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Samstag, 22. November 2008

wirtschaftlich denkende Politiker

Von einer Industrie konservativen Denkens in der Schweiz zu sprechen, wäre übertrieben. Aber eine Art KMU hat sich in den letzten Jahren ebenfalls herausgebildet. (...) Das Übergewicht an Ökonomen im politischen Diskurs ist kein Zufall. Wirtschaftskompetenz ist ein entscheidendes Merkmal des konservativen Intellektuellen. Sein Charme besteht darin, dass er sein ökonomisches Wissen mit dem Hedonismus der sexuellen Revolution verbindet und das Ganze mit einer kräftigen Dosis Staatsverdrossenheit würzt. Der Sado-Monetarist ist kein verbohrter Blut-und-Boden-Ideologe. Er ist weltgewandt und gebildet. Er lässt seine Vorgänger im wahrsten Sinn des Wortes alt aussehen. Was ist verstaubter als ein in die Jahre gekommener 68er, der von seiner Aktivzeit an den Demos erzählt?
Philipp Loepfe im Tagi-Magi vom 21.11.08.
Hoffentlich haben wir einen vernünftigen Realismus in der Politik und nicht irgendwelche linken Träumereien. Unsere Existenzberechtigung ist der wirtschaftliche Mehrwert. Solch negative Formulierungen können nur in einem roten Magazin erscheinen...

Freitag, 4. April 2008

Die zwei politischen Pole

Als Kind akzeptierte ich den Glaubensartikel, dass der Staat korrupt ist, alle Unternehmer Ausbeuter sind und der Mensch prinzipiell gut ist. Mit den Jahren setzten sich diese Thesen zunehmend als realitätsfremde Vorurteile in mir fest. (...) Eine martkwirtschaftliche Sicht der Welt passt besser zu meinen Erfahrungen als die idealistische linke Vision.
David Mamet in der WW14.08, Seite 46ff, ursprünglich in der Village Voice (USA).
Er schrieb ein Stück über die beiden Pole:
Ein egoistischer, korrupter, bestechlicher und pragmatischer Präsident steht seiner linken, lesbischen, utopisch-sozialistischen Redenschreiberin gegenüber. Eine Debatte zwischen Vernunft und Glauben beziehungsweise zwiswchen dem konservativen (tragischen) und dem linken (perfektionistischen) Standpunkt.
Tja, bei einigen lässt die Erkenntnis einfach etwas länger auf sich warten...

Freitag, 4. Januar 2008

gemixtes Gedankengut

Ein Realist ohne Vision landet genauso in der Wüste wie ein Idealist ohne Pragmatismus.
Madeleine Albright

Mittwoch, 26. Dezember 2007

Demokratie: pulverisierte Macht

Aber das System der direkten Demokratie als Staatsform pulverisiert natürlich die Macht. Das ist sehr gut, auch wenn es mich selbst trifft. Demokratie neigt zum Durchschnitt. Das ganz Gute ist nicht möglich, das ganz Schlechte auch nicht. Wichtig ist jetzt, wie es weitergeht.
Christoph Blocher interviewt von Roger Köppel und Markus Somm in der WW51/52.07, Seite 14ff.

Erst wenn ich sätmliche Illusionen und Träume an einen effizenten, geordneten Staat abgeschrieben habe, habe ich den Realismus und Pragmatismus erreicht, die Demokratie zu unterstützen. "Wischiwaschi" als "die am wenigsten schlechte Regierungsform".