- Unfair ist, wenn jemand erfolgreich wirtschaftet und dann durch eine höhere Instanz enteignet wird, z.B. um unproduktive Versager zu subventionieren.
- Fair ist, wenn sich die globalen Anbieter in einem freien Markt ohne Handelshemmnisse, mit gleich langen Speeren gegenüber stehen und vollen Marktzugriff auf sämtliche Märkte haben.
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Freitag, 11. November 2011
Fairtrade und Freetrade
Bei dieser Werbung stellt sich mir die Frage: Was ist Faierer Handel?
Sonntag, 24. Juli 2011
Migrationsvorbehalte
Das ist eine kleine Sache. Man hört und sieht gewisse Dinge und diese eine Sache wird immer grösser und grösser. Und dann, eines Tages, wird es zuviel. Und man sagt sich "Scheisse, ich hab das satt. Aber warum eigentlich?" Und dann kommt auf einmal der ganze Hass zum Vorschein. Und dieser Hass kam, weil ich all diese Ausländer gesehen habe, die herumlaufen mit ihrem Goldschmuck, ihren Anzügen, ihren Kravatten. Und ich hab' nicht einmal genug, mir etwas zum fressen zu kaufen. Und dann die Sprüche, die ich auf der Gasse höre "Haha, diese Schweizer, die arbeiten für uns." Das ist der Grund. Da entsteht der Hass. Und eines Tages explodiert es und wenn es explodiert, dann tut es weh.aus Skin or die, von Daniel Schweizer.Christoph, 26Die Leute werden sagen, es sei idiotisch, sich auf die politischen Flüchtlinge zu stürzen. Das ist wahr. Bei denen ist Krieg. Und sie kommen hierher. Und die Leute sagen "Ihr seid Idioten, sie anzugreifen, denn es ist nicht ihre Schuld." Das ist richtig. Es ist die Gesellschaft, die sie kommen lässt. Das sind die sieben Arschlöcher da oben, die sie alle kommen lassen, die sie hier ernähren, einquartieren und alles. Da bin ich eher auf die Gesellschaft sauer, weil die Flüchtlinge keine Schuld haben. Sie haben gefragt, und man hat sie akzeptiert, also kommen sie. Aber dann kommen die Probleme. Wenn man heute auf die Strasse geht, trifft man überall auf Banden von nwort, die einen belästigen. Und dann sind sie plötzlich alle politische Flüchtlinge. Sie haben alle grosse Autos und das ist eine Schweinerei. Sachen, für die wir 30 Jahre arbeiten müssen, bekommen sie von einem Tag auf den anderen. Das akzeptiere ich nicht.Mike, 19.
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Montag, 20. Juni 2011
Benachteiligung führt zu wütenden Männer
Diese Männer erleben sich als benachteiligt. Ihre Wahrnehmung ist insofern korrekt, als ihre Lebensgestaltungs-Chancen tatsächlich bescheiden geworden sind. (...) Die Wut dieser Männer ist echt.
Es gibt in der Schweiz eine grosse und offenbar rasch wachsende Zahl von Männern, die sich als Emanzipations-Verlierer erleben. Da sind die Scheidungs-Verlierer, welche mit einem nicht einklagbaren Besuchsrecht abgespeist werden und sich als Zahlväter am Rand des Existenzminimums wiederfinden. Da sind die Bildungs-Verlierer, die laut Statistik immer weniger mit ihren Klassenkameradinnen und Kommilitoninnen mithalten können - und immer öfter mit Ritalin ruhiggestellt werden. Da sind die Globalisierungs-Verlierer, welche sich auf dem flexibilisierten Arbeitsmarkt nicht mehr zurechtfinden. Nicht zu vergessen sind auch die Sex-Verlierer, die den gestiegenen Anforderungen an den sensitiven Lover, der gut zuhören, aber im richtigen Moment auch zupacken kann, nicht mehr genügen können oder wollen.
Markus Theunert in der NZZaS vom 19.06.2011, Seite 17.
Dienstag, 26. April 2011
öffentliche Zelebrierung des jämmerlichen Mannes
Ganz zu schweigen vom jämmerlichen Männerbild, das seit Jahren in der Öffentlichkeit zelebriert wird. Wenn man schon von Sexismus redet, müsste er eher auf dieser Seite angeprangert werden. Wer erinnert sich nicht an den unsäglichen Werbespot der Migros für Flaschenrückgabe, in dem Frauen gezeigt wurden, die im Einkaufswagen Männer entsorgten? Und all die lustigen Buchtitel: «Männer und andere Katastrophen», «Bedienungsanleitung Mann: So macht Frau ihn funktionstüchtig», «Der Tag, an dem ich beschloss, meinen Mann zu dressieren», «Männer und andere Problemzonen», «Nur ein toter Mann ist ein guter Mann». Litten die Frauen früher an einem Unterlegenheitskomplex, so scheint heute eher ein Überlegenheitskomplex vorzuliegen.
David Signer in der NZZaS vom 24.04.2011, Seite 17.
Samstag, 2. Januar 2010
Fussballniederlage
Bei 6:1 kommen einem Matches aus der Schulzeit in den Sinn, wenn die Jungen, die im Verein waren, gegen die Nerds (plus zwei Mädchen sowie den Klassenhomo) spielten.
