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Donnerstag, 31. März 2011

Afghanen: faul, korrupt, unfreundlich

Unkenntnis, träge, faul, dumm, korrupt, sexistisch, Opferverliebtheit, Ansprüche stellend, Hang zu bewaffneten, gewalttätigen Lösungen, undankbar, kein Durchhaltewille, arbeitslos, unbegründeter Stolz und Ehre, unverlässlich, nicht hilfsbereit oder gastfreundlich, islamistisch-traditionalistisch
...so ähnlich die Beurteilungen zur Bevölkerung von Afghanistan aus Sicht des gutmenschilchen NZZaS-Reporters Christoph Zürcher, 27.03.2011, Seite 83ff.

Mittwoch, 16. Februar 2011

feige Frauen flüchten in traditionelle Rolle

Hormongebeutelte Wohlfühlwesen seien wir Frauen, zu bequem, um für sich selber zu sorgen, zu faul, um berufliche Ziele zu verwirklichen. Statt uns im Arbeitsleben, in freier Wildbahn gegen die Männer durchzusetzen, machten wir es uns lieber in der traditionellen Rolle gemütlich. Dass so wenig Frauen in wirtschaftlichen Spitzenpositionen zu finden sind, liegt also nicht an der berühmten gläsernen Decke, sondern daran, dass die Frauen gar nicht erst unter der gemütlichen Bettdecke hervorkriechen, um sich die Hände im wirtschaftlichen Wettbewerb schmutzig zu machen. Nach dem Studium wird eine Familie gegründet, schnappt die Mutterfalle zu, taumeln die Frauen auf einer Latte-Machiato-Rampe ins Nichts. Weil sie zu feige sind.

Die These, dass die Frauen sich selber im Weg stehen ist nicht ganz neu und hat natürlich einen wahren Kern. Wir wissen, dass Frauen nicht nur keine Karriere machen können, weil es ungünstige Strukturen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie gibt. Sondern dass sie es vielfach auch einfach nicht wollen. Oder nicht genug wollen. Allerdings ist daran nicht nur die «Mutterfalle» schuld, sondern auch andere Dinge. Vielen Frauen ist ein gepflegtes Sozialleben und persönlicher Freiraum wichtiger als Status und Geld, weshalb sie vor dem Opfer an privater Zeit, das jede Karriere einfordert, zurückschrecken.

Ideologisch gesehen ist es natürlich ganz schlecht, wenn die Frauen, die so lange dafür gekämpft haben, nicht an den Herd verbannt zu werden, nun freiwillig seinen Trost suchen. Das zementiert die Geschlechterrollen,

Volkswirtschaftlich macht es wenig Sinn, Frauen durchs kostenintensive Bildungssystem zu schleusen, nur damit sie dann jahrelang auf Spielplätzen herumhängen.

Michèle Binswanger im Mamablog, sinniert über das Buch von Bascha Mika: «Die Feigheit der Frauen: Rollenfallen und Geiselmentalität. Eine Streitschrift wider den Selbstbetrug», C. Bertelsmann Verlag, 256 Seiten

Dienstag, 16. November 2010

Italiens verwahrloste Kulturgüter

Ein Besucher und zehn Museumsaufseher. Staatliche Kontrolleure wollten nicht glauben, dass so eine Misswirtschaft überhaupt möglich ist. Keinen Euro mehr nahm die archäologische Ausgrabungsstätte Ravanusa, unweit der Tempel von Agrigent, im vergangenen Jahr ein, denn ihrem einzigen Besucher gewährten die Beschäftigten freien Eintritt vor Begeisterung. Auf 350 000 Euro beliefen sich allerdings die Ausgaben für Gehälter und Pflege des Freilichtmuseums.
Patricia Arnold in NZZaS vom 14.11.2010, Seite 5.

