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Samstag, 14. April 2012

Zur Politik Israels

Die irakischen Raketenangriffe auf Israel sind die logische, fast zwingende Konsequenz der Politik Israels.  
Hans-Christian Ströbele, Sprecher der Grünen, zur Zeit des Golfkrieges von 1991, als irakische Scud-Raketen in Tel Aviv einschlugen. 
 
Israel ist ein Fremdkörper im Nahen Osten, ein künstliches Gebilde. Der jahrzehntelange Nahostkonflikt ist ein gefährlicher Brandherd, der zum Dritten Weltkrieg führen könnte. 
Israel stelle eine Gefahr für den Weltfrieden dar. Ohne einen befriedeten Nahen Osten kein Frieden in der Welt. Sogar für die Juden wäre es besser, wenn der Zionismus sein eigenes Ende erklären würde, denn er fördert und befördert den Antisemitismus. (...) Am Antisemitismus sind nicht die Antisemiten, sondern die Juden schuld, die durch ihr Dasein und ihr Sosein ganz unvoreingenommene Menschen dazu bringen, antisemitische Gefühle zu entwickeln. 
Im Dunst der atomaren Endlösung der Nahostfrage würde der von den Nazis organisierte Holocaust mitsamt den Schuldgefühlen den Juden gegenüber im Abgrund der Geschichte verschwinden.
Henryk M. Broder in seinem Buch "Vergesst Ausschwitz!" in einem Vorabdruck in der WeWo11.12, Seite 60f.

Donnerstag, 12. Januar 2012

Israels Verbote verunmöglichen Vergangenheitsbewältigung

Nach dem Entwurf soll es künftig verboten sein, das Wort Nazi oder ähnlich klingende Wörter sowie Begriffe zu benutzen, die mit dem Nationalsozialismus, dem Dritten Reich oder einer seiner führenden Vertreter verbunden sind.

Strafbar würde sich auch machen, wer gestreifte Kleidung trägt, die an die Kluft der Insassen von Konzentrationslagern erinnert, oder einen gelben Judenstern sowie ähnliche Symbole benutzt.

Auch Fotos, Zeichnungen und Skulpturen, die das Hakenkreuz oder verwandte Symbole aufweisen, sollen verboten sein. Als Strafe sind bis zu sechs Monate Gefängnis und die Zahlung von 100 000 Schekel (24 710 Franken) vorgesehen. Ausgenommen ist nur die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Holocaust.

20min vom 12.01.12

Samstag, 16. Juli 2011

Vergleichbarkeit des Holocaust

Bis Ende 1938 hatten die Sowjets etwa tausendmal so viele Menschen ermordet wie die Nationalsozialisten.
Timothy Snyder in Bloodlands – Europa zwischen Hitler und Stalin.

Die Tatsache, dass dieses Ausmass überrascht, hat nicht allein mit der einseitigen Fokussierug auf das Naziregime zu tun.

Snyder provozierte mit seinem Buch einen Skandal, indem er die Einmaligkeit des Holocaust in Frage stelle.

Urs Gehriger in der WeWo28.11, Seite 54ff.
Den Holocaust zu leugnen ist eine Straftat - ein Offizaldelikt und wird von Amtes wegen verfolgt.
Durch das bestreiten der Einzigartigkeit des Holocaust wird man in die Rechtsextreme Ecke gestellt und droht ebenfalls verurteilt zu werden wegen der Anti-Rassismusstrafnorm.
Doch das Vergleichen des Holocaust sollte noch legal sein - oder auch nicht? Denkverbote in einer freien Gesellschaft?

Freitag, 6. Mai 2011

keine Spezialrechte aus der Einzigartigkeit des Holocaust

Für die Deutschen wurde die Frage, ob der Nationalsozialismus etwas Singuläres war, zu einer Art Glaubensbekenntnis. Ich sehe überhaupt keinen Erkenntnisgewinn darin, auf der Singularität des Nationalsozia­lismus zu bestehen. Für mich ist jedes Verbrechen einzigartig.
Karl Schlögel im Interview von Philipp Gut in der WeWo17.11, Seite 53.