Mark van Huisseling in der WeWo46.09, Seite 63 über das Spiel Olympique Marseille gegen den FC Zürich, erinnerte mich an das 6:0 FCL-FCA vom 06.12.09...
Freitag, 1. Januar 2010
Sonntag, 8. Juni 2008
Abwahl und Ausschluss
Stellt sich jemand aus den eigenen Reihen dem Gegner zur Verfügung vor allem jemand, der nicht unser Gedankengut vertritt, dann ist die Abwahl geschehen. Noch nie konnte jemand aus den eigenen Reihen so billig Bundesrat werden wie am 12. Dezember. Der Fehler der Partei war, dass sie Frau Widmer-Schlumpf glaubte. Es fehlte am Misstrauen!
Der Fehler der SVP war, dass sie nach dem Erfolg bei den Parlamentswahlen zu unvorsichtig und überheblich wurde.
Die Triebfeder für meine Abwahl waren der Neid und die Missgunst. Der Wahlerfolg der SVP und die Niederlage der anderen Parteien haben dies verstärkt. Es schloss die Verlierer zusammen.
Eine Person aus der Partei auszuschliessen, ist immer ein schmerzhafter Prozess. Aber wenn eine Partei zulässt, dass sich jemand dem politischen Gegner zur Verfügung stellt, um der eigenen Partei zu schaden, muss sie handeln, sonst verliert die Partei das Vertrauen.
Das Ausschlussverfahren ist nötig für die Glaubwürdigkeit der Partei. Handelt die SVP nicht, wird der Verrat künftig ein legitimes Mittel für Bundesratswahlen.
Christoph Blocher im Interview mit Philipp Gut, Roger Köppel und Andreas Kunz in der Weltwoche 23.08, Seite 30ff.
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Dienstag, 27. Mai 2008
oppositionelle Nein-Sager-Parteien
So funktionieren eben oppositionelle Nein-Sager-Parteien, könnte man sagen, die in andern Ländern Europas durchaus auch nationalkonservativ gefärbt sein können. Sie setzten auf Abwehr des Fremden, auf den Schutz des Althergebrachten, sie operieren - kurz gesagt - mit der Sehnsucht nach Heimat.
tis. in der NZZaS vom 25.5.08, Seite 25.
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linkes Deutschland
Gibt es in Deutschland eigentlich auch nichtlinke Politiker? Wer an einem x-beliebigen Abend durch die vielen, ähnlich überzogenen politischen Talkshows auf deutschen TV-Sendern zappt, der darf sich die Frage stellen. Von "sozialer Härte" ist da stets die Rede, von "Entgarantierung", "Armut", "Abstiegsangst" und "Unterschicht". Hinter [dem begabten Populisten Oskar] Lafontaine haben DDR-Nostalgiker aus dem Osten und oppositionelle Grüppchen aus dem Westen zusammengefunden, um mit vagen Versprechungen die Verlierer von Moderne und Globalisierung zu sammeln.
tis. in der NZZaS vom 25.5.08, Seite 25.
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Dienstag, 4. März 2008
Deutschland kauf Hehlerware
Deliktisches Handeln durch den Staat ist nicht vorgesehen und in Deutschland wie in jedem anderen zivilisierten Land per Verfassung untersagt.Schon einmal wandte sich die deutsche Regierung an die Schweiz mit dem Verdacht, dass jemand "ihrer Pflicht zur Anbietung von im Ausland gelegenem Vermögen nicht genügt, den inneren Wert der Auslandbeteiligungen oder deren Anbietungsfähigkeiten verschleiert..." habe, etc.. Dies war 1939 und betraf drei deutsche Juden mit Unternehmungen in der Schweiz. Dies um der Vollständigkeitshalber die Nazikeule auszupacken :-P.
Zahlt ein Erwerber für Deliktsbeute, stellt sich die Frage, ob er den Täter zu seiner Tat angestiftet hat. Ein solcher Anfangsverdacht erhebt sich dann, wenn - wie hier der deutsche Staat - der Erwerber am Deliktsgut als Einziger ein enormes finanzielles Interesse hat.
Wenn der Staat sich über seine eigenen Gesetze hinwegsetzt, ist dies ungleich gefährlicher, als wenn Einzelnen mit ihren Steuern mogeln.
Vera Delnon in der WW9.08, Seite 14.
Es scheint, als ob der deutschen Regierung alle Mittel erlaubt wären. So fühlt sich der Basler Strafrechtsprofessor Mark Pieth an "Hexenprozesse" erinnert: "Dort galt ja, je schlimmer die Tat, desto weniger muss sich der Ermittler ans Recht halten."
Deutschland hat versagt: Die Staatsquote beträgt 45.6 Prozent und geboten wird nicht ausserordentlich viel. Mörgeli verlgeicht den Deutschen Staat mit den Raubrittern, feudalen Faulenzern in Eisenrüstungen des Spätmittelalters: Gut geschützt kassieren sie bei den Bürgern ab. Sie haben notwendige Reformen verschlafen und so den den Anschluss verpasst - Modernisierungsverlierer.
In Anlehnung an Christoph Mörgeli in der WW9.08, Seite 24.
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