selbstgewollte Jugendarbeitslosigkeit

Wirklich Schade für Otto Ineichen! Ich dachte schon, dass er zu den Linksabweichlern der FDP gehört, als er sich diesem sozialen Projekt verschrieb. In Anbetracht der grossen Bedeutung des schweizerischen Ausbildungsweges via Berufslehre und dem grossen volkswirtschaftlichen Nutzen daraus, konnte ich ihn aber doch etwas verstehen. Ernüchternd ist jetzt aber die Erkenntnis, welche ich - offensichtlich etwas weniger optimistisch also Ineichen - schon vorher vermutet hatte.
Vier von zehn Jugendlichen, die keine Lehrstelle finden, wollen sich nicht wirklich helfen lassen. Das ist das ernüchternde Fazit von Otto Ineichens Stiftung Speranza. Das Problem sei nicht der Lehrstellenmangel - sondern die Einstellung vieler Jugendlicher, sagt Ineichen gegenüber der Zeitung «Der Sonntag». «Ich habe resigniert», räumt der 69-jährige Unternehmer ein, als er von seiner Organisation Speranza erzählt, mit der er sich mit viel Herzblut gegen Jugendarbeitslosigkeit engagiert.

Ineichen ist vier Jahre nach der Gründung von Speranza desillusioniert, denn viele Jugendliche seien gar nicht bereit, sich helfen zu lassen: «Die Unternehmer machen mit, wenn wir ihnen garantieren können, dass die Jugendlichen wollen. Doch rund 20 Prozent sind uns abgesprungen, weil sie enttäuscht wurden.»

Mit enormem Engagement hat Ineichen für diese gute Sache geweibelt - in der Wirtschaft, in der Politik, bei den Medien. Doch seine Erfahrungen sind ernüchternd: Vier von zehn Jugendlichen, die mit Speranza in Kontakt kommen, lassen sich nicht integrieren. Wer zu Speranza kommt, hat oft mehrere missglückte Versuche hinter sich, in der Arbeitswelt Fuss zu fassen. Die Organisation ist für viele so etwas wie eine letzte Chance. Umso weniger kann es Ineichen verstehen, wenn Jugendliche diese Chance nicht packen. Mitleid hat er mit ihnen nicht: «Wer nach all diesen Integrationsprojekten immer noch ohne Lehrstelle dasteht, ist ganz einfach selber schuld», sagt er.

Bei den meisten, die sich nicht integrieren lassen, fehle es schlicht am Willen - und nicht am Können. «Die Jugendlichen wollen sich die Hände nicht schmutzig machen. Viele wollen nur den Wunschberuf und sonst nichts», stellt Ineichen fest. Laut Otto Ineichen werden die unmotivierten Jugendlichen zu sanft angefasst. «Sie erhalten ohne Probleme weiterhin ihr Geld. Viele bekommen dann Probleme mit den Eltern, die Gemeinde besorgt ihnen eine Wohnung und bezahlt sie. Sie sind dann frei, können machen, was sie wollen, sich tagsüber mit Gleichgesinnten treffen, ein süsses Leben führen.» Deshalb fordert Ineichen: «Wer keine Leistungsbereitschaft zeigt, der soll vom Staat auch kein Geld mehr ausbezahlt bekommen.»

20min

Samstag, 6. November 2010

träge französische Bürokratie

Doch schon bald nachdem sie 2007 mit einer Eliteausbildung im Gepäck ihren ersten Job beim Regionalrat von Aquitanien in Bordeaux angetreten hatte, merkte sie, dass sie in einem Universum von Leerlauf, Inkompetenz und Nepotismus gelandet war, in dem die Nichtstuer sich auch noch ständig über Arbeitsüberlastung beklagten.

Die Lektüre des Buches macht klar, wieso sich die französischen Staatsbeamten nun so heftig gegen die Erhöhung des Pensionsalters von 60 auf 62 wehren: Sie wollen ihre Zeit nicht noch länger mit Leerlauf zubringen.
Hans-Hagen Bremer in der NZZaS vom 24.10.2010, Seite 19 über das Buch von Aurélie Boullet: «Absolument dé-bor-dée!» (Total überlastet) «Wie man 35 Stunden abarbeitet...in einem Monat!», Pariser Verlag Albin Michel

Mittwoch, 10. März 2010

Jugendarbeitslosigkeit

5.2% Jugendarbeitslosigkeit, während tausende Stellen unbesetzt sind, 16% davon explizit für Berufseinsteiger.

