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Sonntag, 4. März 2012

Doch untaugliche Secondos


Secondos mit Wurzeln in der Türkei oder dem Balkan rücken zwar überdurchschnittlich zahlreich ins Militär ein, sie brechen den Dienst aber auch viel häufiger wieder frühzeitig ab. Zu diesem Schluss kommt eine Studie des Psychologisch-Pädagogischen Dienstes der Armee, über welche die «Allgemeine Schweizerische Militärzeitschrift» berichtet.Untersucht wurde der Dienstverlauf von über 800 Rekruten aus sieben Rekrutenschulen. Demnach waren Eingebürgerte türkischer und balkanischer Abstimmung zu Beginn der RS mit 5,9 Prozent deutlich stärker vertreten als in der Durchschnittsbevölkerung. Ihre Dienstmotivation entwickelte sich darauf aber «signifikant schlechter» als jene der einheimischen Rekruten. Die Zahl derer, die in der Folge aus psychologischen Gründen für dienstuntauglich erklärt wurden, war fünfmal so hoch wie bei den einheimischen Deutschschweizern.Daniel Friedli in der NZZaS vom 5.2.12, Seite 15.

Freitag, 23. April 2010

Muslime in Schweizer Armee

Seit geraumer Zeit regelt die Schweizerische Armee den priviligierten Umgang mit jüdischen Armeeangehörigen. Da es nun immer mehr muslimische Wehrpflichtige gibt (der Migrationspolitik sei dank), fühlt sich die Armee nun auch verpflichtet, dies zu reglementieren. Dabei stützen sie sich auf Allah persönlich. Muslime, welche bereits die RS absolviert haben, haben nämlich von ihm erfahren, dass sie mit Allah ein Abkommen treffen können, dass es für ihn akzeptabel ist, während des Militärdienstes lediglich einmal täglich zu beten. Und so einen Seich schreiben wir in offizielle Reglemente!

Neben Wünschen nach speziellen Gerichten und Feiertagen sind auch die muslimischen Gebetszeiten ein Thema. Das Merkblatt für die Rekruten weist darauf hin, dass die Pflichtgebete nach Dienstschluss in einem Gebet zusammengefasst werden sollen. «Das ist möglich», sagt Bolliger. Er bezieht sich dabei auf die Muslime, die bei der Erarbeitung der Merkblätter beteiligt waren und die RS absolviert haben. Diese hätten bestätigt, dass ein Muslim vor der RS mit Allah ein Abkommen treffen könne, während des Militärdienstes statt fünfmal täglich nur einmal zu beten. Für Gebete von Angehörigen aller Religionen stellt die Armee geeignete Räume zur Verfügung.
Matthias Herren in der NZZaS vom 18.04.10, Seite 10.

Montag, 10. November 2008

Armee-Probleme

Das VBS listet auf neun Seiten in kleiner Druckschrift die aktuellen 7 Probleme der Armee auf:
  1. Finanzen (das Budget sollte weniger für Investitionen, mehr für die Betriebsausgaben verwendet werden)
  2. zu starke Reduktion der Logistik - nicht mehr in der Lage ihre Aufgabe zu erfüllen
  3. geringe Arbeitszufriedenheit der Berufsmilitärs
  4. zu wenig effektive und effiziente Führungsstruktur sowie
  5. nicht kompatible Computersysteme (diese beiden Punkte allerdings gestützt lediglich auf eine Armeestabsübung, Stabilo 07)
weiter noch - was ich nicht wirklich nachvollziehen kann und auf eine falsche Selektion seitens der Armee zurück führe:
6. Milizkader: Pro Jahr lassen sich nur rund 1000 Leutnants rekrutieren, nötig wären 1240. Bei Kommandanten und Stabsoffizieren sind es 300 statt 450.
7. Friedensförderung: Eine Mehrheit des Parlaments wünscht mehr Friedenstruppen, doch dafür gibt es weder genügend Berufsmilitärs noch ausreichend freiwillige Milizangehörige.
Markus Häfliger in der NZZaS vom 9.11.08, Seite 12.

Donnerstag, 2. August 2007

Vorstellungsblablabla

Jetzt war ich gerade an einem Vorstellungsgespräch, bzw. an vieren, denn mit jedem, der etwas von mir wissen wollte, sprach ich persönlich und alleine. Entsprechend wollten auch alle etwa dasselbe wissen. Wie heisst es so schön?

In den ersten 30 Sekunden entscheidet sich, ob man den Typen einstellen will oder nicht.

Und zu diesem Zeitpunkt hat das Interview noch gar nicht angefangen. Was dann folgt bewegt sich in gesetzlichen Leitplanken (man darf ja nicht alles fragen) und ist damit berechenbar. Der Interviewer stellt eine Frage, die ich kenne und ich gebe die Antwort, die er hören will. Ich mache da schon mit, doch so berauschend finde ich das nicht.

Ok, war ja nicht gerade der Top-Shot-Job, bei dem ich mich da beworben habe. Auf der anderen Seite gibt es Unternehmungen wie McKinsey, da können sogar Leute mit Top-Abschlüssen Bewerbungen einsenden und blitzen ab, weil sie einfach ein ganz klar definiertes Profil suchen. Hat man dies nicht, kann man nicht einmal Hallo sagen gehen. Das sind zwar klare Verhältnisse, doch welchen Typ Mensch zieht man damit an? Wie ist das Arbeitsumfeld? Wohl kaum entspannt und locker.

Die beiden verschiedenen Rekrutierungsformen erfüllen ihren Zweck. Ich bin halt lieber der Gspröchli :-).