Dienstag, 7. September 2010

Der grösste internationale Finanz- und Justizskandal

Schlusspunkt hinter Bankenvergleich
Holocaust-Vermögen: Zwölf Jahre dauerte es, um 1,25 Milliarden Dollar aus der Schweiz zu verteilen
Weil es an berechtigten Ansprüchen mangelte, mussten die Verteil-Kriterien mehrmals erweitert werden. Die Verteilung kostete 200 Millionen Dollar.

Zwölf Jahre nach dem Abschluss des Vergleichs zwischen Anwälten von Holoaust-Überlebenden und Schweizer Grossbanken über nachrichtenlose Konten aus der Nazizeit steht das Ende der Auszahlungen unmittelbar bevor. Dies geht aus einem Gutachten des an der New York University lehrenden Juraprofessors Burt Neuborne hervor. Dieser berät Richter Edward Korman, der die Aufsicht über den im August 1998 getroffenen Vergleich führt.

Laut Gutachten sind zwar och einige wenige Entscheidungen fällig. Aber Neuborne rechnet damit, dass auch danach von der Vergleichssumme von 1,25 Mrd. $ bis zu 180 Mio. verbleiben könnten. Er schlägt vor, 100 Mio. in Form nachträglicher Auszahlungen an die etwa 2900 Erben von Kontoinhabern zu verteilen, die bereits Entschädigungen erhalten haben. Dann noch verbleibende Mittel möchte er an „besonders bedürftige Holocaust-Überlebende“ ausschütten. Davon beansprucht die israelische Regierung den Löwenanteil. Der Bankenvergleich war durch eine Kombination von Boykottdrohungen, politischem Druck und anhaltend schlechter Presse der Schweizer Banken in den USA zustande gekommen.

Aber es waren die Sammelklagen in den USA, die schliesslich den Weg dazu bereitet haben. Auch die Verteilung der Vergleichssumme war in der am 21. Oktober 1996 eingereichten Gruppenklage vorgezeichnet die dann vor Richter Korman in New York verhandelt wurde. Die Klage hat fünf „Klassen“ von Opfer definiert, die später im Verteilplan des Gerichts berücksichtigt wurden: die Inhaber von Bankguthaben und deren Erben, zwei Gruppen von Zwangsarbeitern, abgewiesene Flüchtlinge sowie eine breit definierte Gruppe von Opfern der NS-Raubpolitik, von der Schweizer Banken angeblich profitiert haben. Aus den Gerichtsakten geht hervor, dass heute alle Klasen ausser der Klasse der Bankguthaben abgeschlossen sind.

Unhaltbare Vorwürfe
Doch von den für Bankguthaben vorgesehenen 800 Mio .$ hätten bisher nur 574 Mio. verteilt werden können, schreibt Neuborne. Er begründet dies mit der „abscheulichen“ Vernichtung der Unterlagen in der Schweiz durch die Banken. Neuborne übergeht jedoch die Tatsache, ass die Banken gesetzlich nur verpflichtet waren, Unterlagen zehn Jahre lang aufzubewahren. Auch Korman hat die Probleme bei der Suche nach Anspruchsberechtigten für Guthaben wiederholt mit der angeblich böswilligen Zerstörung von Dokumenten begründet. Diese Vorwürfe stehen angesichts des unabhängigen Volcker-Reports über „nachrichtenlose Konten“ und der enorm aufwendigen internen Recherchen der Banken auf wackeligen Beinen. Erstaunlich sind dagegen die Verwaltungskosten für den Vergleich. Sie dürften sich auf rund 200 Mio. $ belaufen – Geld, das nicht den Holocaust-Opfern, sondern Juristen, Controllern und anderen Experten zugutegekommen ist.

Bemerkenswert an den Auszahlungen für Guthaben ist zudem, dass bloss 490 Mio. $ für ehr oder weniger eindeutig identifizierte Konten ausbezahlt wurden. Davon gingen 50Mio. erst noch an Erben der österreichisch-jüdischen Industriellenfamilie Bloch-Bauer. D Familie hatte Guthaben in der Schweiz unterhalten, diese jedoch nach dem Anschluss Österreichs unter dem Druck der Nazis selbst an deutsche Stellen ausgeliefert. Mitglieder der Bloch-Bauer-Familie haben nach 1945 teilweise jahrzehntelange Verhandlungen um Wiedergutmachung mit Deutschland und Österreich geführt. Korman begründet seine Zuschläge für die Bloch-Bauer-Erben nun mit „unzureichenden Entscheiden“ der deutschen und österreichischen Behörden. Zudem wirft er den Schweizer Banken den Bruch ihrer treuhänderischen Pflichten gegenüber der Familie vor.