Handwerker, Maurer, Strassenbauer, Spengler, Köche, Polybauer
Unregelmässige Arbeitszeiten sowie Berufe, in denen man sich die Hände dreckig machen und im Freien arbeiten muss, sind oft unbeliebt.
Jean-Daniel Zufferey, Geschäftsführer der Schweizerischen Berufsbildungskonferenz in 20min
Folglich: Das Problem liegt nicht beim Arbeitsmarkt oder den Rahmenbedingungen sondern bei der untauglichen Jugend.

Sonntag, 7. September 2008

Ölreichtum und arabische Rückständigkeit

Irgendwann frage ich, warum die arabischen Länder trotz Ölreichtum derart zurückgeblieben seien. Sei, die Araber, pariert er, hätten die höchstentwickelte Sprache der Welt, und die Sprache folge bekanntlich dem Hirn. Ihre Zungen seien aktiv, aber nicht ihre Hände, sie liebten es nicht, hart zu arbeiten. Und sie seien leicht erregbar. Ein böses Wort, und sie explodierten. Der ständige Streit verhinderte die Einheit.
Eugen Sorg in der WW30.08, Seite 32.

Freitag, 21. März 2008

Sozialparasiten im Sozialismus

Von 1975 bis 1979 lebte im Berner Jura eine Kommune den Traum vom kollektiven Eigentum. Die Integrale Lebens- und Produktionsgemeinschaft (LPG) in Villeret sei eine ­typische «Hippie-Landkommune» schrieb die NZZ damals, die nach eigenem Bekunden aus Protest gegen die «Ausbeutung, Ungerechtigkeit und entfremdete Arbeit im kapitalistischen System»

Wenn es zu Unstimmigkeiten kam, dann nicht wegen des Geldes, sondern wegen der Faulheit Einzelner. Es gab Chrampfer und Hänger. So eine alternative Lebensform zieht ja auch Sozialfälle an. Wir Chrampfer haben die Hänger dann – heute würde man sagen – hinausgemobbt.
Gudrun Sachse im NZZ Folio 02/08

Samstag, 26. Januar 2008

Luzerner Fasnächtler

...die Grenadiere hätten zu lange herumgesoffen. Das ist Tradition so. Schon Gesandte des Sonnenkönigs hatten festgestellt, die Luzerner seien faule Nichtstuer und dem Trunke ergeben. (20min)

Freitag, 4. Januar 2008

Tag der Hypnose

Heute ist der Tag der Hypnose. Barbara Müller hypnotisierte live auf Radio Top die Moderatorin. Bzw. war es keine wirkliche Hypnose, sondern lediglich ein entspannendes wegnicken von 30 bis 45 Sekunden.

Trotz meiner strikten Ablehnung gegenüber sämtlichem institutionalisiertem Glauben, interessiert mich die Auseinandersetzung auf einer spirituellen Ebene. Hypnose erachte ich als sehr interessant. Religion und Kirche spielen zu einem Teil auf dem gleichen Gebiet: Ein inneres Gefühl der Hoffnung und Geborgenheit. Sobald dies aber in konkreten Handlungsanweisungen, im schlimmsten Fall in einer politischen Dimension, ausartet, offenbart sich der destruktive Charakter der Religion.

Der wesentlichste Unterschied zu Hypnose oder autogenem Training besteht wohl darin, dass man sich dabei auf sich selbst konzentriert, in sich selbst schaut, während eine Religion oft an gesellschaftliche Interaktionen geknüpft wird (Kirchengang, Abtreibung verbieten, Palästina bombardieren, ins World-Trade-Center fliegen, etc.).
Die Gedanken von heute sind die Zukunft von morgen.
Michael Kraehmer

Unsere Wünsche sind die Vorboten der Fähigkeiten, die in uns liegen.
Johann Wolfgang von Goethe
Ich erachte positives Denken immer noch als Selbstbetrug. Doch ich vermute (ich schreibe jetzt bewusst nicht glauben), dass eine psychische Programmierung Wunder bewirken könnte. Was wäre, wenn plötzlich meine Faulheit weg hypnotisiert wäre? :-). Das Zeug ist leider ziemlich teuer, der Erfolg umstritten messbar und damit prädestiniert für Betrügereien.