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Samstag, 13. August 2011

EU-Funktionäre missbrauchen die Krise

Obwohl der unausgeglichene Staatshaushalt ein rein griechisches Problem ist, wurde er zu einem europäischen erklärt. Die Regeln hätten bestanden und wären einfach gewesen: Wer die Maastricht-Kriterien nicht erfüllt, verlässt die Währungsunion.

Obwohl Rating-Agenturen privatwirtschaftliche Unternehmen sind - und schon genügend Interessen Dritten ausgesetzt sind - wollen EU-Beamte ihnen ihr Handwerk vorschreiben: "Bitte beschönigt die Ruinen, welche wir hinterlassen haben."

Obwohl die EU offiziell (noch) keine Transferunion ist, sorgen die Bürokraten für möglichst viel Instransparenz um die reichen und zahlenden Länder möglichst lange bei der Stange zu halten.

In Anlehnung an Pierre Heumann in der WeWo30/31, Seite 18f.

Freitag, 23. Juli 2010

künftige Finanzkrisen vermeiden

  • Vergütung von Managern und Bankern sollen ausschliesslich auf den von Ihnen geschaffenen, gehandelten Produkten basieren.
  • Verbriefung von Wertpapieren sicherer machen. Zwingender Selbstbehalt gehandelter Anlagen.
  • Ratingagenturen sollen Schuldtitel bewerten und sonst nichts um Interessendskonflikte zu vermeiden.
  • zentrale Bankenaufsicht mit verschiedenen Aufgaben
  • To big to fail: Zerschlagung der gefährlichen Riesen: Ein Unternehmen darf nicht so gross werden, dass es das ganze System in den Untergang reissen kann.
  • Restriktive Finanz- und Geldpolitik der Regierungen und Zentralbanken unter Nutzung der zur Verfügung stehenden währungs- und kreditpolitischen Instrumente
Empfehlungen um künftige Katastrophen zu verhindern aus der getAbstract Zusammenfassung von Crisis Economics von Nouriel Roubini und Stephen Mihm.

Dienstag, 26. Mai 2009

Etatistischer Teufelskreis

Spanien, Irland, Griechenland und England

Massive Unterstützungen für Finanzsektor und Konjunktur
--> neue Rekordverschuldung des Staatshaushaltes
--> schlechteres Rating (z.B. von Standards & Poor's)
--> höhere Zinskosten für die Staaten
--> höhere Verschuldung
--> etc.

Dienstag, 16. Dezember 2008

(mutmassliche) Wirtschaftskriminelle

  1. Michael Milken: "König der Junk-Bonds": Betrug und Insiderhandel. Spezialität: Kursmanipulationen. Wurde in einem Vergleich für ein paar hundert Millionen USD zu 10 Jahren Gefängnis verurteilt.
  2. Jérôme Kerviel: Investmentbanker bei der Société Générale probierte seine Verluste zu verstecken und beeindruckende Performances auszuweisen: 4.9 Mrd. EUR Verlust
  3. Bernard Madoff: Schneeballsystem (Neugeldzufluss direkt als Cash-Flow weitergeleitet), "The Jewish bond": viele Gelder von Rentern in Florida ;-), Die Madoff Investment Securities war im Besitz einer erstklassigen Makler-Lizenz, das SEC erteilte ihm einen Persilschein.
  4. Bernhard Ebers: Anlegerbetrug und Bilanzfälschung im grossen Stil bei WorldCom. Die Investoren verloren 11 Mrd. USD
  5. Werner K. Rey: konstruierte ein Finanzimperium, Spezialität: kreative buchhalterische Bewertung von Kunst. Schaden: ca. 280 Mio. CHF.
  6. Dieter Behring: glaubte, den "genetischen Code der Börse" geknackt zu haben. Scheint wohl eher eine Umverteilung gewesen zu sein von Neugeldern, welche teilweise als Dividenden weiter geleitet wurden. 200 Mio. CHF lösten sich in Luft auf.
In Anlehnung an Markus PuntasBernet und Markus Städeli in der NZZaS vom 14.12.08, SEite 39.