Korman hat sich von Anfang an schwergetan mit der Verteilung der Gelder. Von Einsprüchen und zahllosen Begehren überschüttet, konnte er erst am 26 Juli 2001 einen Verteilplan vorstellen. Darin waren zwei Drittel der Summe für Konten reserviert. Danach hat das mit der Suche nah Anspruchsberechtigten betraute Claims Resolution Tribunal (CRT) in Zürich jedoch bei den Banken deutlich weniger „Holocaust-Guthaben“ gefunden, die US-Anwälte und der Jüdische Weltkongress vermutet hatten. Korman sah sich daher im Jahr 2004 gezwungen, den Verteilschlüssel zu überarbeiten und die Ausschüttungen an „Raubopfer“ in der ehemaligen Sowjetunion und Israel zu erhöhen.

Anfang 2006 schuf er eine neue Auszahlungs-Kategorie, die „plausible nichtdokumentierte Ansprüche“ mit jeweils 5000 $ belohnte. Rund 12 300 Personen profitierten davon. Ihnen fehlen zwar Unterlagen für ein Guthaben. Aber Korman will den Aussagen „glaubwürdiger“ Antragsteller Glauben schenken, die ein Schweizer Konto wahrscheinlich machen. Dass Korman das „abscheuliche Verhalten“ der Banken selbst dann zur Rechtfertigung schwer nachvollziehbarer Auszahlungen macht, wenn Konten ausreichend dokumentiert sind, zeigt ein Entscheid des Gerichts vom März diesen Jahres. Dabei ging es um Konten der jüdisch-tschechischen Industriellendynastie Thorsch. Das CRT hat in mühsamer Kleinarbeit insgesamt 29 Guthaben der Thorschs identifiziert, aber bei 27 davon eindeutig festgestellt, dass diese von den Besitzern regulär geschlossen worden waren.

Wer heftig klagte, wurde belohnt
Die Anwälte der Nachkommen haben daraufhin Berufung eingelegt und eine Entschädigung von 25 Mio. $ für die zwei verbliebenen Aktienguthaben gefordert. Doch das CRT stellte nach aufwendigen Recherchen fest, auch diese seien an „die rechtmässigen Besitzer ausbezahlt worden“. Aber weil die Argumente für eine Auszahlung „nicht frivol“ seien und die Anwälte „ihre Argumente weiterhin mit Nachdruck vorbrachten“, hielt es Korman im Interesse einer raschen Bendung des Verfahrens für sinnvoll, den Thorsch-Erben „15 Cent pro Dollar“ für ihre Ansprüche auszubezahlen. So erhielten diese einen Zuschlag von $ 3 57 657.19.
Andreas Mink in der NZZaS vom 30. Mai 2010, Seite 31.




Auszahlungen gesamt

Total bis heute: Insgesamt wurden 1086 Mio. $ an 451 770 Personen verteilt. Unter diesen ergaben sich nach „Klassen“ von Anspruchsberechtigten folgende Zahlen:
  • Bankguthaben: 2902 Auszahlungen für 4601 dokumentierte Konten im Gesamtwert von 490 Mio. $, ausserdem ungefähr 12 300 Auszahlungen von insgesamt 61 Mio. $ für „plausible nichtdokumentierte Ansprüche“.
  • Zwangsarbeit I: 287 Mio. $ an 198 000 Holocaust-Überlebende oder deren Erben.
  • Zwangsarbeit II: 826 000 $ an 570 Holocaust-Überlebende oder deren Erben.
  • Flüchtlinge: 11.6 Mio. $ an 4100 Holocaust-Überlebende oder deren Erben.
  • Raub-Opfer: 205 Mio. $ an 231 000 bedürftige Holocaust-Überlebende weltweit.

