. Ich bin schon ein bisschen ein Rocker :-). V.a. findet man sehr wenige Kulturfremde da, also ist super Stimmung ohne Konflikte garantiert.

Morgen gehts ab in den WK. Ich mache schon den zweiten WK dieses Jahr. Momentan habe ich noch 39 Diensttage zu leisten, d.b. dass dies also mein zweitletzter WK ist :-D.

Morgen oder Übermorgen kriege ich Bescheid, ob mein Vorstellungsblablabla erfolgreich war. Werde dies entsprechend aber erst nächstes Wochenende posten können.

Seehüsliparty is coming soon!

Donnerstag, 2. August 2007

Vorstellungsblablabla

Jetzt war ich gerade an einem Vorstellungsgespräch, bzw. an vieren, denn mit jedem, der etwas von mir wissen wollte, sprach ich persönlich und alleine. Entsprechend wollten auch alle etwa dasselbe wissen. Wie heisst es so schön?

In den ersten 30 Sekunden entscheidet sich, ob man den Typen einstellen will oder nicht.

Und zu diesem Zeitpunkt hat das Interview noch gar nicht angefangen. Was dann folgt bewegt sich in gesetzlichen Leitplanken (man darf ja nicht alles fragen) und ist damit berechenbar. Der Interviewer stellt eine Frage, die ich kenne und ich gebe die Antwort, die er hören will. Ich mache da schon mit, doch so berauschend finde ich das nicht.

Ok, war ja nicht gerade der Top-Shot-Job, bei dem ich mich da beworben habe. Auf der anderen Seite gibt es Unternehmungen wie McKinsey, da können sogar Leute mit Top-Abschlüssen Bewerbungen einsenden und blitzen ab, weil sie einfach ein ganz klar definiertes Profil suchen. Hat man dies nicht, kann man nicht einmal Hallo sagen gehen. Das sind zwar klare Verhältnisse, doch welchen Typ Mensch zieht man damit an? Wie ist das Arbeitsumfeld? Wohl kaum entspannt und locker.

Die beiden verschiedenen Rekrutierungsformen erfüllen ihren Zweck. Ich bin halt lieber der Gspröchli :-).