Vor allem nicht standortgebundene Unternehmen und Reiche werden sich bei der erstbesten Gelegenheit in Länder absetzen, in denen Leistung und Erfolg nicht durch übersetzte Steuern bestraft werden und Einkommen nicht nur zur Finanzierung von Staatsschulden und einer überbordenden Staatsaktivität, sondern auch für wachstumsträchtige Investitionen verwendet werden können. Die Politiker spüren, dass solche Absetzbewegungen weiter an Dynamik gewinnen werden.
Kurt Schiltknecht in der WeWo34.12, Seite 14.
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Donnerstag, 30. August 2012
Steuern für Wachstum nicht für Schulden
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Sonntag, 4. März 2012
Innovativ ohne Akademiker
Die EU-Kommission hat wie auch schon im Vorjahr die Schweiz an die Spitze des globalen Rankings betreffend Innovation gesetzt. Und dies, obwohl die Schweiz die tiefste Akademikerquote hat.
- Gute Ideen haben nicht zwingend etwas mit einem akademischen Titel zu tun, sondern vor allem mit Kompetenz. Wer ein Problem lösen will, muss es verstehen. In diesem Punkt stehen praxiserfahrene Berufsleute den Akademikern nicht nach, dem hiesigen Berufsbildungssystem sei Dank. Ein Grossteil der Patente stammt von kleinen und mittleren Unternehmen.
- In der Hochschulforschung wiederum entscheidet Qualität und nicht Quantität. Die Schweiz hat hohe Hürden für Studierende und stellt damit sicher, dass ihre Hochschulabsolventen etwas auf dem Kasten haben.
Michael Furger in der NZZaS vom 12.2.12, Seite 21.
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Mittwoch, 26. Mai 2010
Wissenschaft in China
Waren vor neun Jahren 5 Millionen Studierende an chinesischen Universitäten eingeschrieben, bevölkern heute 25 Millionen die Hörsäle, und in den Labors forschen 1,5 Millionen Wissenschafter.
Macht euch bereit für Chinas Wissenschafts-Dominanz. Noch vor 2020 überholt China die USA - die Welt wird eine andere sein.
Jonathan Adams, Forschungsdirektor bei Thomson Reuters, in einem Artikel im «New Scientist»
Chinas grösstes Problem ist aber der Innovationsmangel. (...) Man scheut Grundlagenforschung. Das Risiko ist zu gross, ein Scheitern gefährdet die Karriere. Das Grundübel ist die Finanzierungspolitik. Die Forscher kriegen jeweils nur für zwei, drei Jahre Geld zugesprochen und sind zum Erfolg verdammt. Zwar hat die Regierung jüngst ein Gesetz erlassen, wonach Misserfolg akzeptabel ist. Aber für Cao Cong liegt das Problem tiefer: «Die chinesische Tradition lautet: Du sollst deinen Lehrer ehren, nicht herausfordern.»
Die Innovationsgesellschaft widerspricht den chinesischen Harmonievorstellung. Das Bildungssystem ist immer noch weitgehend auf Auswendiglernen ausgerichtet. Der Lerneifer ist vorhanden, doch herrscht methodischer Mangel. Gleichzeitig sind die Aufnahmekriterien der Universitäten überaus streng. Nur die Fleissigsten kommen an die renommierten Schulen. Aber sind sie auch die Besten? Cao Cong verneint: «Nur Widerspruch generiert neue Ideen.»
Matthias Daum in der NZZaS vom 23.05.2010, Seite 53
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Dienstag, 16. Dezember 2008
Marktkräfte nicht ignorieren
In Krisenzeiten kehrt der Ruf nach einem starken Staat wieder, nach einer "Rückkehr der Politik" (Leuenberger). Dies ist der falsche Ansatz. Nachhaltigen Erfolg versprechen die Kräfte des Marktes und dessen "schöpferische Zerstörung" (Schumpeter). Disziplin und Respekt vor dem möglichen Scheitern halten langfristig konkurrenzfähig und nicht das ausruhen auf staatlichen Subventionen und Protektionismus.
Meint man, sich über Marktkräfte hinweg zu setzten
Meint man, sich über Marktkräfte hinweg zu setzten
- nimmt die Untergrundwirtschaft massiv zu
- die Gelder fliehen ins Ausland
- die Exporte fallen
- der Staat versinkt im Schuldenchaos
Beat Kappeler in der NZZaS vom 14.12.08, Seite 39.
Höhere Steuern vernichten netto mehr Arbeitsplätze, als Subventionen schaffen. Und statt echter technologischer Durchbrüche fördert man technologische Ladenhüter.
Silvio Borner in der WW50.08, Seite 20.
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