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Montag, 25. April 2011

Zeit­alter der Masslosigkeit

Wir leben wieder in einem Zeit­alter der Masslosigkeit. Vieles hat seinen Anfang in den USA genommen: so etwa Fettleibigkeit, exzessive Managergehälter oder explosionsartiges Wachstum risikofreudiger Investmentbanken.

Letztlich schaden masslose Aktionen mehr, als dass sie nützen. Dies zeigt die US-Wirtschaft. Wer eine solche Entwicklung verhindern will, muss den wirtschaftspolitischen Akteuren und der Nationalbank Schranken setzen.

Kurt Schiltknecht in der WeWo16.11, Seite 19.

Samstag, 8. Januar 2011

7 Todsünden sind top aktuell

  • Fresslust
  • Habsucht (oder Geiz)
  • Hochmut
  • porneia (Unzucht)
  • Zorn
  • Eitelkeit
  • Dämon des Überdrusses, Mittagsdämon, Trägheit
  • Traurigkeit
Euagrios Pontikos, 345-399

Überwindung dieser Todsünden durch "Hungern, körperliche Anstrengung, Einsamkeit, das Singen von Psalmen, aber auch die intensive Beschäftigung mit der Heiligen Schrift.

Papst Gregor I. übernahm seinen Katalog und der populären Zahl wegen nur sieben Todsünden. Den achten Dämon von Pontikos, die Traurigkeit, liess er fallen.

Die Furcht vor dem Fegefeuer ist weg, die Laster sind es nicht. Zum ersten Mal in der Menschheitsgeschichte leiden mehr Menschen an Übergewicht als an Hunger. Völlerei wird zum globalen Wohlstandsboten. Pornografie steht im Internet für jeden und allzeit zur Verfügung. Die Gier der Banker nach Millionenboni ist sprichwörtlich geworden. «Eigenschaften wie Habgier, Neid oder Völlerei sind zu Triebfedern des kapitalistischen Wirtschaftssystems geworden», schreiben die Berner Ausstellungsmacher.
Peter Keller in der WeWo42.10, Seite 50ff

Samstag, 25. September 2010

Beziehung beeinflusst Hormonhaushalt

Seit ich mit meinem Lover zusammen wohne, habe ich vier Kilo zugenommen. Warum?

Wer mit seinem Liebsten in eine gemeinsame Wohnung zieht, nimmt häufig ein paar Kilo zu. Aber nicht, weil die beiden ab jetzt nur noch vor dem Fernseher sitzen und Chips knuspern, sondern weil der Körper der Frau für die erwartete Schwangerschaft noch ein paar Extrapfunde zulegt. Damit’s ein Prachtkerl wird, kommen zwei Kilo auf die linke und zwei auf die rechte Pobacke. Auch bei den Herren wird der Bauch manchmal etwas runder. Wenn sich die junge Dame mit der nötigen Hingabe ihren vorehelichen Pflichten widmet, baut sie bei ihrem Partner einen hormonellen Stau ab. Wenn das Testosteron sinkt, werden die Herren etwas stämmiger.
Aus "Wer gesund lebt, ist selber schuld" von Udo Pollmer und Monika Niehaus liegt im BLV Verlag vor. Publiziert auf cicero.de.

Sonntag, 24. Januar 2010

Wieso Mànner mit einem Kind einen Bierbauch bekommen

Auch die Herren nehmen zu. Wenn die Dame sich um ihre vorehelichen Pflichten kümmert, führt das beim Herrn zu einem Abbau hormoneller Überschüsse. Und wenn das Testosteron runtergeht, nimmt das Bäuchlein zu. --> Wenn das erste Kind geboren wird, kriegen auch die meisten Männer einen Bierbauch.

Männer interessieren sich eher für junge Frauen als für neugeborene Scheisserchen. (...) Mit der Geburt sinkt der Testosteronspiegel beim Mann schlagartig ab. Wenn Sie den Hahn kastrieren, wird er fett. Und der Mann mit Nachwuchs wird häuslich.
Udo Pollmer, Chemiker und Ernährungsexperte, im Interview von Daniela Niederberger in der WeWo2.10, Seite 48ff.

Freitag, 22. Januar 2010

Absurdität militärischer Ränge

Es war einmal, als ein Offizier noch ein Vorbild war. Die Identifikation, das Erstrebenswerte ging verloren:


Oberstleutnant!


Hauptmann!

Quelle: Armee aktuell

Dienstag, 14. Juli 2009

Adipositas und Raucher

Direkte und indirekte Kosten in der Schweiz:

  • der Adipositas (Fettleibigkeit) 2004: 2.7 Mrd. CHF, gemäss einem Expertenteam im Auftrag des BAG. Darunter Diabetes Typ 2, sogn. Alterszucker, allein 1.5 Mrd. CHF
  • Tabakkonsum: 5 Mrd. CHF, wobei die Raucher via Tabaksteuer die Kosten mehrheitlich selber tragen.

Michael Lüscher in der SonntagsZeitung vom 11. Dezember 2005, Seite 17.

Freitag, 1. Mai 2009

Die Schweiz im internationalen Vergleich anno 2005


Früher zogen Staaten gegeneinander in den Krieg, heute messen sie sich in Ranglisten


Marco Morelli in der SonntagsZeitung vom 31.7.05, Seite 11ff.

Montag, 1. Dezember 2008

Zhu Jianqiang

Das Schwein Zhu Jianqiang (deutsch soviel wie "Sau stark") hat 36 Tage in den Trümmern des schweren Erdbebens in Südwestchina überlebt (abgehungert auf 50kg, einen Drittel des ursprünglichen Gewichts) und wurde damit zum nationalen Vorbild:
In der Krise sollte man ausharren und sich auf die eigenen Reserven verlassen können, statt gleich die Regierung zu rufen.
Shi Hanbing, Ökonom, in seinem Essay "Was Unternehmen von einem Schwein lernen"