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Samstag, 8. September 2012

Eigene Position in US Politlandschaft

Durch amade.ch wurde ich auf folgende Seite aufmerksam: http://www.people-press.org/political-party-quiz/



Hier meine Resultate. Zusammengefasst: Ich wusste gar nicht, dass ich sooo weiss bin :-)

  • Gott ist tot.
  • Förderung von Abtreibungen, sollten die familiären oder finanziellen Rahmenbedingungen nicht optimal sein.
    Diese Ansichten katapultierten mich nach Links, jedoch:
  • Minimalste staatliche Leitlinien sind notwendig. Alles darüber hinaus schadet der Wirtschaft und damit auch der Gesellschaft. Dazu vielleicht noch dies :-)

Donnerstag, 13. Mai 2010

Goldman Sachs vernetzt mit Washington D.C.

Nur einmal geriet die Bank selbst in arge Bedrängnis. Als der Versicherer AIG am 15. September 2008 vor dem Kollaps stand, drohte Goldman ein Milliardenverlust. Bei der New Yorker Notenbank kam es zu einer Krisensitzung, die in die Geschichte eingehen dürfte. Während andere Banken nur Helfer schickten, nahmen für Goldman CEO Blankfein, Finanzchef David Viniar und Betriebschef Jon Winkelried teil. Für das Finanzministerium, das von Blankfeins Vorgänger Henry Paulson geführt wurde, sass Dan Jester im Raum - auch ein Ex-Goldman-Mitarbeiter. Man war praktisch unter sich, als eines der grössten Rettungspakete der Finanzgeschichte beschlossen wurde: AIG erhielt so viel Geld, dass er alle Schulden bei seinen Geschäftspartnern begleichen konnte. Niemand bekam so viel Geld aus der Staatskasse wie Goldman: 12,9 Mrd. $.

Die Verbindungen zwischen Wall Street und Washington waren schon immer eng. Doch auch hier hat Goldman die Nase vorn. Unter Präsident Obama hat sich das nicht geändert. Dessen oberster Wirtschaftsberater Larry Summers pflegt enge Verbindungen zur Bank. Und der Gastgeber der AIG-Krisensitzung, Timothy Geithner, wurde unter Obama Finanzminister. Kurz nach seiner Amtsübernahme in Washington kündigte Geithner vor der Presse an, die Rolle der Lobbyisten zu begrenzen. Am gleichen Tag stellte er seinen Stabschef vor: Mark Patterson, ehemaliger Lobbyist von Goldman.


griechischer Staatshaushalt frisiert

Mit einem Bilanztrick half Goldman Sachs der griechischen Regierung 2001, den Staatshaushalt schönzurechnen. Das Land tauschte Schulden, die es in Fremdwährungen aufgenommen hatte, in Euro um. Abgerechnet wurde zu einem fiktiven Wechselkurs, durch den sich das Geld auf dem Papier vermehrte. Erst Jahre später wurden die wahren Schulden Griechenlands bekannt. Goldman soll am Deal 300 Millionen Dollar verdient haben.

Sebastian Bräuer in der NZZaS vom 25.4.10, Seite 29.

Donnerstag, 23. Juli 2009

Resultate 2. Quartal 2009

CS: 2.2 Mrd. CHF Neugeld, Reingewinn 1.57 Mrd. CHF; niemand vom höchsten Management im Mutterschaftsurlaub

ABB: Reingewinn -31%, Umsatz -12%; CEO Schweiz im 4 monatigen Mutterschaftsurlaub
Für einmal konnte sich die CS glücklicherweise von dem Titel "Beliebtester Arbeitsgeber für Frauen" lösen...

btw: Goldman… announced that it had earmarked $11.4 billion so far this year to compensate its workers. At that rate, Goldman employees could, on average, earn roughly $770,000 each this year.

Montag, 25. Februar 2008

undemokratisch erfolgreich

Wir haben eine flache Hierarchie und mit der Partnerschaft ein föderalistisches Führungssystem. Das funktioniert sehr gut und wir wollen das vorderhand nicht ändern. Auch bei Goldman Sachs war die Partnerschaft ein sehr erfolgreiches System.
Konrad Hummler, Partner der Bank Wegelin & Co., am 21.2.08 im Cash Daily, Seite 5.
Goldman Sachs, "der einzige Unbeschadete der Subprimekrise" - äusserst erfolgreich.
Und, demokratisch? "one share - one vote"? Nönö, "föderalistisch", wohl eher partnerschaftlich, bzw. oligarch, nicht? Das ist erfolgreich - und sicher nicht die Struktur der Schweizer Politik.
Ein politisches Amt kommt für mich aber nicht in Frage. Das wäre mir zu schwerfällig.
Konrad Hummler

Freitag, 4. Januar 2008

Goldman Sachs

  • Broad Street 85, New York, 35'000 Mitarbeiter
  • gegründet 1869 durch den deutschen Einwanderer Marcus Goldman
  • Grundtugenden: Verschwiegenheit und Bescheidenheit
  • Chef: Lloyd Blankfein, 53, blitzte beim ersten Bewerbungsgespräch ab, trotz zweier Harvard-Abschlüsse, verdiente letztes Jahr knapp 70 Mio USD.
  • Gefragt sind: schnelle Denker, leistungsorientierte Pragmatiker, unauffällige Unternehmertypen
  • Strategie: Gezielt setzt Goldman Sachs auf ehrgeizige, auch rauhbeinige Aufsteiger - eben auf die "underdogs". Von ihnen verspricht sich die Firma den entscheidenden unternehmerischen Mehrwert.
  • "Wenn jemand um halb sieben abends nach Hause ging, hiess es: Arbeitest du heute halbtags?"

Gewinn 2007: 11 Milliarden USD! (?) Goldman Sachs ging bereits 2006 auf Distanz zum Subprime-Markt. Sie verkaufte ihre CDO langsam und unbemerkt, damit nicht die anderen eigenen Papiere mit heruntergezogen wurden und bauten massiv Absicherungen gegen den Zusammenbruch der Subprime-Kredite auf. Das machte sie zum Sieger von letztem Jahr.
In Anlehnung an Claude Baumann in der Weltwoche 1.08, Seite 44f.