Freitag, 20. August 2010

Holocausterinnerung und Israelrechtfertigung

[Tony Judt] setzt sich für einen binationalen israelisch-palästinensischen Staat ein.
Israel benennt seine Bürger aufgrund ethnischer und religiöser Kriterien, während wir aber in einer Welt leben, in der Staaten und Völker immer enger miteinander verflochten sind.

Die Erinnerungen an den Holocaust garantieren die Humanität des heutigen Europa.
Dennoch rissen die Proteste nicht ab. (...) die Bremer jüdische Gemeinde sprach sich in einem Brief scharf gegen [Judt] aus. Judt konterte mit einer Rede, in der er nochmals auf die Wichtigkeit der Erinnerung an den Holocaust hinwies, gleichzeitig aber darlegte, dass Israel eben diese Erinnerung "pervertiere".
Katharina Blansjaar in der NZZaS vom 15. August 2010, Seite 14.

Freitag, 11. Juni 2010

"Opfer" des Holocausts

Es ist eine Ironie der Geschichte, dass Opfer des Holocausts vor Jahrzehnten ihre Vermögenswerte auf Schweizer Banken vor einem verbrecherischen Regime in Sicherheit gebracht hatten und nun vom Staat USA für die gleichen Gelder sozusagen als Kriminelle zur Kasse gebeten werden sollen.
Robert U. Vogler, Bankenhistoriker

Mittwoch, 27. Januar 2010

Holocaustgedenktag

Der Holocaust als solcher ist eine jüdische Erfindung. Man könnte genauso gut einen Gedenktag schaffen für die zahlreichen Opfer des Kommunismus, unter dem Katholiken und Christen verfolgt worden sind.
Bischof Tadeusz Pieronek auf pontifex.roma.it
Das Thema ist seit jeher dermassen emotionalisiert und überwacht, dass man gar nicht erst versucht zu verstehen, was er gemeint haben könnte. Dabei ist es offensichtlich, dass er von einem Gedenktag spricht.
Der Holocaust werde von Israel häufig als «Propaganda-Waffe» eingesetzt, wird Pieronek weiter zitiert: «Die Juden haben eine gute Presse, weil sie von mächtigen Geldgebern in den Vereinigten Staaten unterstützt werden.» Dies führe zu «einer Art Arroganz», die er nicht hinnehmen könne, so der Bischof weiter. Scharf kritisierte er die Politik Israels gegenüber den Palästinensern, «die wie Tiere behandelt werden». Man solle auch für sie einen Gedenktag schaffen, forderte Tadeusz Pieronek weiter.
Sein Demento:
Er habe keinesfalls den Holocaust leugnen wollen. Die Bezeichnung Schoah für diese Tragödie sei von den Juden erfunden worden, versuchte Pieronek klarzustellen. Ohne Zweifel seien in den Konzentrationslagern mehrheitlich Juden ermordet worden. Auf der Liste habe es aber auch Zigeuner, Polen, Italiener und Katholiken gegeben. Also solle man diese Tragödie «nicht im Namen der Propaganda stehlen», meinte der Bischof.
pbl auf 20min
Wäre diese ganze Aufregung auch eingetroffen, wenn er explizit immer von "Holocaust-Gedenktag" und nicht nur von "Holocaust" gesprochen hätte? Wahrscheinlich ja. Verstösst es folglich gegen die Antirassismusstrafnorm, wenn man der Meinung ist, dass die penetrante Inszenierung des jährlichen Gedenktags zum Holocaust einer Minderheit dient, sich u.a. abermals als ewige Opfer ins Ramenlicht zu stellen und uneingeschränktes Mitleid zu fordern?

PS: Die Worte der geladenen israelischen Gäste (nie vergessen, nie wiederholen, Humanität über alles, etc.) sind für Millionen von Palästinenser im Gazastreifen blanker Hohn.

Mittwoch, 29. April 2009

Der internationale Druck auf die Schweiz

Der Bund gewährleistet allen Schweizern, welche einer der christlichen Konfessionen angehören, das Recht der freien Niederlassung.
Bundesverfassung von 1848, Artikel 41
1866: "welche einer der christlichen Konfessionen angehören" wird gestrichen, Gleichstellung der Juden. Als Folge eines 10-jährigen Druckes von Grossbritannien, Frankreich und den USA.

