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Donnerstag, 13. Oktober 2011

Parasitäre Umverteilung bei SRG/SRF


Der weitaus grösste Teil des SRG-Umsatzes von rund 1,7 Milliarden wird in der Deutschschweiz erwirtschaftet, mit deren Werbung und Gebühren. Damit werden die zwei anderen Landessender subventioniert. Sie müssen hoch subventioniert werden, weil die Wertschweizer und die Tessiner mit zu viel Personalaufwand zu viele Sendungen auf zu vielen Sendeketten produzieren. 
Seit 1970 hatte die SRG sieben Präsidenten und sechs Generaldirektoren. Elf der dreizehn Gewählten waren Westschweizer oder Tessiner. Das macht 84,6%. 
In der Biologie spricht man bei diesem System von einem Wirt und seinen Parasiten. Weil wir nicht in der Biologie, sondern der Politik sind, nennt man das Service public, Kohäsion der Landesteile und Zusammenhalt der Sprachgruppen.Kurt W. Zimmermann in der WeWo39.11, Seite 23.

Juden-Gen



Angehörige von Volksgruppen, die häufig unter sich heiraten und sich fortpflanzen, sind auch genetisch verknüpft. Es ist bekannt und wissenschaftlich unbestritten, dass es genetische Muster gibt, die bei Juden gehäuft vorkommen.Joëlle Apter, dipl. Biologin und Inhaberin der Zürcher Firma iGenea, in der WeWo35.10, Seite 17.

Freitag, 29. April 2011

Die Treue der Präriewühlmaus

Zusammenfassung
Der männliche Sexualtrieb und sein Verhalten (nur bei Präriewühlmäusen?) sind vom Hormon Vasopressin und der Länge der entsprechenden Rezeptoren abhängig. Wird viel Vasopressin ausgeschüttet und sind die Rezeptoren lang, ist das Männchen monogam - sonst ists schwieriger...

Dass der männliche Sexualtrieb sich meist bis ins hohe Alter pro Tag deutlich öfter bemerkbar macht und sich von Emotionen besser abspalten kann als der weibliche, ist unter ­Wissenschaftlern unbestritten.

Während die männliche Präriewühlmaus nach einem anfänglichen 24-stündigen Sexualmarathon mit einem Weibchen völlig monogam ist und den Nachwuchs mitbetreut, bespringt die Rocky-Mountains-Wühlmaus Mäusin um Mäusin und zieht nach der Begattung unverzüglich weiter. Die Erklärung der Wissenschaftler: Erstens verschmelzen im Gehirn der Präriemaus während des langen Marathons die Schaltkreise für Liebe und Lust. Zweitens erzeugen bei der Begattung zwar beide Wühlmausarten Dopamin und Vasopressin, aber nur die genetisch vererbten Rezeptoren der Präriewühlmaus sind lang genug, die Aufnahme des Monogamie erzeugenden Hormons Vasopressin zu ermöglichen. Als Wissenschaftler diese Rezeptoren blockierten, waren die Präriemäuse nicht länger monogam, während ihre Rocky-Mountains-Verwandten monogam wurden, als man ihnen das Gen für längere Rezeptoren einpflanzte.

Vor drei Jahren weckte eine schwedische Studie bei chronischen Fremdgängern Hoffnung auf Absolution. Ein Forschungsteam um den schwedischen Verhaltensgenetiker Hasse Walum hatte entdeckt, dass Männer ebenfalls Vasopressin-Rezeptoren unterschiedlicher Länge besitzen. Weltweit berichteten die Zeitungen über das «Untreue-Gen», und die Erleichterung zwischen den Zeilen war nicht zu überlesen. Die Studie besagte, dass zwei von fünf Männern eine oder zwei Variationen der Rezeptoren-Gene aufwiesen. Und dass die drei Fünftel der Männer, denen diese Variationen fehlten, sich mit der Monogamie wesentlich leichter taten als die andern, die öfter untreu waren und mit Ehekrisen kämpften. ­Geert J. de Vries, in der Vasopressin-Forschung tätiger Neurowissenschaftler in Amherst, Massachusetts, sah in der schwedischen Studie eigene Forschungsergebnisse bestätigt, wonach Vasopressin nicht nur für männliche Treue, sondern auch für männliches Verhalten in einer Langzeitbeziehung von entscheidender Bedeutung sei.

