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Mittwoch, 14. April 2010

UBS-Exposure der SNB

Ursprünglich war geplant, dass die Nationalbank ein Volumen von 54 Mrd. USD übernimmt [von den faulen UBS-Subprime-Papieren]. In der Zwischenzeit liegt das Risiko bereits unter 25 Mrd. USD. (...) Auf einigen Positionen werden wir definitiv Verluste einfahren. Bei anderen werden wir, wenn sich die Märkte erholen. Gewinne verbuchen können. Aus heutiger Sicht bestehen gute Chancen, dass der Stab Fund am Ende keine Kosten für die Nationalbank verursachen wird.
Thomas Jordan im Interview von Fritz Pfiffner und Daniel Hug in der NZZaS vom 21.2.10, Seite 35f.

Donnerstag, 18. Juni 2009

UBS-Staatsanteil zurückkaufen

Der Staat soll vorderhand weder wandeln noch verkaufen. Der Bund muss der UBS dringend raten, sich auf den Finanzmärkten durch eine Aktienemission sechs Milliarden Franken zu beschaffen. Mit den sechs Milliarden kann die Bank dem Bund ihre Pflichtwandelanleihe abkaufen und umgehend vernichten. Damit lassen sich vier Fliegen mit einer Klappe schlagen

  1. Die UBS steht wieder auf eigenen Beinen.
  2. Durch den Rückkauf der Anleihe entfällt der Wucherzins für die restlichen 24 Monate.
  3. Ohne die Zinslast des Bundes verbessert sich die Erfolgsrechnung der Bank in zwei Jahren um 1,5 Milliarden Franken. Das ist eine echte Stärkung.
  4. Der Staat erhält sein Ursprungskapital zurück, aber nicht nur das. Zu den bereits kassierten 375 Millionen Franken Zinsen kommen pro Tag noch zwei Millionen Franken Zinsen dazu, bis die Bank den Rückkauf der Anleihe realisiert.

Roger Köppel in der WW25.09

Montag, 1. Dezember 2008

Zhu Jianqiang

Das Schwein Zhu Jianqiang (deutsch soviel wie "Sau stark") hat 36 Tage in den Trümmern des schweren Erdbebens in Südwestchina überlebt (abgehungert auf 50kg, einen Drittel des ursprünglichen Gewichts) und wurde damit zum nationalen Vorbild:
In der Krise sollte man ausharren und sich auf die eigenen Reserven verlassen können, statt gleich die Regierung zu rufen.
Shi Hanbing, Ökonom, in seinem Essay "Was Unternehmen von einem Schwein lernen"

Dienstag, 28. Oktober 2008

Landwirtschaftskosten

Das traurigste Beispiel für die Wirkung einer staatlich gelenkten Ökonomie ist die Landwirtschaft, die sich mit Hilfe der Politik jahrzehntelang gegen die Schaffung optimaler Strukturen gewehrt hat. Die konstante Weigerung, die Gesetze des Marktes anzuerkennen, kostet den Steuerzahler derzeit über 4 Milliarden Franken jährlich; dazu kommen überhöhte Preise für die Konsumenten, die etwas weniger präzis erfasst werden können. Überschlagsmässig gerechnet, hat die schweizerische Staatslandwirtschaft in den letzten zwanzig Jahren Kosten von gegen 150 Milliarden Franken verursacht. Erschreckender als die Riesensumme ist der langfristige Effekt: Die Staatshilfen (von den klassischen Subventionen über den Grenzschutz bis zu den Direktzahlungen) haben die Branche nicht etwa gestärkt, sondern immer weiter vom internationalen Wettbewerb entfernt, von der Politik abhängig gemacht, also nachhaltig geschwächt.
Urs Paul Engeler, Andreas Kunz und Markus Somm in der WW43.08, Seite 12ff.
Also wenn die Weltwoche ein SVP-Blatt ist, dann aber keines des Bauernflügels - und das ist ja das Abstossendste an der SVP... :-)