[1902: Saccharin-Krieg: Europäische Staaten fürchten um ihre Rübenzuckerindustrie und erlassen protektionistische Verbote für künstliche Süssstoffe. Saccharin-Exporteure werden wie Drogenhändler verfolgt.]

1946: Die Geschichte wird von den Siegern geschrieben. Weil sich die Schweiz neutral blieb und sich nicht in die Kriegswirren verwickeln liess, betrachten die Alliierten sie als Kriegsgewinnlerin und erwarten von ihr Aufbauzahlungen für das, was sie zerbombt haben. In den USA werden Schweizer Guthaben gesperrt. Auf internationlen Druck bezahlt die Schweiz 250 Mio. CHF.

1998: Meili und die Holocaust-Gelder: Obwohl die Volcker-Kommission nur Bruchstücke an jüdischen Vermögen findet und das Geld zu grossen Teilen bis heute noch nicht den "Berechtigten" zugewiesen werden kann, überweisen die Schweizer Banken grosszügig 1,25 Mrd. USD.

2009: Die Mächtigen brauchen Geld, um ihre Konjunkturprogramme zu finanzieren. Also landet man ganz zufällig bei der Steuerfrage. Der Staat wird zum Inkassobüro und probiert wo immer möglich an Gelder ran zu kommen. Steueroasen werden sekundär, v.a. die eigenen, und man fokussiert sich auf jene Staaten, von denen man (aus Erfahrung) weiss, dass sie schnell viel Geld locker machen. Die Schweiz liefert 255 Kundendaten aus und bricht damit den Rechtsweg, sie akzeptiert die OSZE-Richtlinien vorbehaltslos und leiht dem IWF 10 Mrd. CHF.
In Anlehnung an Jost Auf der Maur in der NZZaS vom 26.4.09, Seite22f.

Dienstag, 31. März 2009

von Meili über Kramer zu Holzach

Nachdem er die jüdische Viertelmillion USD verpulvert hat, kehrt Christoph Meili verschuldet zurück in die Schweiz mit Direkteinstieg ins Sozialsystem. Er lebt künftig vom Staat, dem er durch sein rechtswidriges Verhalten einen enormen Imageschaden zugefügt hat.

1997, als Jane Kramer im "The New Yorker" über ihn schrieb, brachte sie damit Robert Holzach, der letzte Woche starb, um seine wohlverdiente Ehrenpräsidentschaft der SBG.
Der Thurgauer war 1997 noch einmal in die Schlagzeilen geraten, als die amerikanische Kolumnistin und Schriftstellerin Jane Kramer in der Wochenzeitschrift «The New Yorker» angebliche antisemitische Äusserungen von Holzach zitierte. Holzach habe gesagt, die Kontroverse um die Rolle der Schweizer Banken im Zweiten Weltkrieg habe mit einer jüdischen Verschwörung zu tun, um die Übernahme der prestigeträchtigsten Finanzmärkte zu erreichen. Holzach dementierte diese Aussagen. Später wurde ihm der Titel des SBG-Ehrenpräsidenten aberkannt. (Basler Zeitung).
Die Schweizer Banken bezahlten (ohne Verurteilung, lediglich aufgrund des Druckes "der Öffentlichkeit") den "Opfern des Holocausts" 1,25 Mrd. USD, welche bis zu einem grossen Teil nicht zugewiesen werden konnten.

Freitag, 27. März 2009

Verbot von "Holocaust auf Teller"

Die Gleichsetzung von Massentierhaltung und dem Holocaust bleibt in Deutschland verboten. Das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe hat die Verfassungsbeschwerde von Tierschützern nicht zur Entscheidung angenommen, denen die Bildkampagne "Der Holocaust auf Ihrem Teller" untersagt worden war. (Frankfurter Rundschau)
Das Bundesverfassungsgericht ist mit dem Anti-Rassismus-Gesetz in der Schweiz vergleichbar: Als Zensor der freien Meinungsäusserung. Der Schtuz von Minderheiten mündet in einer praktischen Besserstellung dieser. Besonders stossend ist dies, wenn dabei aufgrund einer "historischen Schuld" argumentiert wird und die Minderheiten durch nicht schützenswerte Gläubige repräsentiert werden.

