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Sonntag, 28. Februar 2010

Warum Frauen weniger Karriere machen

Die Zahlen sind eindeutig. «Bei der Allgemeinbildung auf Sekundarstufe II liegen die Quoten der Frauen deutlich höher als jene der Männer», weiss das Bundesamt für Statistik (BfS). 58 Prozent der Jugendlichen, die eine gymnasiale Matura ablegen, sind weiblich. Während die Maturaquote (der Anteil der Jugendlichen eines Jahrgangs, die ein Gymna- sium abschliessen) im Jahr 2008 bei den Männern bei 16,3 Prozent lag, betrug sie bei den Frauen 23,3 Prozent, also satte 7 Prozent mehr. Bereits seit 1993 bringen die Gymnasien mehr Mädchen als Knaben hervor. Das BfS geht davon aus, dass die Entwicklung in Richtung einer Feminisierung der Gymnasien weitergeht und die Maturaquote bei den Frauen bis in acht Jahren 25 Prozent betragen wird.
Frauen...
  1. wählen die falschen Studien.
  2. sind weniger präsent auf dem Arbeitsmarkt.
  3. meiden Vollzeitjobs
  4. widmen sich Kindern und Familie
  5. sind weniger mobil
  6. haben weniger Selbstbewusstsein
  7. scheuen die persönlichen Kosten einer Karriere
  8. weichen Konflikten und harten Entscheiden aus
  9. fühlen sich in Grossfirmen weniger wohl
  10. haben alternative Aufstiegsmöglichkeiten

1. Frauenanteil verschiedener Studienrichtungen
  • bildnerisches Gestalten: 78%
  • moderne Sprachen: 76%
  • Philosophie, Pädagogik und Psychologie: 75%
  • Musik: 69%
  • Physik und Mathematik: 21%
  • Wirtschaft und Recht: 42%
  • Gesundheitlich-soziale Richtungen: 80%
3. Teilzeitarbeit
  • bei Frauen: 57%
  • bei Männern: 13%
  • Gefordert für Topjobs: über 100%...
10. Alternativen
Doch statistisch ist das Bild klar und einseitig: Frauen, die einen Mann heiraten, der weniger verdient als sie, sind höchst selten. Sie orientieren sich auf dem Heiratsmarkt ökonomisch und sozial nach oben – ein Weg, der für Männer praktisch verschlossen ist.
Philipp Gut in der WeWo7.10, Seite 30ff.

Dienstag, 26. Mai 2009

Zunahme verbotener Spionage gegen die Schweiz

Neben militärischer und politischer Spionage betreiben ausländische Nachrichtendienste in der Schweiz vermehrt verbotenen wirtschaftlichen Nachrichtendienst.
Jürg Bühler, interimistischer Chef des Schweizer Nachrichtendienstes, des Dienstes für Aufklärung und Prävention (DAP)
  • Der US-Geheimdienst überwacht seit 9/11 das Swift-Netz und hat damit nebst dem Einblick in internationale Zahlungen auch Einblick in inländische, schweizerische Zahlungen.
  • Der deutsche Nachrichtendienst kauft eine gestohlene CD mit Kundendaten der LGT-Bank und eröffnet darauf basierend diverse Strafprozesse.
  • Getarnte ZDF-Reporter geben sich als Kunden mit der Absicht zur Steueroptimierung aus, um entsprechende Banker vorzuführen.
  • Man hört, dass Unbekannte die Autonummern deutscher Kunden notieren und von zwielichtigen Figuren, die mitunter um Bankfilialen schlichen und Kunden fotografierten.
    Stefan Bühler in der NZZaS vom 24.5.09, Seite 11.

Samstag, 22. November 2008

durchschnittliche Vergütungen

Einige ausgewählte "Personalkosten pro Mitarbeiter 2007 in CHF":
  • UBS: 296'768
  • Credit Suisse: 337'193
  • Julius Bär: 348'621
  • Sarasin: 269'487
  • Vontobel: 341'148
  • Nestlé: 60'981
  • Roche: 136'977
  • Novartis: 114'847
  • Holcim: 51'004
  • Swatch: 70'873
  • Lindt&Sprüngli: 76'530
  • Sulzer: 81'774
  • Ciba: 114'648
Werden die durchschnittlichen Personalkosten dermassen nach oben gezogen, weil es eine Spitze gibt, die kräftig absahnt?

