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Sonntag, 26. September 2010

EU-Funktionäre fehlbarer als Marktkräfte

Die EU schafft eine neue Superbehörde für Finanzaufsicht, welche sich...
schwerpunktmässig mit Banken, mit Versicherungen und mit Wertpapierhandel befasst.
Wir sind mehr als sekptisch, ob sich die hochfliegenden Erwartungen erfüllen werden. Ist aus der Geschichte auch nur ein Beispiel bekannt, wo Funktionäre und Beamte ein relevantes wirtschaftliches Risiko früher gesehen haben? Der Glaube daran, der Staat werde Managementfehler erschweren oder gar verunmöglichen, ist auch logisch falsch. Wenn es so wäre, müsste der Staat die Kontrolle über die Wirtschaft gleich vollständig an sich ziehen. Die Schweiz sollte sich hüten, diesem Vorbild nachzueifern.
Roger Köppel in der WeWo36.10, Seite 5.

Samstag, 26. Dezember 2009

Lehre aus der Finanzkrise: 3 Massnahmen

Je höher das Systemrisiko einer Bank, desto höher die Eigenkapitalvorschriften und diese sollen auf möglichst einfachen Konzepten beruhen.


Obligationen sollen ebenso wie Aktien als risikobelastete, haftende Substanz der Firma angesehen werden.

No "too big to fail" anymore. Greifendes, realistisches Konkursrecht für sämtliche Finanzinstitute.

In Anlehnung an Silvio Borner in der WW49.09, Seite 29.

Dienstag, 15. September 2009

2 simple Regeln gegen Auswüchse in der Finanzwelt

Die Regulierer sollten langsam kapiert haben: "mehr vom Gleichen bringt nichts".
Die Bankkunden und Geldgeber müssen auf die Risiken hingelenkt statt durch demagogische Politikerversprechen immer neuer Regulierungen davon entbunden werden.
Deshalb zwei Regeln:

1. Die Besitzer von Obligationen und Darlehen sollen bei Bankkonkursen ihre Guthaben als neues Kapital stehen lassen müssen.

Wie im römischen Recht wird es heissen, niemand anders als «der Käufer muss sich vorsehen» (caveat emptor).

2. Und die Banken sollen an ihren verbrieften und verkauften Schuldpapieren weiterhin mit 10% beteiligt bleiben.

Die Banken dürfen also weiterhin Kredite an Hausbesitzer, Autokäufer, Kreditkarten-Schuldner in Pakete fassen und als verbriefte Forderungen an andere Investoren verkaufen - aber sie bleiben mit 10% darin hängen.
Beat Kappeler in der NZZaS vom 06.09.09, Seite 41.

Mittwoch, 1. April 2009

Marktteilnehmer näher dran als Regulatoren

Die Vorstellung, dass mit immer mehr Regulierungen und einer internationalen Harmonisierung der Vorschriften die Finanzmärkte stabiler würden, mag nur diejenigen zu überzeugen, die glauben, dass die Aufsichtsgremien die Risiken bei Banken und auf den Finanzmärkten besser beurteilen können als die Marktteilnehmer.
Kurt Schiltknecht in der WW13.09, Seite 21.

Mittwoch, 12. November 2008

Talfahrt

Kaum ist der berühmteste Hedge Fund-Manager der Schweiz in den VR der UBS gewählt worden [Rainer Marc-Frey], fällt ihm nichts besseres ein als alle seine UBS-Aktien mit Verlust zu verkaufen. Begründung: Das ist mein Totalausstieg aus dem Aktienmarkt. Was sollen nun die anderen Aktionäre der UBS denken? Sollen sie dem Beispiel von Rainer-Marc Frey folgen? Immerhin sollte er wissen, weshalb er den UBS-Aktien misstraut. Und er will sogar “aus allen Aktien aussteigen”. Die UBS-Berater sollen aber ihren Kunden den gezielten Einstieg in Aktien empfehlen. Wie ist dieser Widerspruch lösbar?
Klaus J. Stöhlker

  • Deflation: Steuereinnahmen werden um 20 bis 40 Prozent sinken.
  • in den nächsten Monaten: Erholung in der Grössenordnung von 30 bis 50 Prozent: [Wenn man meint, alles sei überwunden und man könne weitermachen wie bisher] wird das Debakel erst beginnen. So war es noch jedes Mal, wie uns die Finanzgeschichte zeigt. Von November 1929 bis April 1930 hat sich der Down Jones nach dem Crash um die Hälfte erholt. Danach hat erst die wirkliche Talfahrt begonnen.
  • Die Krise wird erst 2012 überwunden sein.
  • In Wirklichkeit ist es so, dass man einen Alkoholiker mit Schnapps therapiert. Es hilft, wenn er zittert, aber es heilt nicht den Alkoholismus.
  • Pervertierung der Shareholder-Value-Philosopie, dieser ist Kindergarten, sehr einfach: Man schraubt das Marketing runter, investiert nichts mehr in die Ausbildung, drosselt die Innovationen. Kurzfristig steigt der Gewinn.
  • Eigentlich müssten die Leistungsfähigkeit des Unternehmens, die Wettbewerbsfähigkeit und der Kundennutzen oberstes Gebot sein.
  • Lösung: eine riesige Müllabfuhr, Consultants, die am alten Denken festhalten, rausschmeissen, Organisationsstrukturen wie die Matrixorganisation, die nur eine Behinderung darstellt, das Controlling vergbessern, Finanzkennziffern wie das Ebitda verbannen, dafür das von mir vorgeschlagene EAE, earnings after everything, einführen, Reservern bilden und mit dem Transparenzsput aufhören. Wiso soll ich als Unternehmen meine m Konkurrenten auf einer Roadshow meine Strategie aufdecken? Zudem sollten die Recht der sogenannten Investoren eingeschränkt werden.
Fredmund Malik im Interview mit Carmen Gasser in der WW45.08, Seite 54ff.

Die erfahrensten und erfolgreichsten Wirtschaftler sind pessimistisch. Das bedeutet: Finger weg vom Finanzmarkt für die nächsten 2 bis 4 Jahre und keinen Job in dieser Industrie antreten, der den "geringen" Fixlohnanteil mit Boniaussichten zu kompensieren versucht ;-).

Sonntag, 2. November 2008

financial weapons of mass destruction

In my view, derivatives are financial weapons of mass destruction, carrying dangers that, while now latent, are potentially lethal.
Warren Buffet on Derivatives in Berkshire Hathaway annual report for 2002

Freitag, 31. Oktober 2008

Militärtaktik bei unfriendly takeovers

Überraschung, Tempo, Courage
  • Ausglätten der Entscheidungsgewalt
  • Schaffen von Allianzen
  • Schwächen des Feindes
  • kombinierter Waffeneinsatz
Guy Wyser-Pratte, Investor und ehemaliger Offizier des USMC in der Rundschau