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Sonntag, 3. Januar 2010

linkes Christentum

Das Christentum ist doch eine seltsame Religion, die in manchem heutigen linken Theorien gleicht. Das Christentum ist skeptisch gegenüber dem Markt und der Globalisierung, es verherrlicht den Schwachen und bindet den Leistungsstarken zurück, es feiert den Ohnmächtigen und verteufelt die Macht.
Markus Somm in der WeWo46.09, Seite 56ff.

Dienstag, 11. August 2009

Homosexuellenkult

Was als berechtigter Protest begann, ist zum schrillen Kult geworden.

Wäre es nicht möglich, dass «Brüno» mit satirischen Mitteln die Realität zur Kenntlichkeit entstellt?

Von Ächtung und Diskriminierung kann keine Rede mehr sein.

Die Schwulen bestimmen heute, wie über Schwule zu denken und zu sprechen ist. Und vor allem, worüber man nicht sprechen darf.

Wo ist der Punkt, an dem der berechtigte Protest gegen Unterdrückung, Verkennung und Diskriminierung umschlägt in peinliche Propaganda für persönliche Vorlieben? Wie sehr interessiert es uns eigentlich, wer welchen sexuellen Praktiken nachgeht und warum? Kommt als Nächstes die Latexfraktion? Oder beglücken uns die Tierliebhaber mit ihren Vergnügungen? Exhibitionismus wird zum Massenphänomen.

Homosexualität ist Weltanschauung und politisches Programm geworden. Eine Nebensächlichkeit drängt sich ins Zentrum. Homosexuelle Politiker wie Klaus Wowereit oder Corine Mauch werden nicht nach ihren Überzeugungen und Taten beurteilt, sondern nach ihren sexuellen Präferenzen.

Eigentlich haben die Homosexuellen mit der rechtlichen Gleichstellung und der gesellschaftlichen Akzeptanz ihre Ziele erreicht. Sie befänden sich in einer «sehr privilegierten Lage», die Politik sei ihnen «sehr wohlgesinnt», heisst es im Begleitheft zur Euro-Pride. Die Gegnerschaft sei «unbedeutend».
Wenn Schwule und Lesben derart «privilegiert» sind, wofür kämpfen sie dann noch?

Politische Korrektheit schafft Tabus, fördert die Verdrängung und behindert das Denken.
Bundesrat Moritz Leuenberger (SP) am Christopher Street Day 2001

Sie ist "freie" Liebe im Sinn der Unfruchtbarkeit, Aussichtslosigkeit, Konsequenz- und Verantwortungslosigkeit. Es entsteht nichts aus ihr, sie legt den Grund zu nichts, ist l’art pour l’art, was ästhetisch recht stolz und frei sein mag, doch ohne Zweifel unmoralisch ist. Sie irrlichteliert, schweift nach allen Seiten. Ihr fehlt die Treue.
Thomas Mann
Schwulsein sollte ganz einfach eine sexuelle Veranlagung sein. Eine Privatsache, die nach den Regeln des guten Geschmacks in der Öffentlichkeit diskret behandelt würde.

Philipp Gut in der WW27.09, Seite 24ff

Dienstag, 12. Mai 2009

Bezeichnet sich jemand als politisch rechts in Deutschland?

Links ist eine Weltanschauung, auch eine Welterklärung, wie alles mit allem zusammenhängt - aber zunächst ist es vor allem ein Gefühl. Wer links ist, lebt in dem schönen Bewusstsein, im Recht zu sein, ja, einfach immer recht zu haben. Linke müssen sich in Deutschland für ihre Ansichten nicht wirklich rechtfertigen. Sie haben ihre Meinung weitgehend durchgesetzt, nicht im Volk, das störrisch an seinen Vorurteilen festhängt, aber in den tonangebenden Kreisen, also da, wo sie sich vorzugsweise aufhalten.

Die andere Seite weiß noch nicht einmal, wie sie sich selber nennen soll. Niemand in Deutschland, der noch bei Trost ist, bezeichnet sich selbst als rechts. Bürgerlich vielleicht, oder konservativ, aber selbst das nur mit angehaltenem Atem. Rechts ist nicht die andere Seite des Meinungsspektrums, es ist ein Verdammungsurteil.

In der Meinungswirtschaft, in der ich mein Geld verdiene, gibt es praktisch nur Linke. Und wer es nicht ist, behält das lieber für sich.

Jan Fleischhauer im Spiegel vom 4.5.09.

Mittwoch, 20. Februar 2008

Stockers Führungsdefizite

Kontrolle ist Teil der Führung
Monika Stocker ist eine Meisterin der Ankündigung und der Verdrängung von Misserfolgen. Gut gemeint war für sie und ihre Entourage stets gleichbedeutend mit gut, eine seriöse Erfolgskontrolle ein lästiges Hindernis.
Mitarbeiterselektion nach Gesinnung und nicht nach Fähigkeit
Ins Bild einer Gesinnungspolitikerin, die sich von der Realität nicht beirren lässt, passt auch Stockers Personalpolitik. Schlüsselpositionen hat sie nach den Kriterien Geschlecht (weiblich) und Weltanschauung (links) besetzt. Eine Grundausbildung im Sozialen reichte als Qualifikation, Manager oder gar Finanzspezialisten waren nicht gefragt. So hat sie der wortkargen Rosann Waldvogel, einer Sozialarbeiterin bar jeder Management-Erfahrung, die Führung der Sozialen Dienste mit Hunderten von Mitarbeitern anvertraut.
Kritikfähigkeit
Stockers Problem waren nicht die Fehler – sondern ihre Weigerung, aus den Fehlern zu lernen.

Alex Baur in der WW7.08, Seite 9.