Australien hat schlechte Erfahrungen gemacht mit Einwanderern: Europäische Hasen und lateinamerikanische Kröten fallen dem System nach anfänglich nützlichem Schaffen zur Last. Bei der Einreise wird daher peinlich genau kontrolliert, ob Besucher keine gefährlichen Lebewesen mitführen; alles halbwegs Organische muss deklariert werden.... und obwohl die Auswirkungen von Personenmigrationen auf ein Land wesentlich grösser ist als jene durch Pflanzen und Tiere, schafft man in der Schweiz Grenzkontrollen ab, ts!
Monika Bütler in der NZZaS vom 14.08.2011, Seite 14.
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Dienstag, 16. August 2011
Australische Grenzkontrollen für die Schweiz
Samstag, 16. Oktober 2010
Alkoholsucht
Für Fragen der psychischen Abhängigkeit ist die konsumierte Alkoholmenge unwichtig. Das massgebliche Kriterium hierfür: Genusstrinken oder eben nicht.
Wo beginnt die Sucht?
An der Grenze zur Abhängigkeit
Psychische Abhängigkeit
Alkohol geniessen bedeutet, bewusst zu riechen und zu schmecken.
Monique Helfer von der Fachstelle für Alkohol- und andere Drogenprobleme.
Der Geniesser trinkt nicht wegen der stimmungs- und verhaltensverändernden Wirkung des Alkohols.
Gerhard Wiesbeck, Suchtmediziner an den Universitären Psychiatrischen Kliniken Basel.
Viele Trinker bezeichnen sich als Genusstrinker. Sie spielen aber nur Versteckis.
Urs Ambauen vom Blauen Kreuz Zürich
Typisch beim Übergang zur Abhängigkeit sind das zunehmende Bagatellisieren und Verheimlichen des Trinkens. Oder wenn man sich zu rechtfertigen beginnt. Oder wenn man einen immer stärker werdenden Druck zum Trinken verspürt.
Heike Schwemmer von der Forel-Klinik, einer Fachklinik für Alkoholabhängige in Ellikon ZH
Den Ärger runterspülen, Schüchternheit überwinden, Stress abbauen, Langeweile überbrücken, Trauer erträglicher machen (...) Besonders anfällig sei man bei Lebensübergängen: vom Kind zum Erwachsenen, Berufseinstieg, Kinder bekommen, Midlife-Crisis, Pensionierung. Aber auch bei Brüchen wie Scheidung, Tod, Arbeitslosigkeit oder Krankheit
Urs Ambauen
Viele gestehen sich ihr Problem erst ein, wenn eine Reihe sozialer Probleme auftreten: Partnerschaftskonflikte, Arbeitslosigkeit, Fahrausweisverlust.
Wo beginnt die Sucht?
An der Grenze zur Abhängigkeit
- Man denkt häufig an Alkohol: Sind genügend Vorräte vorhanden?
- Schuldgefühle wegen des Alkoholkonsums.
- Man vermeidet Anspielungen auf den Alkoholkonsum.
- Heimliches Trinken, «vorsorgliches» Trinken.
- Gieriges Trinken der ersten Gläser.
Psychische Abhängigkeit
- Starker Wunsch oder eine Art Zwang, Alkohol zu konsumieren.
- Verminderte Kontrollfähigkeit bezüglich Beginn, Beendigung und Menge des Konsums.
- Eingeengte Verhaltensmuster: Trinken beeinflusst den Tagesablauf.
- Fortschreitende Vernachlässigung anderer Vergnügen und Interessen zugunsten des Trinkens.
Freitag, 20. August 2010
Abschaffung der Frauenparkplätze
Mit der Sanierung der zehn öffentlichen Parkhäuser schafft die Stadt Zürich auch die speziell gekennzeichneten Frauenparkplätze ab. Sie seien nicht mehr nötig, weil die Parkhäuser danach heller und besser überwacht sind.
Blick am Abend vom 17.08.2010, Seite 2.
Zur Entstehung der Frauenparkplätze
Am 26. Juni 1991 fuhr die 29-jährige Aargauerin Barbara F. nach Zürich, um ihr Brautkleid anzupassen. Gegen 15 Uhr, als sie in der Urania-Garage ihr Auto besteigen wollte, wurde die junge Frau aus dem Hinterhalt angegriffen und erstochen. Die schreckliche Bluttat löste eine Welle der Entrüstung aus. Nach dem Urania-Mord wurden landauf, landab Frauenparkplätze eingerichtet. Fachleute wiesen schon damals darauf hin, dass Parkhäuser nüchtern (das heisst: statistisch) betrachtet zu den sichersten Orten gehören. Doch der Appell an die Vernunft verhallte ungehört. Acht Jahre später, im Sommer 1999, legte die später lebenslänglich verwahrte Caroline H. ein Geständnis ab: Sie hatte Barbara F. und zwei weitere Frauen angefallen und niedergestochen. Das Motiv: ein übermächtiges Verlangen, Frauen zu töten. Am Tattag war sie fast eine Stunde lang durch das Parkhaus Urania gestreift, um ein Opfer zu finden. Frauenparkplätze hätten ihr die Suche merklich erleichtert. Obwohl erwiesenermassen nutzlos, werden weiter Frauenparkplätze eingerichtet. Wenn schon, müsste man es machen wie im chinesischen Einkaufszentrum Wanxiang-Tiancheng. Auch dort gibt es spezielle Parkplätze für Frauen, allerdings nicht aus Gründen der Sicherheit. Die Parkfelder sind sehr grosszügig bemessen, um den Frauen das Einzirkeln zu erleichtern.axb in der WeWo30/31.10
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