Wir leben wieder in einem Zeitalter der Masslosigkeit. Vieles hat seinen Anfang in den USA genommen: so etwa Fettleibigkeit, exzessive Managergehälter oder explosionsartiges Wachstum risikofreudiger Investmentbanken.
Letztlich schaden masslose Aktionen mehr, als dass sie nützen. Dies zeigt die US-Wirtschaft. Wer eine solche Entwicklung verhindern will, muss den wirtschaftspolitischen Akteuren und der Nationalbank Schranken setzen.
Kurt Schiltknecht in der WeWo16.11, Seite 19.
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Montag, 25. April 2011
Zeitalter der Masslosigkeit
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Mittwoch, 23. Juni 2010
unverhältnissmässige Boni
In der Schweiz hat sich jahrzehntelang ein Verhältnis von höchstens 20 oder in sehr grossen Unternehmen allenfalls 30 zu 1 zwischen den höchsten und den niedrigsten Löhnen bewährt. Erst in den 90er-Jahren begann die Fehlentwicklung mit den Millionenbezügen und Lohnspannen bis 400 zu 1 und mehr. Das ist absurd.
Nicht alle Kaderlöhne, aber die in den obersten Etagen der Grossunternehmen sind in aller Regel heute unverhältnismässig. Sie haben nichts mehr mit analytisch belegbarer Leistung zu tun. Sie sind auch nicht einfach Ergebnis des Marktes, sondern vielmehr Ausdruck von Macht zur Selbstbedienung und einer Mentalität der rücksichtslosen Vorteilsmaximierung.
Ja, [ich unterstütze die Abzocker-Initiative,] obschon sie das Übel nicht wirkilch an der Wurzel packt. Der Abzocker-Initiative kommt das Verdienst zu, realpolitisch Bewegung in die leidige Geschichte der exorbitanten Managervergütungen gebracht zu haben. Inzwischen sollte der letzte Beobachter begriffen haben, dass Selbstregulierung in Geldsachen nicht funktioniert. In der Diskussion wird aber häufig übersehen, dass die Initiative selbst noch auf der Shareholder-Value-Doktrin beruht. Sie will die Entlöhnung stärker in die Hände der Aktionäre stellen. Damit wird aber nicht alles gut. Es braucht künftig umfassendere Standards.
Peter Ulrich, ehemaliger Leiter des Instituts für Wirtschaftsethik an der Universität St. Gallen, in einem Interview von Alex Hämmerli im 20min vom 2. Juni 2010, Seite 17.
Freitag, 31. Juli 2009
Bundesbeamte fliegen Business-Class
- ab 3 Stunden Flugzeit haben Bundesbeamte Anspruch auf einen Flug in der Business-Class
- Im Durchschnitt kostet ein Business-Class-Flug dreimal so viel wie ein Flug in der Holzklasse.
- 80% der Manager fliegen nicht mehr Business-Class, sondern Economy
- Es kommen rund doppelt soviele Treibhausgase zusammen in der Business-Class, verglichen mit der Economy-Class.
Geri Müller (Grüne) findet das korrekt. Hier muss man mal die Widersprüchlichkeit der Linken thematisieren. Hohe Managerlöhne kritisieren und gleichzeitig mehrere 100'000 CHF hohe Beamtenlöhne einstreichen? Sich für die Umwelt einsetzen und Business-Class fliegen? Das wäre, als ob ein Bürgerlicher Sozialhilfe beziehen würde...
Freitag, 17. Juli 2009
Ethisch vertretbare Löhne
Linke Kreise verreissen sich gerne den Mund darüber, wie unvertretbar und unethisch die hohen Managergehälter sind.
Schon länger überlege ich mir, wie SP-Bundesräte oder SP-Kantonsregierungsräte (und die Grünen wohl ebenso) Gehälter von über 400'000 CHF vor sich selbst rechtfertigen können. Sogar eine weniger linke (?) Bundesrätin Leuthard (CVP) findet, dass sie zuviel verdient und verzichtet auf 10% ihres Lohnes (immerhin).
Nun hat die gescheiterte Zürcher SP-Regierungsrätin und leidenschaftliche Umverteilerin Monika Stocker den "Master of Advanced Studies in Applied Ethics" an der Universität Zürich abgeschlossen. Unbestritten kostet sie nun weniger als als Regierungsrätin, v.a. wenn man die grosszügige Ausschüttung von Renten an Scheininvalide miteinbezieht. Sie verrechnet nun 250 CHF in der Stunde. Klar ist nicht jede Stunde Arbeit verrechenbar, doch rechnet man auf das Jahreseinkommen bei einem 100%-Pensum hoch, kommt man auf 493'500 CHF – ein diplomierter ethischer Lohn.
Schon länger überlege ich mir, wie SP-Bundesräte oder SP-Kantonsregierungsräte (und die Grünen wohl ebenso) Gehälter von über 400'000 CHF vor sich selbst rechtfertigen können. Sogar eine weniger linke (?) Bundesrätin Leuthard (CVP) findet, dass sie zuviel verdient und verzichtet auf 10% ihres Lohnes (immerhin).
Nun hat die gescheiterte Zürcher SP-Regierungsrätin und leidenschaftliche Umverteilerin Monika Stocker den "Master of Advanced Studies in Applied Ethics" an der Universität Zürich abgeschlossen. Unbestritten kostet sie nun weniger als als Regierungsrätin, v.a. wenn man die grosszügige Ausschüttung von Renten an Scheininvalide miteinbezieht. Sie verrechnet nun 250 CHF in der Stunde. Klar ist nicht jede Stunde Arbeit verrechenbar, doch rechnet man auf das Jahreseinkommen bei einem 100%-Pensum hoch, kommt man auf 493'500 CHF – ein diplomierter ethischer Lohn.
Samstag, 22. November 2008
durchschnittliche Vergütungen
Einige ausgewählte "Personalkosten pro Mitarbeiter 2007 in CHF":
- UBS: 296'768
- Credit Suisse: 337'193
- Julius Bär: 348'621
- Sarasin: 269'487
- Vontobel: 341'148
- Nestlé: 60'981
- Roche: 136'977
- Novartis: 114'847
- Holcim: 51'004
- Swatch: 70'873
- Lindt&Sprüngli: 76'530
- Sulzer: 81'774
- Ciba: 114'648
Unter der Prämisse, dass bei den Grossbanken UBS mit 83 500 Mitarbeitern und Credit Suisse mit 48 000 Mitarbeitern jeweils 100 Manager durchschnittlich 10 Mio. Fr. pro Jahr und 1900 (UBS) beziehungsweise 1500 (CS) Manager durchschnittlich eine Million Fr. verdienen, betragen die Lohnkosten der übrigen Mitarbeiter noch immer durchschnittlich 268 500 (UBS) und 295 000 Fr. (CS).
Carmen Gasser in der WW47.08, Seite 33.
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Freitag, 4. Januar 2008
Geldexzesse
Grosse Nationen werden niemals durch private, doch bisweilen durch öffentliche Verschwendung und Misswirtschaft ruiniert.Und die Linken sehen bei den überbordenden Managerlöhnen eine Priorität, nicht bei den ausufernden Sozialausgaben, ts!
Adam Smith
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