Sieben von zehn jungen Marokkanern verlassen die Schule ohne brauchbaren Abschluss; vierzig Prozent der jungen Marokkaner sind arbeitslos; jeder zehnte wird bei der Polizei als mindestens einer strafbaren Handlung verdächtig geführt. Fast jeder dritte Insasse einer Jugendstrafanstalt ist marokkanischer Abstammung. Der Prozentsatz Strafverdächtiger unter den marokkanischen Zuwanderern der zweiten Generation ist höher als bei allen anderen ethnischen Minderheiten in den Niederlanden und doppelt so hoch wie bei der ersten Generation zugewanderter Marokkaner. Überdurchschnittlich viele Marokkaner gehören zum harten Kern der jugendlichen Wiederholungstäter.
Diese Jungen wachsen in bedenklichen Milieus auf, in denen die Inanspruchnahme von Sozialleistungen sehr gebräuchlich und ein Arbeitsplatz eine Ausnahmeerscheinung ist. Von den marokkanischen Männern in den Niederlanden beziehen sechzig Prozent Sozialhilfe, die Hälfte von ihnen wegen Erwerbsunfähigkeit. In Amsterdam lebt jede vierte marokkanische Familie von Sozialhilfe. Die Hälfte der marokkanischen Kinder in Amsterdam wächst in Armut auf.
Fleur Jurgens, *1972, Philosophin und ehemalige Redaktorin bei HP/De Tijd
Die Einwanderung von Marokkanern in die Niederlande kann für alle Betroffenen eigentlich nur als Katastrophe bezeichnet werden. Die Marokkaner in den Niederlanden sind fast ausnahmslos Berber, die kaum Arabisch sprechen können. Sie stammen aus entlegenen Regionen des Rif-Gebirges, wo der Lebensunterhalt mit einfacher Feldarbeit bestritten wurde. Da gab es keine nennenswerte schulische Ausbildung, keine Lesetradition, kein vielgestaltiges öffentliches Leben, nicht die Spur einer westlichen kosmopolitischen Kultur. Die Übersiedlung in die offene niederländische Gesellschaft führte für diese Menschen zu grossen Anpassungsproblemen und – nach der Entdeckung, dass ihnen die Qualifikationen für eine erfolgreiche Integration fehlten – Desillusionierung und Frustration. (...)
In einer Zeit, da Political Correctness und Kulturrelativismus die öffentliche Diskussion beherrschten, war es so gut wie unmöglich, ein Sozialverhalten zu kritisieren, das sich nicht mit sozioökonomischen Faktoren entschuldigen liess. (…) Es geht um ethnische Kultur, um die doppelten und dreifachen Identitätsprobleme von Berbern, die aus Marokko in die Niederlande gekommen sind, (…)
Der Wohlfahrtsstaat kann nur überleben, wenn er ausschliesslich gutausgebildete und hochdisziplinierte Immigranten zulässt und den Zustrom frustrierter und vor allem schlechtausgebildeter Muslime aus Marokko und der Türkei unterbindet. Ist so etwas rechtsradikal? Oder ist es gesunder Menschenverstand?
Leon de Winter, aus dem Niederländischen von Hanni Ehlers, in der WW24.09, Seite 20f.
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Dienstag, 16. Juni 2009
Marokkaner in den Niederlanden
Mittwoch, 1. Oktober 2008
Bezness
Bei vielen dieser heiratswilligen Frauen handle es sich um Personen, die aufgrund ihres Aussehens auf dem "Partnermarkt" in der Schweiz nicht allzu gute Karten hätten, erklärt Tizeroual [marokkanischer Jurist, berät Frauen, die Ehen mit Männern aus dem Maghreb und anderen arabischen Ländern eingegangen sind]. Ein Teil dieser Frauen suche zudem wensentlich jüngere Partner, und alle hätten aufgrund ihrer Lebenssituation "ein grosses affektives Bedürfniss". Gerade umgekehrt sehe die Lage bei den Bezness-Männern aus; diese hätten in erster Linie materielle Bedürfnisse. "Die Frauen träumen von 1001 Nacht, und das hat seinen Preis", folgtert Tizeroual, "das Aufwachen ist in den meisten Fällen brutal."Wer hat das nicht schon gesehen? Ein Päärchen (Schweizerin, eher etwas dicker und nicht so der hingucker - Afrikaner, jung.) oder mehrere, am Nachmittg (arbeitslos, staatliche Unterstützung?), in "trauter" Harmonie, verstehen sich knapp (Ansätze von Englisch), Männer mit Natel und Goldkettchen (Statussymbole der Kultur, zu der sie sich verbunden fühlen), kleine Kinder, noch nicht 3 Jahre alt (diese Frist hat rechtliche Gründe wegen der Scheidung), etc. Also ich sehe das immer wieder - und letzhin, als ich es fotographieren wollte, hielt mich meine Begleitung davon ab. Das gebiete der Anstand nicht...!
Die Geschichten wiederholen sich. Der Traum vom orientalitschen Prinzen verflüchtigt sich rasch und wird zum Albtraum, aus dem sich die betroffenen Frauen nur mit rosser Mühe und unter massiven finanziellen Verlusten wieder befreien können. Die seelischen Verluste wiegen hingegen schwerer, und die längerfristigen Folgen für das Zusammenleben in einer multikulturellen Gesellschaft dürften verheerend sein. Denn solche Geschichten werden unter der Hand weitererzählt, und sie werden bestehende Vorbehalte gegenüber Nordafrikanern verstärken.
Beat Stauffer in der NZZaS vom 28.9.08, Seite 28f.
PS: Das weibliche Wesen träumt gerne und wählt deshalb eher links.
PPS: Marokko, das Thailand für Frauen, wobei diese noch naiver sind als die männlichen Thailand-Touristen, von wegen "grosse Liebe"...
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