Beatrice Schlag in der WeWo12.11.
siehe auch hier

Freier Wille vs. biologische Determiniation

Das naturgeschichtlich gewachsene Erbprogramm steuert das menschliche Verhalten. Die menschliche Vernunft hat wenig Chancen dagegen.
Professor Eckart Voland

Biologischer Determinismus führt ­nirgends hin. Wenn man denkt, man habe ­einen freien Willen, hat man einen freien ­Willen.
Baroness Susan Greenfield, britische Hirnforscherin
Nun ein persönliches Beispiel: Ich trinke gerne Bier und esse gerne Cordon-Bleu. Wenn ich dies aber zu häufig tue, schmeckt es mir zwar immer noch, es hat aber unerwünschte gesundheitliche Nebenwirkungen (dick). Also nutze ich meinen freien Willen um mein inneres Bedürfnis zu überwinden, auf das schmackhafte Mahl zu verzichten und ab und zu einen Salat runter zu würgen. Dies macht jedoch unglücklich und führt zu einer seelischern Unausgeglichenheit. Das Verlangen nach Bier und Cordon-Bleu bleibt trotzdem bestehen.

Aktuell sehe ich folgende mögliche Lösungen
- Neurolinguistische (Um-)Programmierung
- Neugestaltung des Unterbewusstseins durch Hypnose
- Selbstverleugnung: Sich selbst so lange einreden, dass es anders ist, bis man es selbst glaubt.
Wobei die bessere Hälfte jeweils auf eine natürliche Lösung hofft: Sie nennt sie "Reife"...
Menschliche Entscheidungen gegen die biologischen Impulse des Gehirns sind nicht nur möglich, sondern alltäglich. Man nennt es Zivilisierung, und man muss es tun. Ich glaube, es hilft, wenn man weiss, welches die Impulse sind, die man niederzuhalten versucht. Aber wenn ein Mann Frau und Kinder hat, ist es völlig egal, welches die Ausstattung seiner Rezeptoren-Gene ist. Er trägt der Familie gegenüber Verantwortung. Aber möglicherweise ist es nützlich, zu wissen, dass er wegen seiner Gene härter arbeiten muss, um treu zu sein. Genau so, wie es nützlich ist, zu wissen, dass man gefährdeter ist als andere, Diabetes oder einen Schlaganfall zu bekommen.
Neuropsychiaterin und Berkeley-Professorin Louann Brizendine
Aus einem Artikel von Beatrice Schlag in der WeWo12.11.

Mittwoch, 19. Januar 2011

Das männliche Gehrin

Zum Beispiel Sex. Die dafür zuständige Gehirnregion ist beim Mann mehr als doppelt so gross wie bei der Frau und wird in der Pubertät mit massig Testosteron in Schwung gebracht. Deshalb denken Männer ab der Adoleszenz an gar nichts anderes mehr und fantasieren den ganzen Tag über weibliche Körperteile. Dazu kommt die visuelle Orientierung. Der männliche Blick ist konstant auf der Pirsch, überschaut das Angebot und taxiert seine Beute, so Brizendine. Nicht, weil er ein primitiver Neanderthaler ist, sondern weil er gar nicht anders kann.

Michèle Binswanger im Tagi-Blog

Samstag, 27. März 2010

Behandlung von Kokainsucht

Kokain und andere Suchtmittel hinterlassen Spuren im Gehirn. Nach der Einnahme der Droge kommt es zu einer verstärkten Reizübermittlung im Gehirn. Biochemische Prozesse verändern die Kontaktstellen zwischen Hirnzellen, die Synapsen, langfristig. (...) Prof. Christian Lüscher und sein Team konnten zeigen, dass sich diese durch Drogen hervorgerufene Plastizität wieder rückgängig machen lässt. Sie entdeckten bestimmte Proteine im Gehirn, sogenannte metabotrope Rezeptoren, die als eine Art Verteidigungssystem gegen Sucht dienen. Etwas vereinfacht dargestellt, reduzieren diese Proteine das Verlangen nach der Droge. (...) Die prämierte Arbeit eröffnet völlig neue Perspektiven zur Behandlung von Sucht.
Presseportal

Dienstag, 21. Oktober 2008

kein freier Wille

Wer an den freien Willen glaubt, soll versuchen, den Harndrang zu bezwingen.
Ein befreundeter Evolutionsbiologe von Beda Stadler in der NZZaS vom 19.10.08, Seite 22