Unter der Prämisse, dass bei den Grossbanken UBS mit 83 500 Mitarbeitern und Credit Suisse mit 48 000 Mitarbeitern jeweils 100 Manager durchschnittlich 10 Mio. Fr. pro Jahr und 1900 (UBS) beziehungsweise 1500 (CS) Manager durchschnittlich eine Million Fr. verdienen, betragen die Lohnkosten der übrigen Mitarbeiter noch immer durchschnittlich 268 500 (UBS) und 295 000 Fr. (CS).
Carmen Gasser in der WW47.08, Seite 33.

Freitag, 14. März 2008

Viktor Bout

Ein ganz grosser und fähiger Mann! In Tadschikistan geboren, studierte er am Moskauer Militärinstitut für Fremdsprachen und beherrscht sechs Sprachen. Danach liess er sich in Weissrussland zum Piloten ausbilden. Mit drei Antonow-Transportflugzeugen für 120'000 Dollar gründete er ein Transportunternehmen. Bald stieg er dann auf den lukrativeren Waffenhandel um und verkaufte das Waffenarsenal der ehemaligen Sowjetunion an diverse Militärdiktaturen und Rebellengruppen in der Dritten Welt.

Waffenhändler wie Bout seien zu Dutzenden in Afrika unterwegs, sagt der russische Afrika-Experte Wadim Saizew, der sich wundert, warum ausgerechnet der Ex-Major zum Inbegriff des Bösen gemacht werde.

Es werden ihm 38 Verstösse gegen Uno-Sanktionen und damit zusammenhängende Waffenlieferungen zur Last gelegt. (...) Die russische Generalstaatsanwaltschaft präzisierte jedoch am Freitag, dass gegen den Waffenhändler keine Anklagepunkte vorliegen. :-)
Klaus-Helge Donath in der NZZaS vom 9.3.08, Seite 5.

Trotzdem endet er jetzt in einem Hochsicherheitsgefängnis in Thailand. :-( Mein herzliches Beileid.


Bouts Leben diente als Vorlage für den Film "Lord of War" mit Nicholas Cage. Sehr empfehlenswert!

Dienstag, 22. Januar 2008

Sprachzerfall

Wer nichts zu sagen hat, sagt es auf Englisch.
Professor Walter Krämer, Verteidiger der deutschen Sprache in der SonntagsZeitung vom 20.1.08.
Einem Wirtschaftler ist das sehr bekannt, v.a. einem Strategieberater oder einem Marketingkonzeptionisten... Das erinnert mich an den Bullshit Generator.

Montag, 14. Januar 2008

L4yer Cak3

Zu meinen Lieblingsfilmen ist einer hinzugekommen: Layer Cake (2004), der erste Film mit Daniel Craig in einer Hauptrolle, basierend auf dem gleichnamigen Roman von J.J. Connolly. Es geht um Drogen, Welthandel, Clash of Civilisation (Engländer vs. Serben), Lebenswandel, Macht, Sex, Crime, alles was das Herz begehrt. ;-)

Hier der Prolog:

When I was born, the world was a far simpler place. It was all just cops and robbers.

But it wasn't for me. Then came the Summer of Love. Hashish and LSD arrived on the scene. There were villains locked away for 12 years for robbing a bank of 10 grand doing time with drippy hippies doing 12 months for smuggling two million quid's worth of puff. I mean, work it out, mate. We're in the wrong fucking game.

Drugs changed everything. Always remember that one day this drug monkey-business will be legal. They won't leave it to people like me when they figure out how much money there is to be made: Not millions, fucking billions.

Recreational Drugs plc. Giving people what they want. Good times today, stupor tomorrow. But this is now. So, until prohibition ends, make hay while the sun shines. I'm not a gangster. I'm a businessman whose commodity happens to be cocaine.