Die PETA-Kampagne wäre zwar geschmacklos, doch sie müsste erlaubt sein.

Freitag, 19. Dezember 2008

Madoff Geschädigte

  • Hedgefonds Fairfield Greenwich Group: 7,5 Mrd. USD
  • Banco Santander, Spanien: 2,3 Mrd. USD
  • Royal Bank of Scotland: 457 Mio. EUR
  • Nomura, Japan: 233 Mio. EUR
  • BNP Paribas, Frankreich: 350 Mio. EUR
Heike Buchtzer, Anna Marohn und Arne Storn in DIE ZEIT Nr. 52, Seite 32

Da fehlen doch noch ca. 38 Mrd. USD, nicht?! Sind diese in denselben Töpfen verloren gegangen, in welche die 1,25 Mia. USD von Meili/Fagan Einlass fanden? Jene zwischen New York und Florida?

Mittwoch, 5. November 2008

Heinrich Himmler

  • Kriegsjugendgeneration der Nationalsozialisten, die in verblendeter Sehnsucht nach 1914 in den Kampf ziehen wollte, aber nicht zum Einsatz kam.
  • Sein Leitbild blieb seither die soldatische Existenz als Offizier.
  • Freikorps Oberland
  • absolvierte er ein viersemestriges Landwirtschaftsstudium, das er als diplomierter Agrarökonom abschloss.
  • gehörte einer schlagenden Verbindung in München an
  • praktizierte noch aktiv seinen katholischen Glauben
  • wendete sich auch nicht gegen jüdische Studenten, blieb schüchtern
  • Verhaltenskontrolle bis hin zu einem gequälten Zölibat bemüht - mit 27 Jahren schlief er zum ersten Mal mit einer Frau, die er unverzüglich heiratete.
Anfang 1929 wurde er zum Reichsführer SS an die Spitze dieser paramilitärischen Formation befördert, die er alsbald als elitäre, rassische Avantgarde der Hitler-Bewegung, scharf abgegrenzt von den SA-Rabauken, ausbaute.
  • 1929: 200, max. 400 Mitglieder in der SS
  • 1933: SS-Korps mit 50'000 Mitgliedern
  • 1934: 200'000 Männer und 342 000 fördernde Mitglieder
  • bis 1939: 40'000 künftige Waffen-SS-Soldaten
Seither entpuppte sich Himmler als Paladin mit ausgeprägtem Organisationstalent, mit einem kompromisslos alleinherrschenden Führungsstil, dazu mit der Fähigkeit, vorteilhafte Netzwerke aufzubauen, und unleugbarer Geschicklichkeit in der "Menschenführung", wie es im NS-Jargon hiess.


Als einer der besten Kenner des Holocaust betont Longerich erneut, dass sich nach allen möglichen Plänen, die Juden zum Beispiel in ein ostpolnisches «Reichsghetto» zusammenzuführen oder nach Madagaskar zu verschiffen, die flächendeckende, europaweit ausgeführte nackte Vernichtungspolitik ohne einen expliziten Hitler-Befehl seit Anfang 1941 bis zum Frühjahr 1942 allmählich durchsetzte.
Hans-Ulrich Wehler in der WW 44.08, Seite 76f über Peter Longerich: Heinrich Himmler: Biographie. Siedler. 1040 S., 68.90
CHF.

Er war als "Reichskommissar für die Festigung deutschen Volkstums", Betreiber der eingeleiteten "völkischen Neuordnung" und "ethnischen Flurbereinigung". Das Ziel war die "Neuordnung" Europas unter der Hegemonie des anvisierten "Grossgermanischen Reiches" bis zum Ural. Er bleibt als Vollstrecker des Willens des Führer, eine furchterregende Schlüsselfigur des Dritten Reiches.

