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Freitag, 4. Januar 2008

Goldman Sachs

  • Broad Street 85, New York, 35'000 Mitarbeiter
  • gegründet 1869 durch den deutschen Einwanderer Marcus Goldman
  • Grundtugenden: Verschwiegenheit und Bescheidenheit
  • Chef: Lloyd Blankfein, 53, blitzte beim ersten Bewerbungsgespräch ab, trotz zweier Harvard-Abschlüsse, verdiente letztes Jahr knapp 70 Mio USD.
  • Gefragt sind: schnelle Denker, leistungsorientierte Pragmatiker, unauffällige Unternehmertypen
  • Strategie: Gezielt setzt Goldman Sachs auf ehrgeizige, auch rauhbeinige Aufsteiger - eben auf die "underdogs". Von ihnen verspricht sich die Firma den entscheidenden unternehmerischen Mehrwert.
  • "Wenn jemand um halb sieben abends nach Hause ging, hiess es: Arbeitest du heute halbtags?"

Gewinn 2007: 11 Milliarden USD! (?) Goldman Sachs ging bereits 2006 auf Distanz zum Subprime-Markt. Sie verkaufte ihre CDO langsam und unbemerkt, damit nicht die anderen eigenen Papiere mit heruntergezogen wurden und bauten massiv Absicherungen gegen den Zusammenbruch der Subprime-Kredite auf. Das machte sie zum Sieger von letztem Jahr.
In Anlehnung an Claude Baumann in der Weltwoche 1.08, Seite 44f.

Freitag, 7. Dezember 2007

Ich weiss, was ich werden will

Es hat 25 Jahre, 4 Monate und knapp 2 Wochen gedauert, doch jetzt weiss ich, was ich werden will: Ich sehe mich im Bereich Compliance im Spannungsfeld mit operationellen Risiken. Meine Bachelorthesis wird sich auch damit beschäftigen.

Compliance und operationelle Risiken sind für mich attraktiv, weil sie sich mit Menschen beschäftigen. Mein eigenes grosses kriminelles Potential könnte ich da wunderbar einbringen. Man beschäftigt sich den ganzen Tag damit, was erlaubt ist und was nicht - was mich auch persönlich sehr interessiert. Zudem jongliert man nicht den ganzen Tag mit Zahlen, wofür mal als Finance-Heini prädestiniert wäre. Man ist kein Sklave von irgendwelchen Kennzahlen wie "Net New Money" oder ähnliches und muss keinem quantifizierbaren Leistungsnachweis nacheifern. Man ist kein Verkäufer. Diese Stabsstellenfunktion und die Bedeutung des Risikomanagements bringen mit sich, dass man oft auf Corporate Level angesiedelt ist. Dies finde ich besonders attraktiv, weil man dabei den Überblick über die gesamte Unternehmung hat. Die Auseinandersetzung mit dem Gesetz gefällt mir. Sie beinhaltet auch eine politische Komponente, welche durch den guten Ruf, das Image, etc. motiviert ist. Zu guter Letzt ist Risikomanagement nicht lokal begrenzt, sondern von globalem Charakter, was mich ebenfalls reizt.

Auch mein Verbindungsname Crash macht im Umgang mit Risiken und Gefahren Sinn :-).

Dienstag, 6. November 2007

Financial Statistics

Beim zweiten Anlauf klappts oft besser: Financial Statistics: Zeitreihen, bei Dr. oec HSG, dipl. math. ETH Marc Wildi. Krass, wie diese Finance-Disziplin nachgefragt wird und um was für eine Koriphähe es sich bei unserem Dozenten handelt. Er gewann diesen Contest und kann sich vor lukrativen Aufträgen fast nicht mehr wehren, da diese Erkenntnisse für Hedge Funds Millionen bedeuten. Nächste Woche fällt der Unterricht aus, da er gerade in China weilen wird.

Montag, 29. Oktober 2007

"Leistungsorierntierte Martina H."

Da ist wohl etwas falsch verstanden worden :-). Oder ich wurde tangiert von der Geschlechter-Quoten-Politik: Ein moderner Verein darf auch in männerdominierten Branchen keinen ausschliesslich männlichen Stellenmarkt betreiben. So wurde folgendes "Talent der Woche" vorgestellt:

Leistungsorierntierte Studentin der ZHAW

  • Martina H. studiert im 5. Semester Betriebswirtschaftslehre an der ZHAW
  • Sucht: eine Teilzeitstelle (30 - 50 %) im Private Banking oder Investment Banking
  • Spezialisierung: Banking & Finance

aus dem SECA eNewsletter no. 107 Release Date: 25.10.2007

Mittwoch, 24. Oktober 2007

Finanzleute gefragt

Fachleute für Finanz- und Rechnungswesen sind international stark gesucht. Auch jede zweite Schweizer Firma hat Schwierigkeiten bei der Suche nach Fachkräften, heisst es in der Studie des Personalvermittlers Robert Half International.
Aus dem 20min vom 11. Oktober 2007, Seite 21.

Dienstag, 23. Oktober 2007

Adriano Agosti

Agosti und seine Investorengruppe erinnern mich stark an Edward Lewis :-). Eine coole Sache!
Der Financier hat einen klaren Track Record: Er will mit seinen Beteiligungen Einfluss nehmen, Druck machen, Käufer suchen, Shareholder Value generieren und dann Kasse machen. So war Agosti bei Ascom, Sarna und SIG dabei.
Fritz Pfiffner in der NZZaS vom 21. Oktober 2007, Seite 39.
Aktuell geht es gerade um Valora, wo er bisher eine Beteiligung von 11% übernommen hat.

Mittwoch, 3. Oktober 2007

Behavioral Finance

Trotz etlichen Studienjahren behandle ich dieses Thema erst jetzt etwas detaillierter. Ist noch interessant, denn geistig drohte ich im Modell des "homo oeconomicus" zu stagnieren. Zwar weitete ich dieses Modell dahingehend aus, dass ich mehr Werte miteinbezog, doch irrationale Handlungen können damit noch nicht befriedigend erklärt werden. Behavioral Finance offenbart also die menschlichen Unzulänglichkeiten, welche ein modellhaftes Funktionieren nach "homo oeconomicus" verunmöglichen. Diese wären:

Heuristics: Prospect theory - Loss aversion - Status quo bias - Gambler's fallacy - Self-serving bias - money illusion
Framing: Cognitive framing - Mental accounting - Anchoring
Anomalies (economic behavior): Disposition effect - endowment effect - inequity aversion - reciprocity - intertemporal consumption - present-biased preferences - momentum investing - Greed and fear - Herd instinct - Sunk cost fallacy
Anomalies (market prices and returns): equity premium puzzle - Efficiency wage hypothesis - price stickiness - limits to arbitrage - dividend puzzle - fat tails - calendar effect

Ich werde einen Gruppenvortrag über einen Fachartikel betreffend Equity Premium Puzzle halten. Weiter muss ich ein Buch aus dem Bereich Behavioral Finance kurz präsentieren. Kann mir hier jemand ein entsprechendes Buch empfehlen? Irgendwelche guten Quellen zum Equity Premium Puzzle?