Mittwoch, 9. Juli 2008

gjk und der Einbürgerungstest

Zum neuen Einbürgerungstest in Deutschland:
Es zeugt von einem seltsamen Geschichtsverständnis, wenn zwar Wissen zur Geschichte Deutschlands abgefragt wird, aber in einem 320 Fragen umfassenden Katalog das Wort 'Holocaust' nicht ein einziges Mal Erwähnung findet.
Stephan Kramer, Generalsekretär des Zentralrats der Juden
Er kritisierte zudem, dass bei der Frage danach, welche Religion die europäische und deutsche Kultur geprägt habe, Hinduismus, Christentum, Buddhismus und Islam als Antwort angeboten werden, "das Judentum aber schlicht unterschlagen wird". Dies sei "unerträglich". (AFP)

Da "stämpfelet" wieder einmal jemand auf seiner "Einzigartigkeit" herum, ts!

Samstag, 28. Juni 2008

Diskriminierung der Türken - Vergleich

Die Türken sind die neuen Juden Europas. Obwohl sie seit 47 Jahren in Mittel- und Westeuropa beheimatet sind, werden sie – wenn auch in unterschiedlichem Ausmass und unterschiedlichen Erscheinungsformen – wie die Juden diskriminiert und ausgeschlossen.
Faruk Sen in der türkischen Wirtschaftszeitung «Referans»
Die Einzigartigkeit des jüdischen Volkes zu hinterfragen brachte ihm massive Kritik ein. Seine Replik auf den Hinweis, seine Äusserung sei ein Skandal:
...vollkommen klar, dass nicht nur das Schicksal der Juden in der Nazizeit und das der Türken unvergleichbar sind, sondern die gesamte 2000jährige Geschichte der Judenverfolgung eine einmalige Qualität hat, die historische Vergleiche überhaupt verbietet...
...ein grosser Fehler, den Holocaust zu relativieren...

Freitag, 20. Juni 2008

D: Regelheft für eine Gedenkpolitik

Ein 31-seitiges Regelheft für eine Gedenkpolitik wurde am Mittwoch vom deutschen Bundeskabinett verabschiedet. Die Vorlage verfasste Kulturstaatsminister Bernd Neumann.

In mehreren Versionen wurde um die "korrekte" Formulierung und Akzentuierung geachtet. Folgende Regel, wurde von Salomon Korn vom Zentralrat der Juden gefordert und ist nun festgeschrieben:
Die Singularität des Holocaust ist deutlich markiert. "Die Erinnerung an die NS-Terrorherrschaft", heißt es, "wird durch das Wissen um die Unvergleichlichkeit des Holocaust bestimmt." (Frankfurter Rundschau)

Mittwoch, 11. Juni 2008

Israelkritiker

Israel gefährdet seine eigene Existenz, haltet die Welt zum Narren und merkt nicht, dass es sich damit selbst betrügt.
sinngemäss, eine Gruppe deutscher Geistesarbeiter (PEN-Präsident Johano Strasser, die grüne Abgeordnete Claudia Roth, der Schriftsteller Gert Heidenreich und andere) in ihrem Aufruf "Glückwünsche und Sorgen" zum 60. Jahrestag Israels.

Israel instrumentalisiert den Holocaust für politische Zwecke.
sinngemäss, 25 Politiologen im Positionspapier "Freundschaft und Kritik", welches dem obigen voraus ging.

Als Reaktion auf die israelische Politik sollen die Wissenschaftsbeziehungen zwischen Israel und den europäischen Ländern eingefroren, also die kulturelle und wissenschaftliche Zusammenarbeit beendet werden.
sinngemäss, ein von 120 Akademikern unterzeichneter offener Brief, 2002

Die Situation in Ramallah ist mit jener in Auschwitz vergleichbar.
Und wo sind die Gaskammern?
Die kommen noch.
José Saramago, portugiesischer Schriftsteller

Verzicht auf Kritik an Israel ist unmoralisch.
Thilo Bode, ehemaliger Geschäftsführer Greenpeace Deutschland.

Deutsche, überwindet Euren Judenknax.
Dieter Kunzelmann, Berliner Revolutionär, Ende der 60er-Jahre.

Die Juden haben einen moralischen Kredit, den sie sich als Opfer der Nazis verdient haben.
Zusammengetragen von Henryk M. Broder in der WW19.08, Seite 14.

Dienstag, 10. Juni 2008

"Die Moral der Entschädigungszahlungen"

So nennt sich ein Dokumentarfilm, welcher Anfang Mai in Israel für angeregte Diskussionen sorgte: Die Jewish Claims Conference (JCC) halte Milllionensummen zurück, wobei mit lediglich 10 Prozent der Gelder im Besitz der JCC "alle Probleme gelöst werden können, die Holocaustüberlebende in Israel haben", so die Parlamentarierin Colette Avital von der Arbeitspartei.

Die JCC handelt schon seit Jahrzehnten im Namen von Opfern des Holocausts von Staaten und Geldinstituten Entschädigungen aus und verteilt die Gelder an die Opfer. Sie ist der Dachverband von 23 jüdischen Organisationen und sitze derweil auf fast einer Milliarde CHF, während viele Holocaustüberlebende in bitterer Armut leben. Der Vizepräsident Gideon Taylor bezieht jährlich 450'000 CHF aus dem Fond.
Der Besitz der JCC stammt in neurer Zeit vor allem aus Rückübertragungen von jüdischen Immobilien in der ehemaligen DDR. Besitz, auf den bis 1992 keine Erbansprüche erhoben wurden, fiel dabei an die JCC. Von insgesamt rund 2,4 Mrd. CHF ist die Rede.
Silke Mertins in der NZZaS vom 8.6.08, Seite 3.

Mittwoch, 20. Februar 2008

"Mörgele"

Nun doch noch ein Wort dazu: Mörgeli fühlt sich durch den Couchepin-"Witz" beleidigt.
Doch wer jahrelang von Scheininvaliden und Scheinbundesräten spricht, wird rasch zum Scheinheiligen und als Scheinopfer entlarft.
Da stimme ich ihm zu. Doch
Nazi-Vergleiche gehen nicht an.
Falsch: Aus der Geschichte kann man lernen. Vergleiche sind immer zu begrüssen. Ein Verbannen von Vergleichen, Ideen und Meinungen verstösst gegen unsere Meinungsäusserungsfreiheit. JBK ist seit dem Verbannen von Eva Hermann aus dem Studio der linken Zensur verfallen - vorgestern wurde er offiziell zur "Heulsusen-Show" erklärt.
... Egal, wer Absender und Adressat ist. Sie gehen nicht an, weil sie nie funktionieren.
Yves Kugelmann, Chefredaktor der jüdischen "Tachles" in der NZZaS vom 17.2.08, Seite 19.
Falsch: Einige Kreise profitieren von einer Anti-Nazi-Rhetorik (die sog. "Nazi-Keule"). Dort gehen die Vergleiche auf, sie funktionieren.

Kugelmann spricht selbst von "aus völkischen Nazi-Themen Kapital schlagen" und "Trittbrett"-Fahrer-Effekt. Mörgeli soll nicht von der Rhetorik profitieren, der gjk ihre Existenzgrundlage verdanken. Dort haben sie ein unanfechtbares, ewiges Monopol in moralischer wie auch schlussendlich finanzieller Hinsicht.

Erst Satiriker gehen relativ unbefangen mit 2. Weltkrieg um. Jene, die politisch korrekt sein wollen/müssen, dürfen auch heute noch nicht ihr "unendliches Mitgefühl" ablegen.

Montag, 11. Februar 2008

Couchepin muss weg

Pascal Couchepin
  • vergleicht Blocher mit dem "Duce"
  • assoziiert Mörgeli mit dem KZ-Arzt Mengele
  • tituliert Ueli Murer als "Führer" der SVP
Er darf durchaus denken, dass die SVP eine rechtsradikale Nazipartei sei. Doch als Bundesrat und sogar als Bundespräsident ist er so nicht tragbar. Deshalb muss er weg und sein Amt niederlegen.

Das Theater um Mengele ist übertrieben. Noch immer ist die Gesellschaft - nicht nur die deutsche - gelähmt, wenn dieses Thema auch nur angeschnitten wird. Das ist falsch.

Dass der gebildete, intellektuelle und französischsprachige Couchepin sich verspricht, wie er öffentlich erklärt, glaube ich nicht. Es war Absicht. Nun macht er denselben Fehler wie zuvor Blocher ("mutmassliche" Kriminelle) oder Bill Clinton ("I did not have sexual relations with that woman, Miss Lewinsky") und verneint belegbare Tatsachen.

Wieder einmal zeigt sich, dass absolute Transparenz der ehrlichste und beste Ansatz ist.